Living Planet – Der WWF Podcast

Living Planet – Der WWF Podcast

Ein Podcast des WWF Deutschland zu Arten- und Naturschutz im 21. Jahrhundert.

Transkript

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00:00:00: Sprecher 1 Immer das Wichtigste, dass man den Lebensraum sichert. Auch dort, an den Rändern generell den Park dabei zu unterstützen, ein sicheres Umfeld zu geben, weil bevor nicht diese Population gesichert ist, braucht man sie nicht aufbauen. Das führt dann eben nur dazu, dass wir wieder zu viel mehr Wilderei kommen und die Tiere wieder verlieren.

00:00:19: Sprecher 2 Die Sonne ging gerade auf, mein Kaffee kickte noch nicht so richtig und unter meinem Poncho versuchte ich mich irgendwie warm zu halten. Als unsere Rangerin plötzlich haltmachte und unseren Blick mit einer Handbewegung nach links führte. Sie waren so nah, dass ich einen Moment brauchte, um zu verstehen, was vor mir stand. Ein Nashorn. Und eigentlich nicht eins, sondern gleich sechs trotteten ähnlich verschlafen wie ich noch 30 Sekunden früher an uns vorbei.

00:00:48: Sprecher 2 Was für eine Präsenz Und was für eine Anmut! Nach der Bewunderung Aber mein erster Gedanke. Und die will jemand töten? Unfassbar. Das ist Living Planet, der WWF Podcast. Ich bin Aydin Wegner, Redakteurin beim WWF. Und das eben war meine Begegnung mit einer Nashornherde in Südafrika. Heute zu Gast ist meine Kollegin Leonie Ernst, Projektmanager Eastern in Southern Africa. Hallo Leonie.

00:01:12: Sprecher 2 Moin Leonie, nehmens doch mal mit. Wann hattest du deine erste Begegnung mit einem Nashorn? Und wie war das für dich?

00:01:19: Sprecher 1 Ich glaube, vielleicht nicht meine erste, aber meine erste eindrucksvolle Begegnung hatte ich relativ knapp nach dem Abitur. Da habe ich vier Wochen auf einem Naturschutzreservat ein Praktikum gemacht und die hatten ein Nashorn Aufzuchtsprogramm und das hat für uns bedeutet, dass wir auf der Forschungsstation gewohnt haben und relativ häufig zu Fuß zur Meine Lodge laufen mussten. Und auf dem Reservat waren zu dem Zeitpunkt glaub 10 bis 15 Nashörner, die dort gelebt haben.

00:01:47: Sprecher 1 Und das ist jeden Tag immer. Wir müssen gucken, dass wir zu Fuß nicht begegnen. Und zum Glück war das erste Mal dann aber doch im Auto, dass wir sie da gesehen haben und das ist mir sehr eindrücklich geblieben, weil das natürlich meine Mitbewohner waren zu dem Zeitpunkt. Und der Gedanke hat mich dann die nächsten vier Wochen begleitet und zwar im Positiven, aber natürlich auch im Aufgeregten, weil wir natürlich auch gucken möchten.

00:02:10: Sprecher 1 Das sind eindrucksvolle Tiere, aber zu Fuß bin ich da doch immer etwas vorsichtig begegnet.

00:02:15: Sprecher 2 Ja, das ist eine absolut es eben genau dieses zwischen ich möchte Sie gerne sehen. Ich möchte nahekommen in Anführungszeichen, aber gleichzeitig eigentlich möchte ich gerade nicht sich begegnen, wenn ich morgens wieder hin la watschelgenau.

00:02:27: Sprecher 1 Also es sind ja grundsätzlich super friedliche Tiere, aber trotzdem muss man sich natürlich bewusst machen, man geht auf ihrem Gebiet da in dem Fall gerade spazieren, wie das bei allen anderen Lebewesen und auch uns Menschen ist. Wenn man ungut überrascht wird, dann reagiert man ja nicht immer direkt positiv. Und da war in unserem Kopf immer der Blick zum nächsten Baum, weil grundsätzlich ist das dann deine beste Chance, in der ersten Sekunde auf den nächsten Baum zu klettern.

00:02:55: Sprecher 1 Deswegen war das einfach ein sehr begleitendes erstes Erlebnis mit diesen wunderbaren Tieren. Ja, ja, das.

00:03:02: Sprecher 2 Prägt auf jeden Fall. Was fasziniert dich denn so am meisten an Nashörner? Was findest du so bewundernswert?

00:03:08: Sprecher 1 Ich finde die Tiere so beeindruckend, weil sie eben so friedliche Tiere sind. Du hast das ja eben auch schon gesagt. Man kann sich eigentlich gar nicht vorstellen, warum was denen passieren sollte, weil die tun niemandem wirklich was. Und dann diese Ruhe und gleichzeitig aber auch manchmal dieses aufgeweckte, lebendige Art beeindruckt mich immer sehr und ist für mich sehr eindrücklich für die Welt, in der sie leben und die Welt, die wir deswegen auch irgendwie mit beschützen wollen.

00:03:36: Sprecher 2 Wir beide reden ja gerade von Nashörner, aber es gibt ja nicht das Nashorn. Es gibt unterschiedliche Arten. Klär uns doch gerne mal auf.

