Ein Podcast des WWF Deutschland zu Arten- und Naturschutz im 21. Jahrhundert.
00:00:00: Sprecher 1 Wenn der Ozean nicht gesund ist, kann die Menschheit nicht existieren. Ich glaube, so kann man es runterbrechen. Das heißt, jeder hat ein Eigeninteresse daran, dass der Ozean auch gesund ist und gesund bleibt.
00:00:13: Sprecher 2 Stell dir vor, du lässt die Küste hinter dir. Der Hafen ist schon lange nicht mehr zu sehen. Das Handynetz verschwindet und unter dir öffnen sich Tausende Meter tiefes blaues Nichts. Wir befinden uns auf der hohen, sie, dem größten zusammenhängenden Lebensraum unseres Planeten. Es ist ein Ort, der niemandem gehört. Und doch uns alle am Leben hält. Während wir hier am Land Grenzen ziehen und Gesetze schreiben, war die hohe See lange Zeit ein gesetzlosen Raum.
00:00:45: Sprecher 2 Willkommen zu Living Planet. Der WWF Podcast. Mein Name ist Eileen Wegner, Redakteurin beim WWF Deutschland. Und heute tauchen wir ab in die hohe See. Und das mache ich natürlich nicht allein, sondern habe ich mir geballte Expertise geholt. Hier bei mir im Gespräch habe ich Martin Webeler, Senior Policy Advisor Ocean Governance beim WWF Deutschland. Hallo Martin.
00:01:06: Sprecher 1 Hallo, freue mich, dass ich hier sein kann.
00:01:08: Sprecher 2 Ja, schön, dass du da bist. Bei der hohen See ist ja gerade einiges los und wir sprechen auch noch über die politische Lage. Ich möchte jetzt als erstes aber erst mal über die hohe Sie selber sprechen. In deinen Worten Was ist die hohe See eigentlich?
00:01:24: Sprecher 1 Ja, die hohe See ist erst mal riesengroß. Ja, also wir sprechen über fast 50 % der Erdoberfläche, die die hohe See ausmachen. Und die hohe See beginnt 200 Seemeilen hinter der Küste. Das heißt, alles Das ist dann die die hohe See, sogenannte internationale Gewässer. Und das ist ein Raum, der wie du schon in der Anmoderation gesagt hast, niemandem und jedem gehört.
00:01:52: Sprecher 1 Und das ist super spannend. Weil wenn wir nämlich über den Tiefseeboden zum Beispiel sprechen, dass das gemeinschaftliche Erbe der Menschheit, das heißt hier tatsächlich wir alle, jedes Individuum quasi auf auf der Erde hat ein Mitspracherecht über diesen Raum, weil er nämlich weil die Ressourcen von von dem Tiefseeboden uns allen gehören. Aber auch darauf kommen wir auch zu sprechen, bei dem UNO Schutzabkommen.
00:02:16: Sprecher 1 Auch hier tritt dasselbe Prinzip ein, das heißt die Lebensräume, da haben wir alle Mitspracherecht. Aber es hat kein individueller, kein individueller Staat kann dort irgendwie Raum sich abstecken und und in Besitz nehmen. Das ist nicht möglich.
00:02:32: Sprecher 2 Genau das würde ich gerne wissen. Wie kannst du dazu. Ich mein, wir haben jetzt alles aufgeteilt und wir streiten uns über Ländergrenzen. Ich glaube, da brauche ich gar nicht in die Tiefe gehen. Alle wissen Bescheid. Wie kam es dann dazu, dass wir das das Meer noch nicht aufgeteilt haben?
00:02:45: Sprecher 1 Ja, also historisch gesehen ist es so, dass es wirklich auch mit der unwegsamen Unwirksamkeit zu tun hat, dass die das Meer einfach mit sich bringt. Das heißt, es war. Lange Zeit war es so, dass man das die Menschheit, die Ressourcen so begriffen hat. Wenn wir jetzt, also wenn wir, wie wir beim WWF haben sehen ja Mehrwert auch wirklich in der Existenz von Lebensraum an sich jetzt nicht nur als Ressource.
00:03:08: Sprecher 1 Aber wenn man jetzt zum Beispiel die Fischerei sich anschaut, dann konnten Staaten immer in die in die hohe See fahren, um sich dort die Fischpopulationen, die abzufischen und dann wieder zurückzukommen. Aber die der Raum an sich genau der und der wurde nicht aufgeteilt.
00:03:24: Sprecher 2 Und nicht aufgeteilt. Das heißt, es gab schon so ein bisschen angedeutet mit Schützen und Ressourcen und sowas. Wie betrachtet denn der WWF die hohe See.
00:03:35: Sprecher 1 Die hohe See und insgesamt vielleicht auch der Ozean, den wir uns anschauen? Der ist natürlich ein riesengroßer Lebensraum. Also der machten 98 % der Biosphäre unseres Planeten. Das heißt 98 % des Lebens befindet sich in der in der Tiefsee, was unfassbar ist. Irgendwie ist es unvorstellbar, weil wir Menschen uns ja naturgemäß auf dem Land bewegen und ja schon viel Natur erfahren.
00:04:01: Sprecher 1 Aber tatsächlich ist es unfassbar viel Biodiversität im Ozean, wenn wir auch über die Tiefsee sprechen. Das ist der Raum, der unter 200 Metern beginnt, unter der Wasseroberfläche. Das ist ein Gebiet, das die Menschheit eigentlich noch nicht kennt. Also bei jedem Tauchgang, der gemacht wird in die Tiefsee, die Forschung in die Tiefsee macht und Organismen quasi hochholt, dann sind, bis sie sieben bis zu neun Organismen aus zehn, die jetzt in der klaren klipperten Zonen zum Beispiel das ist ein Areal, was am besten erforscht ist, in der Tiefsee hochgeholt werden.
00:04:38: Sprecher 1 Die sind neu, also die kennt man noch nicht. Ja, und das heißt, dieser Lebensraum, der unfassbar riesig ist und so viel Leben produziert, den lernen wir erst kennen, als Menschen. Und von daher ist es für uns, wenn im WWF so, das auf der einen Seite dieser unfassbare Schatz an Biodiversität da ist. Aber auf der anderen Seite sehen wir natürlich auch extreme Belastungen, die auf das Meer heutzutage eingehen, weshalb tatsächlich auch beim WWF Deutschland ganz spezifisch gesehen zum Beispiel eine sehr große Meeresabteilung auch besteht, weil wir das Risiko einfach sehen, dass hier Lebensräume immer weiter vernichtet werden und zerstört werden.
00:05:20: Sprecher 1 Und das natürlich auch sehr nachteilhaft für uns als Mensch ist, um nur ein paar Zahlen auch zu nennen, um zu verstehen, welche Bedeutung auch der Ozean für uns als Menschheit insgesamt hat. Fast 90 % der Hitze, die wir produzieren, die wir auch produziert haben, zum Beispiel durch die Industrialisierung, wurden durch das Meer aufgenommen und absorbiert. Das heißt, es gibt auch verschiedene Hochrechnungen.
00:05:43: Sprecher 1 Wie hoch wäre eigentlich die Hitze, wenn es den Ozean nicht geben würde? Dann wären wir jetzt schon über 40 45 Grad höher, als wir heute quasi sind.
00:05:51: Sprecher 2 Also nicht lebensfähig.
00:05:52: Sprecher 1 Genau wie wir wären nicht lebensfähig. Das heißt, der Ozean absorbiert unfassbar viel Hitze. Er absorbiert auch sehr viel CO2. Auch hier fast 30 % der Emissionen, die wir verursacht haben. Seit der Industrialisierung, hat der Ozean aufgenommen und er verwahrt sich quasi aus sicher in ihm. Entweder im Tiefsee Boden, aber jetzt aktuell sind die Werte so hoch, dass es auch immer mehr zur Verseuchung kommt, was dann sich auch negativ auf die Biodiversität auswirkt.
00:06:20: Sprecher 1 Und schließlich auch jeder zweite Atemzug, den wir machen, der kommt aus dem Ozean. Das heißt, der Ozean produziert auch Sauerstoff, den wir einatmen und natürlich die ganzen die ganzen Fische, von denen wir, von denen wir leben und all das. Dieses gesamte Ökosystem Ozean ist unfassbar wichtig für die Funktionsweise des Klimas, für die Funktionsweise, wie wir Menschen auf diesem Planeten leben können.