00:03:43: Sprecher 1 Genau. Nashörner gibt es eben schon sehr, sehr lange und es leben aber nur noch fünf Arten. Das war nicht immer so, aber heutzutage gibt es noch fünf Arten. Drei davon leben in Asien und zwei gibt es in Afrika und für die bin ich sozusagen mit zuständig.

00:04:00: Sprecher 2 Die beiden Arten, in Afrika. Welche? Welche sind das? Wie unterscheidet man die?

00:04:04: Sprecher 1 Das sind Spitzmaus, Nashörner und Breitmaul Nashörner. Auf den ersten Blick würde ich sagen, sind die vielleicht sogar noch ganz ähnlich aus, Aber sie sind tatsächlich sehr, sehr unterschiedlich farblich gleich und beide haben sie zwei Hörner. Das ist auch nicht bei allen Arten so, okay, Aber sie sind eben doch ganz unterschiedliche Tiere, nicht nur im Aussehen auf den zweiten Blick dann, sondern auch im Sozialverhalten und also eigentlich vom Sozialverhalten bis zur Ernährung sehr unterschiedlich.

00:04:31: Sprecher 2 Dann nimm uns mit in die Unterschiede, die will ich natürlich wissen.

00:04:34: Sprecher 1 Ja, ich fange mal beim Breitmaulnashorn an in meinem Kopf gibt es da Malus. Breitmaulnausländer sind grundsätzlich etwas größer und deutlich schwerer, leben eher in Gruppen zusammen. Also die männlichen Tiere sind schon auch Einzelgänger, aber die weiblichen Tiere findet man in Gruppen. Deswegen. Als du vorhin erzählt hast, gehe ich davon aus, dass du mal damals einer ashorn Herde begegnet.

00:04:57: Sprecher 2 Das kann gut sein. In dem Moment habe ich nicht drauf geachtet. War ich echt so eingefroren? Phase Uff. Geil. Ja.

00:05:05: Sprecher 1 Genau. Nein. Aber ich vermute, es wird so sein, weil sechs Tiere sind eigentlich normal. Breitmaul, Nashörner und auch eher weibliche Tiere, die da zusammen sind mit Jungtieren potenziell und sind deswegen als Breitmaulnashorn in Deutsch bekannt, weil sie eben ein recht breites Maul haben, relativ einfach zu verstehen und ernähren sich eigentlich hauptsächlich von Gras und beißen da sehr, sehr nahe am Boden eigentlich das Gras ab.

00:05:30: Sprecher 1 Und dann gibt es eben noch Spitzmäuse, Nashörner, die sind etwas kleiner. Ich meine, wir sprechen immer noch von zwei Tonnen aufwärts, also sind jetzt auch keine kleinen.

00:05:40: Sprecher 2 Kleinen in Anführungszeichen.

00:05:41: Sprecher 1 Auch und ernähren sich eben nicht von Gras, sondern haben so ein spitzes Maul, damit sie eigentlich besser kleine Äste ab essen können. Blätter und eher am Busch Ebene sich ernähren können. Das sind nun mal die größten Unterschiede. Die Hörner sind bei Breitmaulnashorn dann auch etwas größer und ein bisschen spitzer und bei Spitz mal nach, sondern dann wieder andersrum etwas kleiner.

00:06:02: Sprecher 2 Ja, ich, ich ich ruf grad selber die Bilder wieder hoch. Und jetzt gerade sehe ich so Ah ja, stimmt, das habe ich mal gesehen und das habe ich mich gefragt. Und es gibt zwei Spitzmaul Nashörner, Um Gottes Willen, das wird heute, glaube ich, so ein bisschen das Bingospiel, das auszusprechen. Die sind mehr Einzelgänger, oder wie kann ich mir das vorstellen?

00:06:20: Sprecher 1 Genau, die sind eigentlich immer einzeln unterwegs. Also wenn man die zu zweit findet, dann ist es eigentlich meistens, weil es Muttertiere sind mit ihren mit ihren Jungtieren noch oder eben vielleicht zu Paarungszeit. Aber tendenziell sind die eigentlich immer alleine unterwegs.

00:06:34: Sprecher 2 Okay, und sie aber sind komplett vegetarisch unterwegs, auch wenn die einen Gräser fressen und die andere mehr im Buschbereich.

00:06:39: Sprecher 1 Genau, sie sind sogar. Eigentlich würde ich von Veganern sprechen, in diesem Fall.

00:06:43: Sprecher 2 Ja, stimmt ja, weiß ich nicht. Käse wächst ja nicht auf Essen, soweit ich weiß. Das Recht ist Veganer. Dann nimm es doch mal mit. Was gerade schon so ein bisschen angedeutet und ich kanns mir schon denken, aber wir möchten es ganz gerne hören und wissen. Ihre Rolle im Ökosystem von den Nashörnern, wie ist die genau?

00:07:05: Sprecher 1 Nashörner sind fürs Ökosystem deswegen genau eigentlich ganz wichtig, weil beide ja, wie ich eben schon meinte, sehr spezifisch sich ernähren. Und das wird bei Breitmaul Nashörner es für mich auch nicht einfach. Mit den sehr langen Deutschen haben dazu, dass sie eben besonders niedrig Gras abfressen. Das ist bei vielen Antilopenarten zum Beispiel oder anderen Vegetarier veganen nicht so und das führt dazu, dass sie eben das Ökosystem so ein bisschen mit pflegen.