00:06:44: Sprecher 1 Und wir haben aber diese ganzen Stressfaktoren, die sich negativ aktuell durch den Menschen auf den Ozeanen auswirken, um nur einige zu nennen. Aber Plastikverschmutzung eben. Die Verseuchung, die Klimakrise. Wir haben die Überfischung der Meere und diese Faktoren, die Stressfaktoren nehmen immer weiter zu. Und jetzt sprechen wir zum Beispiel auch über die potenzielle Einführung von Tiefseebergbau. Das heißt, auch hier werden letzte Lebensräume, die eigentlich noch weitgehend weitestgehend unberührt sind, vom Menschen, auch noch angegriffen.
00:07:15: Sprecher 2 Das ist genau ganz, ganz viele Sachen angesprochen, auf die ich gerne noch mal kurz näher eingehen möchte. Also du hast jetzt gerade zusammengefasst, wie wichtig der Ozean für uns ist und du sagst ja einerseits auch die Fische, von denen wir uns ernähren, aber von denen sich auch andere Tiere ernähren. Und das ist ja genau. Alles ist miteinander verbunden.
00:07:33: Sprecher 2 Lass uns kurz bei den Fischen und Überfischung bleiben. Wie sieht denn jetzt gerade das Problem konkret aus mit der Fischerei und den Meeren?
00:07:42: Sprecher 1 Ja, also wenn wir über Fischerei und Meere sprechen, vielleicht erst mal zur Kontextualisierung, wenn wir Fischerei uns anschauen, wie sie vor 200 Jahren praktiziert wurde, dann war es so, dass Fischerboote rausgefahren sind, von der Küste relativ und aber relativ nahe an der Küste noch geblieben sind und haben dort dann für die lokale Bevölkerung gefischt und haben Fische an Land gezogen und die wurden dann eben verbraucht.
00:08:13: Sprecher 1 Hier war es auch Nacht und Tag, hat eine Rolle gespielt und die Seasons, also die Jahreszeit, haben nur eine Rolle gespielt. Wenn wir uns aber heute die Fischerei anschauen, dann wurde sie unfassbar industrialisiert. Wir haben jetzt weltweit ungefähr 400.000 Fischerboote, die Fischfang betreiben, 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Wir haben sogenannte Long Distance Fleet, das heißt von Flotten von Staaten, die wirklich über das Ganze Weltmeer entsandt werden.
00:08:42: Sprecher 1 Das heißt, diese lokale Fischerei, die findet eigentlich immer noch statt, aber additiv dazu gibt es eben auch die Befischung von weiten, weiten Teilen des Ozeans. Und diese Befischung findet vor allem diese long distance water Pellets. Die kommen primär von hochindustrialisierten Staaten wie jetzt aus der EU. Aber auch China hat die größte, hat die größte Long Distance Fleet und da sieht man nur mal um Verständnis zu geben, aber Teile dieser Flotte fischen zum Beispiel vor den Gewässern von Chile, das heißt über diesen ganzen Pazifik hinweg, wo dann China quasi dann dort fischt.
00:09:20: Sprecher 1 Das heißt bottom Line ist einfach der Fischerei Druck steigt massiv und wenn wir uns Zahlen anschauen, dann sind die verheerend im Vergleich von heute zu 1950 60. Ja, seitdem haben wir es sind 10 % der Arten aus dem Ozean sind vom Aussterben bedroht. Wir sehen, dass 90 % der großen Meeresfische, also Haie, Schwertfische, verschwunden sind, nicht mehr da sind. 1/3 der weltweiten Fischpopulation sind heute überfischt.
00:09:52: Sprecher 1 Und das ist ganz verheerend für zum einen für die Ökosysteme, weil sie sich immer schlechter sozusagen erholen können und zum anderen aber auch für den Menschen. Natürlich, weil 3 Milliarden Menschen auf der Erde wirklich von dem Protein, was aus dem Ozean kommt, abhängig sind als als Nahrungsquelle und auch rein wirtschaftliche Fakten mit rein zu zählen. 1,3 Billionen € der Weltwirtschaft werden generiert durch die blaue Wirtschaft, durch den Ozean.
00:10:25: Sprecher 1 Das heißt, wir haben auf sehr, sehr verschiedenen Ebenen sind wir mit dem Meer verbunden. Die Überfischung der Meere und die zunehmende Verschmutzung der Meere führt aber dazu, dass wie die Meere immer weniger nutzen können und dass sie auch für zukünftige Generationen einfach sehr stark bedroht sind.
00:10:45: Sprecher 2 Wo tatsächlich wahnsinnig krasse Zahlen einfach auch die an die, die mich gerade sehr, sehr berühren. Da hat sich ja was getan. Da gehen wir gleich drauf an, lass uns noch mal kurz auf Klimaschutz und Verschmutzung eingehen. Das hast du ja jetzt gerade auch schon genannt. Wie sieht das denn da aktuell aus?
00:11:02: Sprecher 1 Also wir sehen, dass der die Klimakrise natürlich massive Auswirkungen auch auf den Ozean hatte. Ich habe es ja vorhin schon gesagt, also viel, viel von der Hitze wird von dem Ozean absorbiert, aber auch viel von den Emissionen, was zur Erhitzung des Ozeans führt, aber auch zur Übersäuerung. Wir. Ich glaube, jeder kriegt es ja auch aus den Nachrichten mit, dass zum Beispiel Korallenriffe weltweit verbleichen.
00:11:28: Sprecher 1 Wir nähern uns sehr prekären Kipppunkten, das heißt, wo Wissenschaftler dann davon ausgehen, dass sich die Ökosysteme nie wieder erholen können. Und wir sehen auch tatsächlich, dass zum Beispiel das sind ganz spannende Phänomene, die eigentlich auftreten, dass die Klimakrise dazu führt, dass Arten auch abwandern in andere Teile des Ozeans und was dann natürlich wiederum Auswirkungen hat, zum Beispiel auf die Fischerei.
00:11:52: Sprecher 1 Ein ganz konkretes Beispiel ist das zum Beispiel Thunfisch Thunfisch, der einfach über weite Teile auch migriert. Als ich jetzt zum Beispiel. Und es kommt dann auch zu Inter Relation zu anderen Sektoren am Thunfisch im Pazifik, der jetzt sich zunehmend zum Beispiel in diese vorhin auch genannte Clipper Tenson zurückzieht, einfach weil dort die Temperaturen andere sind, wie auch sein an seinen ursprünglichen Wanderrouten.
00:12:18: Sprecher 1 Wenn wir jetzt dann aber wiederum um über die Einführung von Tiefseebergbau in diesem Areal sprechen, was vorher eigentlich nicht für Thunfisch vom Thunfisch bewandert wurde, dann führte der Klimawandel dazu, dass jetzt Verschiebungen stattfinden, die neue Verbindungen schaffen, die vorher so nicht da waren. Das heißt, wenn dort jetzt Tiefseebergbau eingeführt werden würde und obendrüber dann aber sehr wichtiger Thunfisch ist, der einfach für die Region auch sehr relevant ist, dann dann bestehen dort einfach enorme Risiken, die die dann zusammentreffen.
00:12:52: Sprecher 2 Okay, da lassen Sie über den Tiefseebergbau sprechen. Ich finde schon. Und das habe ich vorhin schon mal gesagt Dieses Wort an sich passt ja eigentlich nicht zusammen. Ja, im Tiefsee und dann Bergbau Was? Was steckt dahinter? Also es ist ja ein ganz viel.
00:13:08: Sprecher 1 Genauer Tiefseebergbau ist noch mal genau ein Thema für sich. Super spannend. Aktuell passiert auch super super viel. Es ist geopolitisch aufgeladen, es hat eine sehr, sehr hohe Dynamik, die aktuell auf Tiefseebergbau wirkt. Der WWF setzt sich für ein Moratorium im Tiefseebergbau ein, weil extrem große Risiken damit verbunden sind. Aber vielleicht erst mal, um zu verstehen, was Tiefseebergbau wird.
00:13:33: Sprecher 1 Es geht also bei Tiefseebergbau. Man muss dazu sagen aktuell Weltweit gibt es Tiefseebergbau nicht. Nirgendwo wird Tiefseebergbau aktuell durchgeführt. Aber bei der internationalen Meeresboden Behörde, wo auch WWF Beobachter ist, wird aktuell über die Einführung von Tiefseebergbau verhandelt. Die Internationale Meeresboden Behörde ist dafür zuständig, Tiefseebergbau in internationalen Gewässern zu regulieren. 170 Staaten sind Mitglied dieser internationalen Meeresboden Behörde. Tiefseebergbau.
00:14:02: Sprecher 1 Da gibt es, geht es vorwiegend um drei verschiedenen Mineralientypen. Das sind einmal Manganknollen, eisenhaltige Krusten und massiv so viele, massig, so viele sind diese Unterwasser Vulkane, die man auch kennt aus aus Comics und so was kommt jetzt am Ganknollen sind tatsächlich von diesen drei Typen wahrscheinlich der Typ, der als allererstes abgebaut werden würde. Und Manganknollen sind ungefähr große Gesteinsbrocken.
00:14:27: Sprecher 2 Die so ein bisschen aussehen wie Gehirne unter Wasser.
00:14:29: Sprecher 1 Ja, Herr, Genauso wie Gehirne. Und die legen, die Liegen auf dem Tiefseeboden und dort ungefähr auf 4000 Meter Tiefe. Also unter der unter der Meeresoberfläche. Tiefseebergbau soll so durchgeführt werden, dass man hat ein Mutterschiff, wenn man das so will, was eben auf der Wasseroberfläche ist. Und dieses Mutterschiff lässt dann einen sogenannten Kollektor runter auf den Tiefseeboden. Das ist ein Gerät, was man sich so ein bisschen vorstellen kann.
00:14:57: Sprecher 1 Sieht so ein bisschen aus wie ein Mähdrescher, aber viel, viel größer. Und dieses Gerät fährt dann über den Tiefseeboden und sammelt die ersten 5 bis 10 Zentimeter Tiefseeboden, gräbt es ab und diese Manganknollen werden dann aufgenommen, hochgepumpt, an, an das Mutterschiff. Dort wird dann das Sediment, von dem man Ganknollen getrennt und was dann übrig bleibt, Dieses Sediment wird dann noch mal auf 1000 Meter Wassertiefe entlassen und verursacht dort auch noch mal eine große Sedimentwolke.
00:15:25: Sprecher 1 Das heißt, wir haben zum einen bei Tiefseebergbau die Einwirkungen durch das Gerät an sich, wenn es über den Tiefseeboden fährt und dort Leben vernichtet und auch die man dann ganz neu aufnimmt. Und zum anderen noch mal die Sedimentwolke auch, die dann entlassen wird, noch mal in der in der Wassersäule. Das heißt, die Auswirkungen sind sowohl auf den Boden als auch in der Wassersäule spürbar.
00:15:47: Sprecher 1 Und super spannendes Phänomen. Auch zu zu Tiefseebergbau, wenn wir über Manganknollen sprechen. Manganknollen wachsen also, die wachsen über, über JahrMillionen. Und die entstehen so, dass sich Partikel ablagern auf dem Tiefseeboden. Und in einer Million Jahre wächst eine Manganknrolle ein Zentimeter. Das heißt, wenn wir über eine Mangankn sprechen, die die Faust groß ist, dann hat die ein paar Millionen Jahre Wachstum hinter sich.
00:16:16: Sprecher 1 Diese anknollen sind sehr, sehr wichtiger Bestandteil des Ökosystems auf dem Boden, weil sie häufig das einzige Substrat sind, das einzige feste Substrat, was Lebewesen nutzen können, um sich jetzt zum Beispiel um sich zu Hause zu bilden, fortzupflanzen, Eier zu brüten. Wenn wir jetzt diese Manganknollen entfernen, entfernen wir auch die Grundlage des Lebensraumes auf dem Tiefseeboden. Und ich hatte es ja schon erwähnt wir wissen sehr, sehr wenig über die Tiefsee, das heißt, wir wissen eigentlich gar nicht so genau, welchen Schaden wir dadurch verursachen, wenn wir diesen Lebensraum irreversibel zerstören.
00:16:51: Sprecher 1 Genau, wir sind uns einig darüber. Also das entsteht nicht so schnell wieder.
00:16:55: Sprecher 2 Das das dauert ein bisschen, ein paar Tage. Aber wofür ist das denn dann? Also was? Was erhoffen sich die Leute, wenn sie das ernten? Was kann man daraus machen? Also das muss ja ein wahnsinniger Aufwand, Da stecken wahnsinnig viel Geld dahinter. Wenn du sagst, so ein Mähdrescher mal eben ins Wasser lassen, ja, was machen wir damit?
00:17:13: Sprecher 1 Das Narrativ der Tiefsee bergbauunternehmen und befürworterinnen ist, dass Tiefseebergbau notwendig ist für die Energiewende. Das war die, über die weite Teile des der letzten Dekade, quasi das Narrativ, warum wir Tiefseebergbau so schnell wie möglich einführen müssen, weil wir brauchen diese Mineralien, um die Energiewende umzusetzen. In Manganknollen befinden sich aber nicht alle Mineralien, die wir brauchen, sondern eigentlich nur vier Mineralien.
00:17:39: Sprecher 1 Das ist Kupfer, Kobalt, Nickel und Mangan. Von diesen vier Mineralien werden drei immer obsolet, da der Grund dafür ist, dass der Großteil der Mineralien, die für die Energiewende gebraucht wird, in Batterien fließt. Die Batterie technologien entwickeln sich aber rasant weiter, das heißt, die Batterie Technologien entwickeln sich weg von Mineralien, intensiven Batterietechnologien hin zu Mineralien, freundlicheren Lösungen, was unter anderem auch damit zusammenhängt, dass Mineralien ja nur begrenzt verfügbar sind und häufig über schwierige Lieferketten.
00:18:15: Sprecher 1 Heute, also seit 2021 ungefähr, ist. Die Eisen Phosphat Batterie nimmt immer mehr Fahrt auf. Die hat heute einen Marktanteil. Wenn wir von von Autos sprechen von Ich habe 45 % aktuell und damals 2021 war der Marktanteil bei 15 %. Also nur um den rapiden Zuwachs von Eisen Phosphat Batterien zu erläutern. Warum erwähne ich die Eisenphosphat Batterien? Weil die Eisen Phosphat Batterien entgegen entgegen Lithium Akkumulatoren, die.
00:18:44: Sprecher 1 Ja, die kennen wir ja alle, also auch genau die, die wir in den letzten 20 Jahren wahrscheinlich immer benutzt haben. Aber die brauchen von diesen vier Mineralien nur noch Kupfer. Das heißt, drei dieser vier Mineralien werden eigentlich obsolet, wenn wir über Manganknollen sprechen. Aber bei den anderen zwei Typen gibt es noch mal andere Mineralien, die reinkommen. Aber da ist auch der Abbau noch mal ein anderer.
00:19:07: Sprecher 1 Aber deswegen fällt diese, fällt dieses Narrativ oder dieser Grund quasi immer weiter weg. Und es gibt auch führende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die das ganz klar belegt haben, unter anderem das European Academy Science Advisory Council, die ganz klar belegt haben, dass dieses Narrativ, dass wir es für die Energiewende brauchen, nicht stimmt.
00:19:26: Sprecher 2 Also was ist der richtige Grund oder der andere Grund? Sorry.
00:19:29: Sprecher 1 Genau der richtige Grund ist einfach, dass das dass Leute Profit sehen, also dass wir wir haben auch die. Also es sind Startups, die das machen wollen, das sind keine großen. Also wir kennen ja zum Beispiel Rio Tinto und Glencore, also es sind das sind die großen Unternehmen am Land. Von diesen Unternehmen ist aber keines involviert in Tiefseebergbau. Tiefseebergbau, das sind Start up Unternehmen, das heißt, es ist einfach ein Investment, was die sehen, eine Chance, die sie sehen, um Geld zu generieren.