00:07:32: Sprecher 1 Man sagt ja auch Ökosystem Ingenieurs sehr deutsches Wort ist, aber sie modellieren eben mit, wie sich Ökosystem verhalten. Das mit dem kurzen Gras ist zum Beispiel super, weil Feuer dort nicht sich ausbreiten kann in vielen Fällen und für eher kleinere Tiere dann Rückzugsorte bildet. Beim Spitz mal Nashorn. Wie gesagt, die essen ja Busch und da auch häufig Buscharten oder eher Hölzer.

00:07:57: Sprecher 1 Andere Arten die vielen Tieren nicht essen und führen dazu natürlich, dass da auch sich diese Schatten nicht so sehr ausbreiten können und können, so natürlich regulieren, wie viel Busch sich ausbreitet und wie viel Grasfläche bleibt. Sie sind also super wichtig, um die Flächen so ein bisschen frei zu machen und dafür andere Arten dann eben Lücken im Ökosystem zu schaffen?

00:08:19: Sprecher 2 Okay, wir haben jetzt gerade ganz viel darüber, das wie toll Nashörner sind, wie wichtig sie sind und wie beeindruckend auch unsere Begegnung mit den Nashörnern waren. Aber die Nashörner? Geht es da nicht jetzt nicht so gut. Ansonsten wären sie wahrscheinlich auch kein WWF Thema. Sie gelten als stark bedroht. Wie ist es dazu gekommen?

00:08:40: Sprecher 1 Das ist tatsächlich so! Schöner wäre es natürlich, wenn es uns gar nicht bräuchte. Das größte Problem, was tatsächlich historisch und auch jetzt besteht dass Wilderei nicht immer aus den gleichen Gründen. Im 20. Jahrhundert war es wahrscheinlich vermehrt einfach die Großwildjagd und die Trophäenjagd. Das hat sich verschoben. Aber ist nicht besser geworden. Heute ist es immer noch die Jagd, größtenteils illegal, die die Bestände halt sehr bedroht und eben zum Teil sogar so weit dezimiert hat, dass man quasi von Aussterben sprechen konnte.

00:09:10: Sprecher 1 Gerade mit Breitmaulnashorn. Dann gab es Anfang des 20. Jahrhunderts nur noch unter um die 100 Mann. Es kann sich nicht genau sicher sein, aber knapp unter 100 knapp über 100. Ja, damals ging es den Spitzmaul Nashörner noch einigermaßen gut. Die allerdings wurden dann im Zoo 1980 Achtzigern bis auf auch weniger Individuen runter gejagt. Da sind 96 % der Population verloren gegangen.

00:09:34: Sprecher 1 Also es ist.

00:09:35: Sprecher 2 36 %.

00:09:37: Sprecher 1 In zwei Jahrzehnten.

00:09:38: Sprecher 2 Wahnsinn.

00:09:39: Sprecher 1 Also da ist wirklich von einer einigermaßen gut stehenden Population so viel gejagt worden damals, um eben dieses Horn zu halten, weil das ist ja eigentlich das große Problem oder der Anreiz, überhaupt dieses Tier zu jagen, weil wie wir vorhin schon gesagt haben, die tun eigentlich niemandem was, also niemandem und gar nichts. Ist das Horn von Nashorn auch heute noch ist genau das das Problem.

00:10:01: Sprecher 1 In bestimmten Ländern wird das als Wundermittel der Medizin noch gehandhabt und hat deswegen Riesenwert. Diese Jagd ist das, was die Tiere so bedroht. Es kommen natürlich noch andere Probleme hinzu, die der Klimawandel, die Dürre geht auch an solchen Tieren nicht vorbei. Aber das größte Problem ist eigentlich die Jagd nach diesem Horn.

00:10:21: Sprecher 2 Nach diesem Horn. Und das Horn besteht. Wir müssen, weil dieses Mythos irgendwie so ein bisschen versuchen, Wald aus der Welt zu schaffen, aus Keratin.

00:10:29: Sprecher 1 Genau richtig. Also, Keratin, das kennen wir von unseren Haaren, von unseren Nägeln. Und es gibt wissenschaftlich überhaupt gar keinen Beleg dafür, dass es irgendetwas Medizinisches bewirken kann. Also man sagt dann natürlich so ein bisschen salopp immer kann man auch seine Fingernägel abknabbern, Machen wir viele, aber.

00:10:48: Sprecher 2 Haare knabbern machen auch einige.

00:10:50: Sprecher 1 Ja, also es gibt keinen wissenschaftlichen Grund dafür, Horn zu konsumieren. Also das bringt gar nichts, soweit wir das wissen. Aber das ist einfach etwas, was sich nicht richtig abschütteln lässt bisher und was dazu führt, dass die Nachfrage riesig ist. Es ist ein Stück weit natürlich auch, wie viele Dinge, die sehr teuer sind, dann auch ein Statussymbol, das besitzen zu können.

00:11:11: Sprecher 1 Aber genau, es bringt nichts. Es ist Keratin da, das hat keinerlei Mehrwert. Das Konsumieren.

00:11:18: Sprecher 2 Na ja, weißt du denn, wie das konsumiert wird? Also ich denke mal in Pulver verarbeitet, weil so am Horn rumknabbern ist wahrscheinlich auch nicht so geil.