00:19:56: Sprecher 1 Und das ist der wesentliche Treiber. Jetzt wird nämlich auch immer weiter dieses Narrativ der Green Francis, dass wir uns dafür brauchen, die Wissenschaft und auch Waren erfolgreich zu zeigen, dass das das nicht stimmt, was natürlich zum Nachteil der Tiefsee Bergbauunternehmen ist, die dann die dann befürchten okay, Tiefseebergbau wird vielleicht doch nicht so schnell eingeführt, wie sie sich das wünschen.
00:20:18: Sprecher 1 Ja, und jetzt? Der neue Dauerbrenner ist Nationale Sicherheit. Dass das der Grund ist, warum wir Tiefseebergbau brauchen, um diese Mineralien, Damit man genau einfach an die Mineralien rankommt. Nur auch da gibt es wieder. Und wir könnten jetzt in verschiedene Aspekte einsteigen, aber ich belasse es erst mal dabei. Aber auch da gibt es sehr, sehr viele Gründe zu sagen, warum die das Narrativ auch nicht wirklich aufgeht am Ende des Tages.
00:20:43: Sprecher 2 Ja, ich habe sehr, sehr, sehr viele Fragen im Kopf, aber ich glaube, das verschieben wir dann auf ein anderes Mal. Ja, aber absolut spannend das Thema, weil es ist ja, wie du selber gesagt hast, es passiert ja gerade nicht es aber es hat sich ganz viel anderes getan, zum Schutze unserer Meere. Das historische Abkommen. Ich kann mich noch erinnern, es wurde hier sehr, sehr groß gefeiert, nicht wahr?
00:21:05: Sprecher 2 Im ersten Moment? So what? Ist was passiert? Hier kann überhaupt nicht mit drin. Aber alle freuen sich. Deswegen freue ich mich mit. Nimm uns da gerne mal mit hin, was denn jetzt gerade passiert ist und genau, was jetzt gerade passiert ist. Und dann gehen wir in die Historie des Abkommens rein.
00:21:19: Sprecher 1 Genau. Also jetzt Verabschiedet wurde das sogenannte UN Hochseeschutzabkommen. Das Unhose Schutzabkommen ist so bedeutend, weil es zum allerersten Mal das Rahmenwerk etabliert, das wir die hohe See unter Schutz stellen können. Einfach ausgedrückt Es ist. Es ist ein bisschen diffiziler.
00:21:40: Sprecher 2 Das habe ich mir jetzt fast gedacht.
00:21:41: Sprecher 1 Genau. Wir gehen ja jetzt gleich noch in die Tiefe. Aber vielleicht noch ein kleiner Funfact zur Seite. Ich habe nämlich mal, weil wir bezeichne es immer als das UNO Schutzabkommen. Ja, du wirst mich wahrscheinlich jetzt in der Unterhaltung auch häufiger haben mit Bibi ne Abkommen, weil das so wird es im Englischen eigentlich bezeichnet. Ich habe mir mal den offiziellen Titel mitgebracht.
00:22:02: Sprecher 1 Ja, auch auf auf Deutsch um um, Um das einfach mal zu veranschaulichen Du siehst hier auf meinem Papier, es geht über drei Zeilen auf einem DIN A4 Blatt quer gedreht, aber.
00:22:12: Sprecher 2 Ich finde das sehr schön. Das ist handschriftlich aufgeschrieben.
00:22:15: Sprecher 1 Ja, genau. Ich, ich, ich. Ich dachte, wir muss reinkommen. Wir muss das so aufschreiben. Also, es ist offiziell. Also, was ich. Was wir jetzt in der Folge als Rockschutzgesetz bezeichnen, muss sich Schutzabkommen oder Bibi Abkommen. Der offizielle Titel ist das Gesetz zur Ausführung des Übereinkommens im Rahmen des Seerechts übereinkommens der Vereinten Nationen über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse.
00:22:42: Sprecher 1 Das ist der offizielle Titel. Wir bezeichnen sie aber einfach zum.
00:22:47: Sprecher 2 Ich glaube, es ist genehm, dass wir das ein bisschen abkürzen.
00:22:49: Sprecher 1 Aber, aber vielleicht, was aus dem Titel auch deutlich wird, weil es ja für uns als WWF natürlich dieses Abkommen sehr, sehr wichtig. Aufgrund der Schutzgebiete, die etabliert werden können. Und das ist auch ein ganz, ganz zentraler Baustein dieses Abkommens. Aber aus dem Titel wird auch schon deutlich. Auch die nachhaltige Nutzung spielt eine Rolle. Also das heißt das Abkommen.
00:23:13: Sprecher 1 Es geht nicht nur um die Etablierung von Schutzgebieten, sondern auch um die nachhaltige Nutzung der Ressourcen und ist ein ganz, ganz wichtiger Baustein ist eben auch der Kapazitätsaufbau und der Technologietransfer von Industrienationen zu Entwicklungsstaaten, sodass sie auch ein größeres Mitspracherecht haben, wie eigentlich die Hohe See geschützt und verwaltet werden soll.
00:23:36: Sprecher 2 Dann Dieses Abkommen ist ja jetzt nicht von heute auf morgen entstanden. Es war ein langer, langer Prozess. 15 Jahre habe ich mir aufgeschrieben. Ich hoffe, du nimmst jetzt einmal.
00:23:48: Sprecher 1 Irgendein.
00:23:49: Sprecher 2 Okay, denn dann nimm es doch mal bitte mit in diesen langen Prozess. Also ich finde, das ist. Es ist ja irgendwo sonnenklar, dass dieses Gebiet geschützt werden muss und dass wir eben nicht so weitermachen können wie wir. Es hat so lange gedauert.
00:24:03: Sprecher 1 Ja. Na, wo fange ich da an? Also erst mal vielleicht zum Zeitrahmen der genau, wann das verhandelt wurde. Tatsächlich? Also je nachdem, wann man irgendwie den Anfangspunkt setzen will, gibt es verschiedene Anfangspunkte. 15 Jahre ist auch nicht so ganz verkehrt in Deutschland und die Bundesregierung hebt das häufig auch gerne hervor. 2001 gab es die erste Besprechung in Deutschland zu diesem Thema.
00:24:30: Sprecher 1 Es war einfach nur ein Workshop und aus dem ist das dann quasi entstanden. Danach gab es eine Working Group, danach gab es, ich glaube 2012 oder 13, wo dann die sogenannte Prepcom etabliert und dann die, dass das Übereinkommen, so wie wir es heute sehen, quasi dieses Schriftwerk, das wurde seit 2018 verhandelt und kam dann eben jetzt vor kurzem, also vor vor zwei bisschen über zwei Jahre wurde es dann verabschiedet und jetzt im Januar dieses Jahres wurde es dann endlich.
00:25:02: Sprecher 2 Ja nur 26.
00:25:03: Sprecher 1 Januar 26 ist es dann tatsächlich in Kraft getreten, weil nämlich im Sommer letzten Jahres 60 Staaten das ratifiziert haben und sobald 60 Staaten dieses Abkommen ratifiziert haben, dann wurden die Zeitschiene getriggert, nach der ich glaube 120 Tage und dann ist dann ist das Abkommen in Kraft und dann können immer noch Staaten ratifizieren. Deutschland hat es heute leider immer noch nicht ratifiziert, was nicht an mangelndem politischem Willen liegt, sondern einfach an den komplizierten Prozessen.
00:25:36: Sprecher 2 Was heißt ratifiziert? Also ich weiß es. Aber bitte noch mal erklären.
00:25:38: Sprecher 1 Genau. Also das nehme ich darauf hin.
00:25:41: Sprecher 2 Das weil diese Fachsprache.
00:25:43: Sprecher 1 Ja genau wenn wenn ein Abkommen ein internationales Abkommen verhandelt wurde, dann ist es ja erst mal verhandelt. Dann hat ja noch gar kein Staat. Hat sie jetzt irgendwie gesagt, okay, daran halten wir uns und wir, wir sind da jetzt dabei. Sondern dann wurde ein Abkommen verhandelt, in diesem Fall eben bei den Vereinten Nationen und dann können Staaten das unterschreiben.
00:26:03: Sprecher 1 Das dann sozusagen ein erstes Commitment dazu, dass man sagt okay, wir wollen das, wir nehmen das ernst, wir wollen das auch auf jeden Fall umsetzen. Und dann ist es aber tatsächlich erst umgesetzt. Und ein Staat ist vollwertiges Mitglied dieses Übereinkommens, wenn der Staat es auch ratifiziert und das sind dann in Deutschland zum Beispiel muss das internationale Recht dann auch in nationales Recht überführt werden.