00:11:25: Sprecher 1 Ich denke nicht. Nein. Häufig wird das als Pulver verabreicht. Es ist natürlich sehr schwer nachzuvollziehen, weil diese ganze Lieferkette, sag ich mal, ist natürlich illegal. Also man redet ja auch immer viel darüber, was so ein Horn kostet. Dadurch, dass das alles nur auf dem Schwarzmarkt passiert, von dem der Beschaffung bis zur Weiterbis zum Transport und dann am Ende natürlich auch beim Konsumenten ist es schwer mitzukriegen.

00:11:51: Sprecher 1 Aber ja, hauptsächlich wird es als Horn, als Pulver.

00:11:54: Sprecher 2 Pulver konsumiert. Finden wir nicht gut. Es ist natürlich auch also wirklich jeder, der sich mal so ein Nashorn anschaut, in welchem Kontext auch immer, muss natürlich glaube ich auch ganz schnell mit dem Kopf schütteln, dass man so ein großes Tier wegen so einem kleinen Stück auch tötet. Was kann man dagegen machen, dass eben genau die Nashörner nicht für so ein kleines Stück von ihrem Körper getötet werden?

00:12:20: Sprecher 1 Das ist ein bisschen eine zweigeteilte Antwort, weil die Lösung auf zwei Kontinenten quasi liegt. Das eine ist natürlich das, was wir in meinem Bereich machen und da arbeiten Afrika, grob gesagt zum Schutz der Tiere. Und der zweite Teil liegt bei den Kollegen in Asien, weil dort die Nachfrage am höchsten ist oder eigentlich ausschließlich aus diesem, von diesem Kontinent kommt.

00:12:41: Sprecher 1 Da wird dann viel zur Nachfrageverringerung gearbeitet und was bei uns auf unserem und.

00:12:45: Sprecher 2 Aufklärung wahrscheinlich auch genau. Also einfach zu sagen ja, dann knabbert eure Fingernägel ab.

00:12:52: Sprecher 1 Ich weiß nicht, ob wir das. Ja, aber es ist genau die Aufklärung dahin, dass es eben eigentlich nichts bringt. Die Fahndung auch danach, wo diese illegalen Produkte hinkommen, das passiert woanders. Bei uns geht es tatsächlich viel um die Schutzarbeit. Da kann man vieles machen, Aber es ist immer ein sehr großes Paket und es ist auch sehr aufwendig, Ein großes Vorhaben ist dabei erst mal der Schutz und die Arbeit mit Rangerin zum Schutz der Tiere.

00:13:18: Sprecher 1 Die hat sich sehr intensiviert. Über die letzten Jahrzehnte, fast schon Jahrhunderte inzwischen. Dass es da wirklich früher natürlich um ganz normale ich mal Schutzmaßnahmen geht zu parken bis hin zu täglicher nächtlicher Überwachung der Tiere, dass da immer jemand ist. Genauso ist es aber auch die Arbeit mit Behörden. Viel auch da, dass die Lieferkette überschätzt wird. Und es gibt inzwischen auch Gebiete und oder Parks, wo es so weit geht, dass man den Nashorn dann eben die Hörner entfernt.

00:13:45: Sprecher 1 Das ist nicht die schönste Maßnahme und sehr aufwendig. Aber es ist in vielen Gebieten inzwischen auch ein Teil des Maßnahmenpakets, was getroffen wird.

00:13:55: Sprecher 2 Auf vielen Sachen möchte ich auch noch gleich drauf eingehen. Bleiben wir kurz bei dem Entfernen der Hörner. Wie kann ich mir das genau vorstellen? Also wahrscheinlich wird das Tier betäubt, dann geht man hin, abgeschliffen oder bis das. Ist es genau das oder ist es irgendwie anders?

00:14:09: Sprecher 1 Ähm, ja. Also das klingt jetzt leider alles sehr brutal, weil es einfach ein wahnsinnig aufwendiger Prozess ist. Ich durfte da auch schon mal dabei sein. Das ist schon ein sehr besonderes Erlebnis. Und auch hier vielleicht einfach um auch mal ein Fun Fact mit einzubringen in dieses doch sehr schwierige Thema. Es ist gar nicht unbedingt gleich zwischen Breitmaulnashorn und Spitzmaulnas, sondern weil die in ihrem Verhalten wieder so unterschiedlich ist.

00:14:34: Sprecher 1 Ja, ich war tatsächlich dabei, als einem Spitz mal Nashorn das Horn abgenommen wurde. Einzelgänger genau bei den Einzelgängern und beide auch etwas Forscherin Art, würde ich sagen. Breitmaul Nashörner sind so ein bisschen träge, gemütliche Tiere und bis mal nach so einer sind etwas mehr auf Zack. Dementsprechend unterscheidet sich das auch ein bisschen, wie man mit dem die Horning sagen Bedarf erst immer vorgeht.

00:14:58: Sprecher 1 Da wird das Tier erst mal betäubt. Das muss häufig aus dem Helikopter passieren, einfach weil die Tiere zu finden ist. Schon schwierig. Also in der Begleitung, die ich gemacht habe, ist schon drei Tage vorher sind die Ranger los und das erst mal zu Fuß zu suchen, damit man per Funkspruch überhaupt sagen kann, wo das Tier ist. Dann wird aus dem Helikopter betäubt, weil nämlich gerade so Spitzmaul Nashörner dann erst mal gut.