00:26:26: Sprecher 1 Dann geht es noch zum Bundesrat durchs Parlament, und am Ende dieses Prozesses steht dann die Ratifizierung und dann das auch von Staat zu Staat. Unterschiedlich. Aber so ist es in Deutschland. Und sobald es ratifiziert ist, dann kann Deutschland auch tatsächlich als vollwertiges Mitglied dieses Übereinkommens an den. Conference of the Parties, der sogenannten COP, die dann neu stattfindet. Da kann Deutschland dann teilnehmen und auch tatsächlich als vollwertiges Mitglied agieren.
00:26:53: Sprecher 2 Woran hapert es gerade?
00:26:56: Sprecher 1 Wir befinden uns jetzt, glaube ich, gerade zwischen der ersten und zweiten Lesung im Parlament. Also das heißt, nach der ersten Lesung war da jetzt auch kein. Also da ist eigentlich über Parteigrenzen hinweg wird die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit auch dieses Abkommens gesehen. Und das ist jetzt ein Prozess, der, sage ich mal, von der Gouvernanz her einfach durchgeführt werden muss.
00:27:17: Sprecher 1 Das heißt, die zweite und dritte Lesung steht jetzt auch demnächst an und sobald die durch ist, dann sind wir schon fast bei der finalen Ratifizierung von Deutschland.
00:27:27: Sprecher 2 Aber es gibt jetzt keinen Zweifel daran, dass Deutschland plötzlich sagt Och nee.
00:27:30: Sprecher 1 Och nein, es gibt keine. Es gibt keine Zweifel daran. Also sowohl die alte Bundesregierung als auch die neue Bundesregierung haben ganz klar den Willen geäußert, das zu unterstützen. Man muss auch dazu sagen, dass das Bibi Entscheid Abkommen auch ein absolut einzigartiges Zeugnis für Multilateralismus ist. Wir wissen ja alle, dass in diesen Zeiten aktuell mit viel Naturalismus einfach unter hohem Druck steht.
00:27:54: Sprecher 2 Also dass mehrere Länder und Staaten zusammenarbeiten.
00:27:56: Sprecher 1 Genau dass diese viele Staaten zusammenarbeiten und und tatsächlich das Übereinkommen zeigt aber, dass der Multilateralismus auch funktioniert und funktionieren kann. Jeder Staat, der jetzt auch so ein Commitment dafür ausdrückt und der sagt okay, wir ratifizieren das, wir, wir wollen daran arbeiten gibt auch damit gleichzeitig ein ganz, ganz starkes Signal für den Multilateralismus, um daran zu arbeiten. Weil nämlich die Herausforderungen global gesehen also auf alle, alle Umwelt, Herausforderungen auf globaler Relevanz und die hohe See insbesondere.
00:28:31: Sprecher 1 Das kann nur gemeinsam gemacht werden, das kann kein individueller Staat. Können Sie könnte jetzt sich entscheiden Ich etabliere dort jetzt ein Schutzgebiet. Wie auch? Genau.
00:28:43: Sprecher 2 Es gehört ja niemandem genau richtig.
00:28:45: Sprecher 1 Das genau ist ja genau davon abgesehen aber auch in der Theorie wäre es halt nicht durchsetzbar, weil natürlich muss jeder daran mitarbeiten, so viele Staaten wie möglich daran mitarbeiten, damit es funktionieren kann.
00:28:56: Sprecher 2 Damit es auch umsetzbar machbar ist. Auf jeden Fall. Dann würde ich ganz gerne noch mal auf die Rolle des WWF zu sprechen kommen bei dem Hochseeabkommen, denn wir waren ja nicht ganz unbeteiligt. Richtig? Ja.
00:29:07: Sprecher 1 Genau. Also der WWF hat seit seit Anfang an Seit, seit Stunde Null quasi bei dem bei dem Abkommen und für die Ausarbeitung des Abkommens für die Notwendigkeit des Abkommens auch Partei ergriffen. Und wir waren wir waren dort auch, also vor allem auch WWF Deutschland ganz zentraler Bestandteil, das auch wirklich voranzutreiben. Natürlich ist es so, dass ein Vorhaben wie dieses, selbst wenn der Zeitgeist noch ein anderer war, vor vor 15, 20 Jahren, aber zu jedem Zeitpunkt alles andere als selbstverständlich war.
00:29:41: Sprecher 1 Das heißt, ein großer Teil der Arbeit vom WWF hat dazu geführt und da rein gemündet, zunächst zur zur Entstehung und zu dem Willen, wirklich beizutragen, dass dieses Abkommen auch entsteht und dann aber auch wir haben auch Beratungsleistungen gemacht, wie dieses Abkommen eigentlich ausgearbeitet werden soll. Was macht Sinn sozusagen aus einer Umweltschutzperspektive? Weil das ist ein ganz, ganz klarer Fokus dieses Abkommens.
00:30:10: Sprecher 1 Und ich sage dazu gleich noch ein Wort. Aber was macht Sinn von der Umweltschutzperspektive? Was brauchen wir? Was brauchen wir, um die hohe See zu schützen? Und da liegt auch ein ganz, ganz enormer Mehrwert von dem BBT Abkommen, weil so wie die hohe See bis dato immer verwaltet wurde. Es ist nicht ganz richtig zu sagen, dass es immer ein rechtsfreier Raum war, weil es nämlich verschiedene fragmentierte UN Behörden gab und gibt und regionale Verwaltungsbehörden, die die hohe See verwalten, aber fragmentiert.
00:30:40: Sprecher 1 Also wir haben zum Beispiel Fischereibehörden, die das machen. Wir haben auch Seeschifffahrtssbehörden, die die Seeschifffahrt regulieren, und wir haben die Internationale Meeresboden Behörde, wie ich es ja vorhin beschrieben hatte. Das sind alles verschiedene Verwaltungsorgane, die durch die UNO etabliert wurden, die aber alle für sich ein sehr.
00:31:00: Sprecher 2 Sein Aspekt haben.
00:31:01: Sprecher 1 Genau einen Fokus haben, der der, der sich auf etwas bezieht, die internationale Meeresboden Behörde auf bergbau, die Seeschifffahrtssbehörde auf Seeschifffahrt, die Fischereibehörden auf die Fischerei und auch nicht. Nicht der ganze Raum, nicht die ganze hohe See ist quasi flächendeckend abgedeckt mit diesen verschiedenen Regime. Was jetzt aber das die angeht Agreement macht, ist sozusagen, sich in dieser Familie einzuordnen.
00:31:27: Sprecher 1 Also die, die kommen quasi von dem internationalen Seerechtsübereinkommen, also alle diese verschiedenen Bestandteile. Aber das Baby Agreement ist jetzt das erste Abkommen, was wirklich auch einfordert, dass zum Beispiel diese Siloperspektive, die die einzelnen Organe automatisch haben, weil sie einfach verschiedene Sektoren betreuen, dass die aber aufgebrochen wird und dass diese Sektoren so arbeiten müssen, dass sie sich nicht gegenseitig untergraben und hier wird es auch ganz wichtig Wir haben auch zum Beispiel den globalen Biodiversitätsrahmen oder das Übereinkommen zur biologischen Vielfalt oder auch das Übereinkommen zur Erhaltung der Wanderung der Tierarten.
00:32:08: Sprecher 1 Das heißt, diese drei Übereinkommen sind ganz, ganz zentral Übereinkommen, die auch die internationale Gemeinschaft gemacht hat, die zum Schutz von Biodiversität dienen. Jetzt hat. Interessanterweise haben diese Übereinkommen aber sehr, sehr wenig Autorität gehabt für die hohe See, was paradox ist, weil die hohe See 50 % unseres Planeten ausmacht.
00:32:26: Sprecher 2 Aber großen Einfluss auf uns hat.
00:32:28: Sprecher 1 Genau. Und Und jetzt? Jetzt? Das Bibi Agreement sorgt dafür, dass zwischen all diesen Übereinkommen und Organen eine Kommunikation quasi eingeführt wird und stattfindet, die homogen dazu führen soll, dass die Prozesse so gemacht werden, dass eben die hohe See auch geschützt wird. Das heißt, das BBBBHG Abkommen ist das erste Verwaltungsregime, was wirklich den Fokus hat. Schutz und nicht die Etablierung von einem von einem Fischereisektor oder.