00:15:20: Sprecher 1 Ich würde nicht besser reagieren, aber recht entnervt reagieren und mal losrennen. Und da ist gerade der Helikopter dann wichtig, weil in so Buschlandschaften sonst das Tier zu finden ist. Deutlich schwierig irgendwann, und das dauert immer zwischen fünf zehn Minuten, bis die Betäubung halt genau irgendwo liegt sich das Tier dann eben hin und dann wird tatsächlich meistens mit einer Motorsäge das Horn abgeschnitten.

00:15:44: Sprecher 1 Deswegen meinte ich das ist. Das klingt sehr heftig, aber das tut dem Tier jetzt erst mal nichts. Also die Betäubung ist nicht ohne. Das ist kein Prozess, den man einfach mal leichtfertig angeht. Aber das reine Abschneiden des Horns ist wie mit Fingernägel schneiden, da ist kein lebendes Material drin. Es gibt ja auch das ist anders als bei Gazellen zum Beispiel wo, wo Durchblutung noch ist.

00:16:05: Sprecher 1 In einigen Tieren ja, genau wie bei Nashorn. Horn ist das Blut. Das kann man abschneiden, das sie natürlich dann aber mit einer Motorsäge schon auch was aus. Ja, dabei wird natürlich auch doll drauf geachtet. Es kriegt erst mal eine Augenbinde um das Tier und die sind zum Glück dann auch einigermaßen aus raus. Erst mal ja und wenn das erledigt ist, werden die Tiere meistens, wenn nicht bereits passiert mit einem Sender noch ausgestattet.

00:16:30: Sprecher 1 Einfach weil die Datenlage super wichtig ist für den Schutz und dann wird das Tier aufgeweckt. Auch hier ein bisschen unterschiedlich bei Breitmaulnashorn. Dann wenn die aufwachen, sind die eigentlich recht entspannt drauf. Also so wie man eben aus einer Narkose ein bisschen bei uns auch rauskommt. Spürt mal nach so einer Wachen gerne auf und haben erst mal Krawalllaune. Auch völlig nachvollziehbar.

00:16:53: Sprecher 1 Wir haben dann damals einen der Rinder zurückgelassen. Im nächsten Baum. Der hat dann da gewartet, bis das Tier sich erholt hat, aufgestanden ist und uns dann angefunkt, weil man natürlich gucken muss, dass es dir gut geht, dass es wieder losläuft.

00:17:04: Sprecher 2 Es also der ist nicht geflucht, der geflüchtet, sondern der hat einfach gewartet. Und genau das haben wir zurückgelassen. In meinem Kopfkino war schon wieder Action angesagt. Okay.

00:17:12: Sprecher 1 Ja, ich stell mir das dann gut. Es wird wahrscheinlich ein bisschen langweilig sein, wenn du da in so einem Baum hockst. Aber ich stell mir das schon auch actionreich vor, weil der Rest von uns hat sich natürlich ins Auto gesetzt und sich wieder verabschiedet und der hat da ausgeharrt und natürlich sichergestellt, dass es dem Tier gut geht. Der ganze Prozess, man macht das möglichst schnell.

00:17:29: Sprecher 1 Man möchte natürlich nicht, dass das Tier da länger liegt, als es liegen muss, Aber es sind mit viel Aufwand verbunden. Deswegen ist es wirklich nichts, was man leichtfertig einfach so anfängt.

00:17:40: Sprecher 2 Hat das Tier irgendwelche Nachteile? Weil an sich ist ja jedes Tier so geschaffen wie es ist, um am besten durch die Natur zu kommen. Punkt. Ähm, hat es dadurch, dass wir ihm ja quasi ein Feature seines Körpers entfernen, irgendwelche Nachteile oder kommt er trotzdem gut durch?

00:17:59: Sprecher 1 Das ist schwer zu beantwortende Frage. Es gibt dann natürlich Forschung zu. Auch mit so was macht man nicht einfach mal auf PI mal Daumen, weil es wurden ja wirklich inzwischen sehr sehr viele Tiere, die das Horn so abgenommen. Es gibt Forschungsergebnisse, die darauf hindeuten, dass es ihn nicht schadet. Es gibt andere, die sagen, dass es natürlich schon leicht ist, wenn man das Sozialverhalten macht.

00:18:19: Sprecher 1 Aber im Großen und Ganzen weist darauf hin, dass es doch die beste Möglichkeit ist, weil so hart das klingt, Aber ein Nashorn ohne Horn, dem geht es immer noch besser als ein totes Nashorn. Aber das wird auch nach wie vor weiter notiert und geguckt, weil das Horn theoretisch natürlich, wie du sagst, eine Funktion hat zu Verteidigung, aber auch um das Sozialverhalten irgendwie mit ausleben zu können und den Boden bisschen rum zu den auflockern zu können.

00:18:47: Sprecher 1 Also es hat eine Funktion, die wird ihm natürlich dadurch genommen, aber es scheint, dass die Tiere damit trotzdem gut leben können.

00:18:54: Sprecher 2 Wie hat sich die Situation denn dadurch geändert? Hat es sich verbessert?

00:18:58: Sprecher 1 Das kommt natürlich immer sehr auf den eher auf den Ort drauf an, ich meine, man muss schon sagen, die größten Wilderei Science in Südafrika spezifisch. Und da gibt es schon Parks, in denen der es einen großen Rückgang davon gab, dass Tiere gewildert worden sind, nachdem das Horn abgenommen worden sind. Man muss aber auch sagen auch daran passen sich Wilderer häufig an, auch weil das Stück Horn was abgenommen wird, ist nicht das vollständige Horn.