00:32:57: Sprecher 2 Sonstigen neuen Wirtschaftszweig oder so was. Also kann ich mir so ein bisschen vorstellen wie so ein Netzwerker. Also der sagt so Hey, ihr müsst miteinander reden, ihr müsst dann da miteinander reden. Und jetzt bitte, kommt jetzt mal, hier ist ein Teams. Kaul bitte alle mal ran. Ja, ja, genau.
00:33:11: Sprecher 1 Also so vereinfacht ausgedrückt kann man auch sagen, das ist sozusagen das Ziel, was auch in dem Agreement drinsteht. Natürlich die genaue Umsetzung davon. Das ist jetzt zum Beispiel die Aufgabe auch der COP, der Konferenz of the Parties, die jetzt eben stattfinden wird. Ende. Wahrscheinlich die allererste Ende dieses Jahres, Ende 2026. Ja, aber das muss dann zum Beispiel von dieser Cop ausgestaltet werden.
00:33:31: Sprecher 1 Wie findet eigentlich diese Kommunikation zwischen diesen verschiedenen Organen effektiv statt? Das ist ein ganz zentrales Thema, was quasi was, was sehr wichtig ist, aber vielleicht auch, um um das Agreement ein bisschen zu veranschaulichen und einfacher zu machen. Es besteht eigentlich aus vier Bestandteilen und das eine sind es zum Beispiel, die die Einrichtung von von Schutzgebieten und der nachhaltigen Verwaltung von Lebensräumen.
00:33:59: Sprecher 1 Das ist quasi das was, was wir, was wir als Schutzgebiete und was wir ja auch voranstellen, quasi als WWF, Dass das eine Zentrale soll, das ist auch zentral, soll dann die zweite Säule sind Umweltverträglichkeitsprüfungen. Das heißt, dass die durchgeführt werden müssen und sogar auch zum allerersten Mal berücksichtigt wird. utative Einflüsse auf das Meer. Das heißt, wenn ich mir ja nur ein Fischerboot anschaue, ist natürlich der Einfluss dieses ein Fischerboot auf den gewaltigen Ozean sehr gering.
00:34:27: Sprecher 1 Und dann schaue ich mir das nächste an und da ist es auch sehr gering und das nächste. Wenn ich aber 400.000 Fischerboote zusammennehmen, dann sind die Auswirkungen davon eigentlich schon enorm. Das heißt, die Umweltverträglichkeitsprüfungen sollen in der Zukunft auch beinhalten, dass diese akkumulative Auswirkung auch mitgedacht wird.
00:34:43: Sprecher 2 Und da wird sich dann wieder jeder Sektor angeschaut.
00:34:45: Sprecher 1 Wahrscheinlich genau aber auch, aber auch sektoral. Das heißt aber auch hier es ist wieder wie wird es gemacht? Das muss die COP entscheiden, das muss bei der COP noch ausgearbeitet werden. Das ist das Agreement.
00:34:58: Sprecher 2 Ich sehe schon, in einem Jahr müssen wir uns noch mal zusammensetzen.
00:35:00: Sprecher 1 Ja, und dann noch bitte, bitte, bitte die anderen zwei Themen. Ja, und dann kannst du mich sehr gerne noch mal fragen bombardieren, die also die dritte Säule sind Major Marine Genetic Resources. Das bedeutet, jeder lebender Organismus hat ja genetische Materialien und Marine Genetic Resources bezeichnet da einfach die Idee, dass diese DNA dieser Lebewesen vielleicht von Mehrwert sein kann für die Menschheit.
00:35:30: Sprecher 1 Da geht es viel um Forschung. Wir kennen einen ein sehr prägnantes Beispiel, zum Beispiel die diese Komitees, die wir alle noch kennen aus der Grundschule.
00:35:40: Sprecher 2 Ich kenne die.
00:35:41: Sprecher 1 Ja, die, die würden nicht existieren, wenn es diese Organismen zum Beispiel nicht gäbe, weil das, weil die Bakterien, die, die quasi diesen Test ermöglichen, aus der Tiefsee stammen und und die Hoffnung ist einfach die Hoffnung besteht, dass es noch andere genetische Materialien gibt, die uns mit der Menschheit sozusagen helfen, gesünder zu sein oder Krankheiten zu heilen oder auch andere andere Vorteile, die sich irgendwie dadurch ergeben.
00:36:08: Sprecher 1 Und da schließt sich die letzte Säule und die ist auch ganz, ganz wichtig. Das ist der Kapazitätsaufbau und Technologietransfer von Industrien entwickelten Nationen zu zu developing states, das heißt das hier, dass die Verwaltung der hohen sie auch gerechter gestaltet wird, dass das Forschungsergebnisse geteilt werden, aber auch, dass das Kapazitäten aufgebaut werden, sodass Entwicklungsstaaten auch eigene Forschung betreiben können und auch die sie nachhaltig verwalten können und schützen können.
00:36:38: Sprecher 2 Wie zufrieden bist du mit dem Abkommen? Also siehst du irgendwo ganz wahnsinnig fatale Lücken oder sagst du Hey, finde ich geil? Und jetzt geht es los.
00:36:48: Sprecher 1 Das Abkommen ist so, wie es ja auch häufig in den Medien zu Recht auch tituliert wird. Es ist ein absoluter Meilenstein dafür, wie wir mit dem Ozean umgehen. Es ist ein unfassbarer, eine unfassbare Hoffnung, die damit verbunden ist. Und es geht sehr viel um die Implementierung. Das heißt, das Gesetzeswerk, so wie es jetzt ausgearbeitet wurde, hat sehr viele sehr chancenreiche Möglichkeiten drin.
00:37:17: Sprecher 1 Nur ob wir diese Chancen nutzen, ob sie, ob sie, ob sie wirksam umgesetzt werden, dass es auf keinen Fall ein Selbstläufer. Das heißt, wir brauchen jetzt eine ganz starke Implementierung, sodass diese Chancen, die dort verankert sind und ein paar habe ich ja angerissen, dass die auch wirklich so umgesetzt werden. Das heißt ja, das Übereinkommen, es ist ein unfassbarer Meilenstein.
00:37:41: Sprecher 1 Es ist einfach eine Zäsur, so wie wir mit dem Ozean umgehen. Nur wie stark greift diese Zensur? Das? Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass sie stark wirkt und greift. Nur ist es kein Selbstläufer und die Zivilgesellschaft inklusive auch dem WWF leistet dazu einfach einen sehr, sehr großen Beitrag, damit es auch gelingt, damit das Abkommen auch funktioniert.
00:38:05: Sprecher 2 Was sind denn jetzt die nächsten Schritte also? Oder was ist jetzt auch vielleicht auch schon umsetzbar aus diesem diesem Abkommen? Weil es gibt ja davon bis.
00:38:12: Sprecher 1 Genau vielleicht erst mal Ich glaube, es ist auch ganz wichtig einzuordnen, wenn wir über Schutzgebiete sprechen. Es wird nicht so sein, dass jetzt nächste Woche ein Schutzgebiet etabliert wird, so realistisch muss man sein. Was aber auch damit zusammenhängt einfach Welche Prozesse werden jetzt als nächstes aufgegleist? Wir befinden uns jetzt also im nächsten Monat findet die sogenannte dritte Plattform statt.
00:38:36: Sprecher 1 Das ist einfach. Das ist quasi die Vorbereitung dazu, wie es bei der Konferenz of the Parties, die dann am Ende diesen Jahres stattfindet, wo dann zum Ersten Mal wirklich die Staaten auch zusammenkommen und verhandeln. Okay, Wiki, wie geht es jetzt los? Das soll das vorbereiten Wir als WWF. Ich auch persönlich wird zum Beispiel zu diesen Precobs fahren und wir, wir sind dann dort, um das mitzubegleiten, um auch entsprechende Akzente zu setzen und auch zu sagen okay und Impulse zu setzen, wie wir glauben, dass es dieses Abkommen wirksam umgesetzt werden kann, dann im nächsten Schritt, wenn die Konferenz of the Parties zusammentritt, dann muss erst mal das Grundgerüst, so wie das BBC, wie die Administration funktioniert.