00:19:23: Sprecher 1 Das will man natürlich auch nicht, weil das würde sehr eingreifen und das würde das Tier dann doch verletzen. Und es gibt natürlich schon noch so ein Horn Ansatz. Grundsätzlich muss man aber sagen, es hat schon gezeigt, dass es hilft und dass die Wilderei dadurch zurückgegangen ist. In den Orten, in denen das passiert ist.

00:19:37: Sprecher 2 Tatsächlich haben wir darüber auch einen Artikel auf der WWF. Das werde ich euch auch noch mal gerne verlinken. Da ist es nämlich in einem Park, den ich leider nicht aussprechen kann, ist die Wilderei um 70 % zurückgegangen, nachdem dort die Tiere entfernt worden sind. Und das zeigt ja, dass es sehr effektiv ist. Ich verlinke euch das, dann könnt ihr genau nachlesen, wie dieser Park auch heißt und wo der ist.

00:19:59: Sprecher 2 Für mich sind das einfach zu viele Vokale hintereinander um.

00:20:01: Sprecher 1 Das genau aus kann dich da sonst unterstützen, wenn du möchtest, dass. Es geht wahrscheinlich um Pelosi. Ich habe dort tatsächlich auch gelebt, was mir sehr viel einfacher macht, diesen Namen auszusprechen.

00:20:12: Sprecher 2 Aber das Spiel sind auch ganz anders aus, als er geschrieben wird.

00:20:15: Sprecher 1 Und ich spreche tatsächlich auch nicht richtig aus, okay, sondern so, wie wir ihn aussprechen würden. Ja, das ist theoretisch alles in Zulu, was ich nicht beherrsche, Aber im Großen und Ganzen sollte man verstehen, jeder deutschsprachige zumindest und auch englischsprachige, dass es um diesen Paket.

00:20:31: Sprecher 2 Okay, bitte noch einmal wie heißt er?

00:20:33: Sprecher 1 Lyosi?

00:20:35: Sprecher 2 Ich verlinke euch das Trotzdem könnte es noch mal sehen. Wie es genau geschrieben ist. Ist auf jeden Fall noch mal ganz beeindruckende Zahlen. Dann würde ich ganz gerne noch mal auf die anderen Präventionsmaßnahmen zu sprechen kommen. Vor allem die Rangerarbeit. Wie kann ich mir das genau vorstellen? Fahren die einfach den ganzen Tag Patrouille durch den Park um den Park herum, wie sie die Arbeiter aus?

00:20:55: Sprecher 1 Auch das ist total abhängig vom Naturschutzgebiet. Zwischen nationalen Gebieten unterscheidet sich das natürlich auch mit vielen privaten Naturschutzgebieten, in denen es auch Ranger nur natürlich gibt. Und auch Nashörner. Je nach Bedrohungsgrad sage ich mal, je nachdem, wie der Park aufgestellt wird, kann es sein, dass da Ranger zum Teil Tag und Nacht bei den Tieren stationiert sind. Aber normalerweise oder in vielen Fällen wird da, genau wie du sagst, eben regelmäßig patrouilliert.

00:21:20: Sprecher 1 Es wird geguckt. Man muss auch wirklich noch mal betonen, die Nachfrage nach den Hörnern und der Preis, der da theoretisch erzielt werden kann, ist so groß, dass auch die Rinder sich dort wirklich in Gefahr begeben, diese Tiere zu schützen. Also es ist wirklich eine große, große Aufgabe, die die dort leisten und deswegen ist es auch wichtig, dass sie dafür das nötige Equipment haben, ausgerüstet sind, auch mental ausgestattet sind, diese Leistung zu erbringen.

00:21:46: Sprecher 1 Ich meine, wir sitzen hier in Deutschland und finanzieren da den Schutz zum Teil und sind da aktiv involviert, aber nicht so aktiv wie jemand, der dort sein Leben eigentlich täglich zum Teil aufs Spiel setzt, um diese Tiere zu schützen. Das ist eine riesen Leistung. Erbracht wird in den Revieren was.

00:22:04: Sprecher 2 Du sagst nicht total beeindruckend, weil als ich eben dort war ich habe mich wahnsinnig viel. Ich wäre so eine Quatsch Tüte, sonst wäre ich auch glaube ich kein Podcast machen wahnsinnig viel mit, denn mit den Ranger dort unterhalten und genau das haben die mir nämlich auch bestätigt, dass sie dann halt sich für die Tiere einsetzen, gerne da sind, aber halt auch in bedroht werden.

00:22:20: Sprecher 2 Deswegen ist unfassbar wichtig, dass dort auch eine große Zusammenarbeit stattfindet und auch eben NGOs den Rangern den Rücken stärken usw. Wie sieht denn da genau das aus mit dem mit dem WWF?

00:22:34: Sprecher 1 Also der WWF ist natürlich nicht nur für für den Schutz von Arten zuständig, sondern es ist uns natürlich sehr wichtig, dass die lokalen Leute, die das garantieren und die damit leben müssen, mit eingebunden sind. Also die Arbeit mit Ranger ist extrem wichtig und da gucken wir schon, dass wir unterstützen können, dass die nötige Ausrüstung vorhanden ist. Das geht von den Uniformen, die die Ranger haben, zu den Fahrzeugen, wo es geht mit die sie nutzen.