00:39:17: Sprecher 1 Das muss alles zusammengestellt werden und entschieden werden. Das heißt, es gibt dort zum Beispiel ein Ein Forschungs Beirat, aus wie viel Personen ist er zusammengesetzt, wann, wann tritt er zusammen oder zusammen? Also die ganze genau die alte Basis, die müssen erst mal noch erarbeitet werden. Damit wird sich die COP wahrscheinlich in der COP eins primär auch damit beschäftigen, sobald das dann etabliert ist, dann geht es dann wirklich in die Umsetzung sowie das Agreement, die die Idee eigentlich dann dran ist.
00:39:45: Sprecher 1 Man muss aber auch sagen, dass verschiedene Prozesse, obwohl das Abkommen noch nicht in Kraft ist und ob es ist jetzt, jetzt ist es in Kraft. Aber es hat ja noch keine Entscheidung stattgefunden. In dem Sinne. Es hat aber schon sehr große Auswirkungen und positive Auswirkungen auch auf andere Organe. Wir sehen es aktuell zum Beispiel bei der internationalen Meeresboden Behörde.
00:40:03: Sprecher 1 Das Regime, so wie sie sich dort vorgestellt wird, wie ein Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt wird, wenn es zur Ausbeutung kommen sollte. Das hat sich schon in den letzten Wochen Monaten sehr stark auch an diesem Übereinkommen orientiert, weil sie einfach schon sehen, okay.
00:40:21: Sprecher 2 Es wird die zukünftige Marschrichtung.
00:40:23: Sprecher 1 Und das ist auch eine Verpflichtung, die mit dem Übereinkommen zum Beispiel einhergeht, das heißt, die Umweltverträglichkeitsprüfung, der STANDARD, der bei BBT festgelegt wird, der muss auch von anderen Organisationen eingehalten werden. Das heißt, diese Internationale Meeresboden Behörde, die können Sie sich jetzt nicht einfach entscheiden, was, was das BBT Abkommen da macht, das ist mir egal. Wir machen unser eigenes, unsere eigene Umweltverträglichkeitsprüfung, sondern die müssen sich an den STANDARD halten.
00:40:46: Sprecher 1 Und das wurde jetzt bei den Verhandlungen zum Beispiel schon deutlich, die dort stattfinden, dass dort tatsächlich auch Statements gemacht wurden, passt auf, dass wir ein Abkommen, dass das wird kommen. Wir müssen unsere Standards auch erhöhen und dementsprechend anpassen. Das heißt, hier findet schon eine Auswirkung des Abkommens statt, obwohl das Abkommen zu diesem Zeitpunkt auch noch gar nicht so wirklich in Kraft gar nicht funktioniert.
00:41:11: Sprecher 2 Ja, aber großartig, dass es schon in die Richtung geht und Leute sagen Yes, wir haben jetzt hier was, lass uns das irgendwie als als als Rahmen nehmen. Reden wir trotzdem noch weiterhin über Tiefseebergbau, obwohl wir jetzt wissen, was für ein Eingriff es ist. Und gleichzeitig kommt das Abkommen. Also irgendwie steht da gerade Fragezeichen über den Knoten im Gehirn.
00:41:31: Sprecher 1 Ja, nein, das ist eine sehr, sehr. Es ist eine sehr gute Frage. Da triffst du den Nagel auf den Kopf, weil es nämlich so ist. Tiefseebergbau und die Einführung von Tiefseebergbau. Ja, wurde diskutiert, verhandelt, beschlossen in den 70er, 80er Jahren.
00:41:45: Sprecher 2 Oh, es ist schon schon paar Tage her.
00:41:48: Sprecher 1 Genau. Und soll jetzt jetzt das Jetzt haben wir seit dem gibt es verschiedene Abkommen. Ich habe vorhin schon ein paar genannt das Übereinkommen über biologische Vielfalt, der globale Biodiversitätsrahmen. Jetzt haben wir es BBT Abkommen. Alle diese Abkommen erkennen an, dass wir die planetaren Grenzen überreizen und dass wir Systeme schützen müssen. Natürliche Systeme, weil es am Ende des Tages für uns als zivilisatorischen Fortbestand essenziell ist, dass diese existieren.
00:42:20: Sprecher 1 Wir existieren auch neben dem natürlich ideologischen Wert, dass Natur schützenswert ist. Aber wir brauchen sie auch ganz konkret als Menschheit. Jetzt haben wir die für diese verschiedenen Übereinkommen und und Ziele, die gefasst wurden, auch in den GBF zielen. Jeder kennt ja 30 mal 30, dass wir 30 % zum Beispiel der Erdoberfläche und 30 % des Ozeans schützen müssen bis 2030 ja, das BBC Agreement das erlaubt.
00:42:47: Sprecher 1 Es ist ein ganz großer Hoffnungsschimmer, auch diesbezüglich. So, und jetzt? Tiefseebergbau steht dem natürlich diametral entgegen. Ja, ja, das ist. Es ist absolut. Es macht absolut keinen Sinn, dass man in einer ökologischen, also in einer ökologischen Dreifachkrise aus Klimakrise, Biodiversitätsverlust und Verschmutzung eine völlig neue Industrie einführt und die einführt in die letzte unberührte Biosphäre. Das macht absolut keinen Sinn.
00:43:16: Sprecher 1 Und deswegen sind wir auch als Umweltorganisation bei der internationalen Meeresbehörde. Wenn wir dort Statements liefern, weisen wir auch ganz exakt auf diesen Missstand hin, dass wir sagen, was auf ihr sitzt, ihr alle zusammen, Ihr verhandelt sehr schön die Regularien für den Tiefseebergbau. Aber eigentlich haben wir die Dreifachkrise, der wir hier entgegenstehen, und die Commitments, die die Staaten über die letzten 20 Jahre gemacht haben.
00:43:43: Sprecher 1 Auch das Pariser Klimaabkommen gehört dazu. All diese Commitments fokussieren sich also darauf, dass wir Biodiversität erhalten und nicht nur erhalten, sondern wieder aufbauen wollen.
00:43:54: Sprecher 2 Jetzt gebe.
00:43:55: Sprecher 1 Genau jetzt ist es dann. Keine Ahnung. Jetzt ist die Idee, jetzt müssen wir mit Tiefseebergbau starten, dass ich glaube, jedem erschließt sich, dass das keinen Sinn macht.
00:44:06: Sprecher 2 Nein, nein, wirklich nicht. Ja.
00:44:08: Sprecher 1 Genau. Und der Umstand ist sehr gut, dass du das die Frage stellt. Weil es ist auch sehr gut zu, diese Missstände quasi zu erkennen und und das ist auch, was jeder erkennen kann, wenn man sich eben mit den. Wenn man sich als Ottonormalverbraucher mit dem Ozean beschäftigt und und man. Man liest dann zum Beispiel über das BBAG Abkommen und man liest dann gleichzeitig über den Tiefseebergbau.
00:44:28: Sprecher 1 Ich glaube, das ist die Frage, die sich wahrscheinlich irgendwie jeder sofort stellt. Und das müssen aber auch Entscheidungsträger und EntscheidungsträgerInnen erkennen und dementsprechend handeln.
00:44:37: Sprecher 2 So, jetzt haben wir ganz viele zugehört und hoffentlich sind alle mindestens so begeistert, wie ich jetzt gerade bin. Was kann ich machen, wenn ich jetzt einen Podcast gehört habe und sage Ich finde das total cool, Ich möchte irgendwie mich engagieren, irgendwie was machen, was? Welche Möglichkeiten gibt es da?
00:44:51: Sprecher 1 Ja, ich ich glaube es ist und so banal ist auch klingt aber wir haben jetzt über die hohe See gesprochen. Jeder, der jeder, der bis jetzt zugehört hat, schon mal hervorragende. Ähm, aber es ist auch wirklich so, dass die hohe See. Es ist so ein bisschen, wir erfahren sie ja nicht tagtäglich, also wir vor allem jetzt in Deutschland.
00:45:12: Sprecher 1 Wir wir sind jetzt relativ, wir haben die Nordsee, wir haben die Ostsee, aber wir sind jetzt nicht mehr da. Holen Sie irgendwie intrinsisch verbunden. Was aber auf der hohen Sie passiert, betrifft uns alle. Alle sind davon betroffen. Der Ozean. Wenn der Ozean nicht gesund ist, kann die Menschheit nicht existieren. Ich glaube, so kann man es runterbrechen. Das heißt, jeder hat ein Eigeninteresse auch daran, dass der Ozean auch gesund ist und gesund bleibt.
00:45:37: Sprecher 1 Und einfach sich mit dem Thema zu beschäftigen, sich mit dem Thema Ozean zu beschäftigen, einen Podcast wie diesen zu hören, mit Freunden über dieses Thema auch zu sprechen und einfach hervorzuheben. Auch die Herausforderung, mit der der Ozean verbunden ist, was aktuell einfach so passiert, sich damit einfach zu beschäftigen und uns zu sogenannten. Wir sprechen immer gerne in unserem Multiplikatoren.
00:45:59: Sprecher 1 Ich ist das man halt einfach dass man wirklich auch diese Message weiterträgt, dass man sich damit beschäftigt und wirklich auseinandersetzt. Weil es ist auf der einen Seite super, super spannend, was dort passiert, auf der anderen Seite weiß man eigentlich verheerend wenig darüber. Also wenn wir jetzt auch über die Internationale Meeresboden Behörde, wir sprechen jetzt über die Einführung von Tiefseebergbau, dann sprechen diese.
00:46:21: Sprecher 1 Diese Behörde verwaltet fast 50 % der Erdoberfläche und kein Mensch kennt sie ja.
00:46:28: Sprecher 2 Also ganz ehrlich finde ich das ja Wahnsinn.
00:46:31: Sprecher 1 Und das ist, das ist und das ist schon verrückt. Also das ist einfach, das ist schon verrückt. Aber vielleicht. Ja und und Also genau das ist etwas, was quasi wirklich jeder machen kann. Was ja auch in der in. Was sich jeder auch wirklich leisten kann, sozusagen, um einfach sich damit zu beschäftigen. Ich geh jetzt so ein bisschen von diesem Thema weg.
00:46:50: Sprecher 1 Nun noch mal eine Frage. Ich glaube, weil die für dich wahrscheinlich interessant ist und für jeden Zuhörer und Zuhörerinnen. Mich würde deine Einschätzung interessieren. Also ist das Frage an dich.
00:47:00: Sprecher 2 Oh Gott, das ist ja jetzt verändert. Jetzt bin ich.
00:47:05: Sprecher 1 Was also so eine? Keine Ahnung. Wenn wir jetzt aus dem Fenster gucken und wir sehen jetzt dort eine Eiche stehen, die ist jetzt 150 Jahre alt. Ja. Was glaubst du, wie alt der älteste lebende Organismus, den wir bis heute kennen?
00:47:20: Sprecher 2 Oh Gottes, jetzt! Jetzt werde ich aber hier. Jetzt fühle ich mich wohl. Günther Jauch auf dem Stuhl. Äh. Die Schweißperlen laufen.
00:47:27: Sprecher 1 Äh, Was?
00:47:29: Sprecher 2 Lebende Organismen und anKnollen sind ja nicht lebend, oder? Nein, sie wachsen ja.
00:47:33: Sprecher 1 An.
00:47:33: Sprecher 2 Sich.
00:47:34: Sprecher 1 Und das kann ja jeder zu Hause quasi auch mitmachen. Aber was ist, was ist quasi?
00:47:40: Sprecher 1 Was? Was? Was glaubst du? Das höchste Alter sozusagen. Was?
00:47:43: Sprecher 2 Na ja, wir fallen jetzt gerade spontan, also in dieser Paniksituation. Nicht jetzt gerade. Haben oder? hai mit seinen 500 Jahren oder so was. Aber wahrscheinlich gibt es irgendwelche kleinen Tierchen, die viel, viel, viel älter sind.
00:47:56: Sprecher 1 Ja, also das mich.
00:47:57: Sprecher 2 Jetzt bitte mal aus dieser Situation.
00:47:59: Sprecher 1 Genau. Ich rette dich, ich werde dich schmeiße Rettungsring zu. Aber der größere Grönland ist ein gutes Beispiel ist tatsächlich, ich glaube 400 Jahre alt. Kann, kann, kann dann werden, wenn ich es richtig im Kopf habe. Ich weiß auch nicht mehr ganz genau. Tatsächlich aber es 11.000 Jahre 11.000 Jahre ist. Also es ist ein Schwamm.
00:48:18: Sprecher 2 Es ist ein Schwamm.
00:48:19: Sprecher 1 Es ist aber nur.
00:48:20: Sprecher 2 So was habe ich mir schon gedacht.
00:48:20: Sprecher 1 Genau, es ist ein Schwamm. Der, der in der Tiefsee entdeckt wurde. Der 11.000 Jahre alt ist. Es gibt auch Korallen in der Tiefsee, die 4000 Jahre alt werden. Und das heißt, wenn man sich jetzt vorstellt, man zerstört die morgen, die kommen nicht so einfach wieder.
00:48:35: Sprecher 2 Ich muss eher daran denken, Da merkt man wieder, aus welchem Background ich habe. Ich würde mich gern mit den unterhalten. Ich weiß, dass das nicht möglich ist, aber man muss sich mal vorstellen, du könntest dich mit jemanden unterhalten, der 4000 Jahre auf diesem Planeten miterlebt hat, selbst vom Meeresgrund auf. Und trotzdem, wie sich das alles verändert hat, wie sich die Geräusche verändert haben, wie sich das Meer verändert hat oder 11.000 Jahre.
00:48:58: Sprecher 2 Also das.
00:48:59: Sprecher 1 Ja.
00:48:59: Sprecher 2 Also mir reicht auch der Grönlandhai mit seinen 400 Jahren, den würde ich auch mal gerne runde quatschen.
00:49:03: Sprecher 1 Aber ich ich ich weil ich kann da ich kann dir es nur drauf, weil ich mir so denke. Es sind Informationen wie die also Facts wie die, die halt irgendwie, die kommen so um die Ecke und dann frage ich so krass also man weiß es ja nicht Und wir, wir lernen diesen Lebensraum ja auch erst kennen. Es gibt die These, dass die Manganknollen, das vor anderthalb Jahren, wo das jetzt entdeckt und veröffentlicht, das sieht man gar nicht, sondern zum Beispiel Sauerstoff produzieren.
00:49:27: Sprecher 1 Das würde unser Verständnis des Universums eigentlich ändern, weil wir davon ausgehen, dass wir der Sauerstoff von lebenden Organismen produziert wird, von Bäumen maßgeblich und auch von von, von von anderen Organismen im Ozean. Aber Manganknollen, was einfach ein nicht lebender.
00:49:43: Sprecher 2 Umso wichtiger, dass sie nicht abgebaut werden. Ja.
00:49:46: Sprecher 1 Genau. Ja und und und Darüber. Es besteht noch keine Einigkeit darüber. Produzieren Sie Sauerstoff, produzieren sie nicht. Wir haben jetzt irgendwie erste Hinweise. Der Abbau soll aber schon stattfinden. Das heißt aber auch hier, also wo wir als NGOs sagen okay, aber bitte wartet doch wenigstens, bis wir irgendwie die Erkenntnis haben, was diese Ökosysteme leisten, wie die funktionieren, bevor wir die abbauen.
00:50:08: Sprecher 1 Aber stattdessen ist.
00:50:10: Sprecher 2 Es, sägen wir schon an dem Ast, auf dem sie sitzen, wie man so schön sagt. Martin. Vielen, vielen, vielen lieben Dank für die Funfact. Zum Schluss bitte alle merken fürs nächste Pack Kurs Abend. Wenn ihr noch Fragen habt Anmerkung Team Wunsch, dann schreibt uns doch mal gerne eine Email an Podcast wwf.de. Die leite ich auch gerne an Martin dann weiter und wir beantworten sie ansonsten fünf Sterne bei Apple Podcast Spotify dürft ihr auch sehr gerne like und abonnieren Kommentar hinterlassen und ich danke dir und allen anderen einen schönen Abend AG morgen.
00:50:48: Sprecher 2 Ich weiß wie man in den Podcast hört. Bis dann.
00:50:50: Sprecher 1 Ja, bis dann. Schau.