00:23:03: Sprecher 1 Auch das ist ein super wichtiges Equipment Teil, was nicht billig ist, oft in der Anschaffung schwierig, aber so viel nutzt, weil das die Arbeit extrem erleichtert. Genauso gucken wir, dass wir unterstützen können, was die Ausbildung angeht, was auch das psychische Gesundheit angeht. Arbeiten dann nicht nur mit den Ranger in, sondern gucken auch generell in vielen Gebieten nicht nur fürs Nashorn generell.

00:23:25: Sprecher 1 Dass wir mit den Bewohner in, Um und an den Parks zusammenarbeiten, weil auch das ist nicht zu vernachlässigen, gerade im Nashorn Schutz, das sind die Leute, die am ehesten wissen, was passiert. Die wissen, wenn da jemand ist, der nicht normalerweise sich dort aufhält, wenn man seltsame Fragen stellt. Also auch so was ist sehr wichtig, dass da gute Beziehungen herrschen.

00:23:45: Sprecher 1 Und letztendlich erbeten wir von den Leuten dort ja auch, dass sie mit dem, was wir das schützen und kreieren, zusammenleben. Deswegen ist auch diese Zusammenarbeit extrem wichtig und da setzen wir viel drauf.

00:23:56: Sprecher 2 Wie ist denn jetzt der WWF Deutschland da irgendwie involviert? Also sind wir da nur mit managen? Wie sieht das genau aus, was du da so machst?

00:24:05: Sprecher 1 Auch eigentlich Das ist tatsächlich gerade sehr, sehr spannend, weil wir jetzt gerade dabei sind. Oder es hat gerade begonnen, ein neues Projekt oder ein neuer Ansatz, um in einem Park in Simbabwe, der Horn Nationalpark genau für die Nashörner eben verstärkt etwas zu tun. Wir haben da seit letztem Jahr einen verstärkten Managementauftrag mit dem Staat zusammen und fangen jetzt an, ein Programm aufzubauen, um auch da die Nase und Populationen wieder zu verstärken.

00:24:34: Sprecher 1 Es gibt noch Nashörner um die zehn, was eine sehr, sehr dezimierte Zahl ist von dem, was dort mal gelebt hat. In genau zwei.

00:24:42: Sprecher 2 Hände.

00:24:42: Sprecher 1 Zwei Hände. Geht man davon aus, ist es wie gesagt gar nicht so einfach. Das führt dazu zu monitoren, weil sie eben doch sehr gut sich tarnen wie viele, viele Tiere.

00:24:53: Sprecher 2 Ja, also Sinn und Zweck genau sehen.

00:24:55: Sprecher 1 Spitzmaus, Nashörner ist auch wieder wichtig. Es geht ja um weit mehr noch sondern sondern hier spezifisch mal Nashörner. Und das Programm, was da jetzt gestartet wird, macht eben vieles von dem, was ich eben genannt habe. Es geht darum, die in zu unterstützen, dass sie ihre Arbeit gut machen können. Aber im zweiten Schritt soll die Population dort verbessert werden, Vermehrt werden im besten Fall.

00:25:14: Sprecher 1 Und da wiederum muss jetzt als allererstes festgestellt werden sind es wirklich genau zehn, sind es elf, sind es acht? Man weiß es nicht. Und was man auch derzeit noch nicht weiß, ist Die Geschlechter der Tiere. Das muss als allererstes natürlich festgestellt werden, weil wie wir vermutlich alle wissen es. Wenn wir aus irgendeinem Grund dort zehn weibliche Tiere haben, dann warten wir lange darauf, dass die sich vermehren, weil es geht nicht deswegen.

00:25:37: Sprecher 1 Im ersten Schritt wird jetzt dort Monitoring eingeführt. Das ist sehr spannend und zeigt auch wieder, finde ich, wie wie viel sich Naturschutz oder unsere ganze Welt verarbeitet. Das wird zum Teil mit Infrarotdrohnen unterstützt. Das ist Arbeit, die natürlich erst seit kurzem so möglich ist und was sehr aufregend ist, weil das früher musste man dort eben ganz anders vorgehen.

00:26:00: Sprecher 1 Und das sind alles Tools, die uns heute zur Verfügung stehen, die es früher nicht gab. Es wird DNA Proben entnommen und dadurch soll nun erstmal festgestellt werden, wie sieht der derzeitige Bestand aus? Und dann ist der langfristige Plan dort die Population wieder auf ihre frühere Größe aufzubauen. Das ist eine weitere gute Frage. Was in Südafrika zum Beispiel schon sehr groß geklappt hat oder generell viel klappt, ist das vermutlich man auch Tiere umsiedeln kann.

00:26:29: Sprecher 1 Also erstmal ist immer das wichtigste, dass man den Lebensraum sichert. Deswegen auch dort die Arbeit mit den Rangern generell, den Park dabei zu unterstützen, ein sicheres Umfeld zu geben, weil bevor nicht diese Population gesichert ist, braucht man sie nicht aufbauen. Das führt dann eben nur dazu, dass wir wieder zu viel mehr Wilderei kommen und die Tiere wieder verlieren.

00:26:47: Sprecher 1 Deswegen ist das mal Schritt eins und dann möchte ich da noch nicht so viel zu sagen, weil das Wichtigste ist natürlich erst mal, dass man guckt, wie schaut die Situation jetzt aus? Aber eine Maßnahme, die in der Vergangenheit in anderen Parks funktioniert hat, ist auch die Umsiedlung von aus bereits gesunden Populationen. Also wenn eine Population so groß ist und gesichert, dass es ihr gut genug geht, dann ist es teilweise sogar sehr hilfreich, dass man dort Tiere entnimmt aus der Population.

00:27:13: Sprecher 1 Da sind wir wieder bei Null, wo der WWF Deutschland bis vor einem Jahr auch aktiv noch den WWF, WWF Südafrika unterstützt haben ja die da genau so ein Umsiedlungsprogramm leiten. Schon seit 2003, was sehr, sehr erfolgreich war. Und dann guckt man eben, dass Tiere in andere Gebiete umziehen. Letztendlich, dass es ein kein allzu freiwilliger Prozess, aber trotzdem ein sehr tragbarer und für das Tier auch gut und dann aus diesen entnommenen Tieren eine neue Population mit entstehen kann.

00:27:43: Sprecher 1 Das ist tatsächlich auch nicht mal nur gut für den neuen Park, in dem das Tier kommt, sondern generell wichtig, weil die Population oder die Tiere so verstreut leben, dass man auch gucken muss. Natürlich, dass die Population heil ist, also dass mehr Vielfalt genau mit nur zehn Tieren ja zehn sind schon mal eine gute Zahl. Aber nehmen wir mal an, es wären nur drei vier.

00:28:03: Sprecher 1 Das führt natürlich dazu, dass die Krankheitsanfälligkeit irgendwann steigt, weil die Genmischung nicht sonderlich gut ist und auch weil die Situation dann eben doch so, dass teilweise Populationen auch an ein Limit kommen, was ein ein Gebiet tragen kann und dann werden es nicht unbedingt mehr. Deswegen, wenn man diesen Zustand erreicht hat, ist es vielleicht auch sogar für die Population gut, wenn man dort Tiere ausnimmt, damit die wieder sich vermehren können und anderswo einfach die Tiere weiterleben können und nicht zu viele Tiere in einem Bereich leben.

00:28:35: Sprecher 1 Das Problem hätten wir natürlich nicht, wenn alle Naturschutzgebiete gut verbunden wären. Das ist natürlich aber leider nicht immer der Fall und deswegen helfen wir da menschlich sozusagen nach.

00:28:46: Sprecher 2 Wir haben auf jeden Fall auch ganz viel Potenzial. Also heißt das Wort zwei Sachen ganz kurz darüber vom letzten Jahr und so was gesprochen hast zum Zeitpunkt unseres Gespräches. Wir haben uns gerade Anfang April 2026 damit ja so ein bisschen zeitlich einordnen könnt. Und die zweite Sache tatsächlich haben wir auch gerade, also wir brauchen finanzielle Unterstützung, um die Projekte voranzutreiben.

00:29:08: Sprecher 2 Wenn ihr wollt, dass dieses Projekt gelingt, damit die Nashörner mehr werden als zehn, Ich packe euch einen Spendenlink in die Shownotes mit rein. Wir freuen uns über jeden Euro, der da reinkommt und eben diese Arbeit mit unterstützt. Wenn wir jetzt so ein bisschen Utopie spielen, ein bisschen Wünsch dir was. Was glaubst du, sieht es dort? Wie sieht es dort in zehn, 20 Jahren aus, in diesem Nationalpark?

00:29:34: Sprecher 1 Also im besten Fall haben wir wieder ein total in sich funktionierendes Ökosystem, in dem die Population die traditionell historisch gesehen dort gelebt haben, sich weitestgehend wieder so verhalten können und dürfen, wie sie es wollen und gewöhnt sind. Außerdem, das finde ich persönlich sehr wichtig, sollte da auch das dazu führen, dass es den umliegenden Gemeinden etwas bringt, was wir dort machen.

00:30:00: Sprecher 1 Im Naturschutz an Angel angelegt, um jetzt noch mal technisch aussehen in Casa DMca in Naturschutzgebiete. Das größte terrestrische Gebiet weltweit, länderübergreifend. Die Hoffnung wäre auch da, das schon zwar ein sicherer Ort ist, der komplett geschützt wird, aber auch eher wie eine Insel fungiert. Für die anderen Gebiete drumherum. Es gibt dort keine Zäune in den meisten Fällen oder keine Zäune, die Naturschutzgebiete begrenzen und wenn es diesem einen Gebiet gut geht, dann sollte es ein Populationen.

00:30:31: Sprecher 1 Und damit inkludiere ich, sage ich mal, die Menschen Population so gut damit gehen, dass sie gemeinsam leben können und durch diesen Halt einer Landschaft die umliegenden Landschaften auch positiv beeinflussen.

00:30:43: Sprecher 2 Leonie Ernst Projekt Manuel Eastern entzaubern Afrika. Vielen, vielen lieben Dank für das Gespräch und das uns mitgenommen hast und Aussprachestunde. Ähm, danke, danke, Danke dafür. Das war Living Planet, der WWF Podcast. Ich bin ein veganer Redakteurin beim WWF in Deutschland und wenn ihr noch Fragen habt, dann sehr gerne in die Spotify Kommentare oder per Email an Podcast WWF, DE.

00:31:07: Sprecher 2 Und bis dahin schau.

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von und mit WWF Deutschland

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