Ein Podcast des WWF Deutschland zu Arten- und Naturschutz im 21. Jahrhundert.
00:00:00: Wir haben eine Plantage, er hat sich ein Fischautor angesiedelt.
00:00:03: Das sind ganz, ganz tolle Indikatoren für die Gesundheit eines ökologischen Umfeldes – für die Wasserqualität aber auch für das, was dann um deren Nestaktivitäten herum sozusagen vorgefunden
00:00:12: wird.".
00:00:15: Die Sonne zeigt sich immer wieder häufiger!
00:00:17: Also heißt es in meinem bekannten Kreis Na, Lust auf einen Apperöchen.
00:00:21: Neben Alkohol, Sprudelwasser darf etwas ganz Besonderes nicht fehlen….
00:00:25: die Orangenschalbe häufig in Spanien geerntet, landen sie bei uns in den Cocktails.
00:00:30: Sie ist eine der beliebtesten Früchte.
00:00:43: Nein, heute geht es nicht um die besten Cocktail-Rezepte.
00:00:46: Sondern wir widmen uns ganz und gar der Orange und allen anderen Citrusfrüchten!
00:00:51: Denn sie ist eine Symbolfrucht – zumindest für unsere Projekte in Spanien.
00:00:57: Denn dort hat sich einiges rundum die Orange und andere Citrusfrüchte getan.
00:01:01: Bessere Anbau für mehr Biodiversität.
00:01:05: Zu Gast dafür habe ich meinen Kollegen Patrick Freund, er ist unser Experte für nachhaltige Agrarlieferketten und seit vielen Jahren in unserem Zitrusprojekt.
00:01:13: Hallo Patrick!
00:01:14: Hallo
00:01:14: Eileen!
00:01:15: Fangen wir doch mal ganz gerne mit den richtig wichtigen Sachen an.
00:01:18: Orange, Mandarin, Clementin – was ist deine Liebungsfrucht?
00:01:21: Ich würde mich auf jeden Fall für die Orange entscheiden.
00:01:24: Warum?
00:01:24: Es gibt eigentlich kaum eine bessere Frucht als so ein richtig schönesaftiger Orange im Dezember-Januar.
00:01:29: Richtig
00:01:30: schön.
00:01:30: Ich liebe auch Orangen sehr.
00:01:33: Einzige Nachteil, mein Beist rein und ist komplett vollgesaut!
00:01:37: Ich habe seit neuestem Trend gehört viele Essen die ich tatsächlich in der Badewanne einfach weil es dann direkt abfließen kann.
00:01:43: Vielleicht ist das mal was für mich um mehr Orangen zu essen auf jeden Fall?
00:01:46: Das
00:01:46: hab' ich immer noch nicht probiert auf jeden
00:01:49: fall.
00:01:49: Gut Patrick, nehmen uns doch mal ganz gerne mit nach Spanien.
00:01:53: Ich habe ja schon angedeutet da ist unser Projekt.
00:01:56: wie sieht dort so eine typische Zitrusfarm aus?
00:01:59: In Spanien spricht man gerne von einer Finkalimpia, die saubere Farm.
00:02:04: Und das bedeutet dass du auf deiner Fläche nichts anderes hast als Zitrusbäume.
00:02:08: jetzt in dem Fall und ja das sind einfach Baumreihen von Zitrussbäumen und ansonsten wächst da nichts auf der Fläche, die ist einfach brauneerdig und mehr sieht man dann nicht.
00:02:19: Okay also es sieht wirklich so aus wie man sich das vorstellt wenn man mal so Rattoon macht und man sieht so Bäumchen, Nichts, Bäumche, Nicht... Genau
00:02:25: eine ganz karge Fläche mit Obstbäuem
00:02:27: Ist schon ziemlich traurig, wenn dazwischen auch nichts wächst?
00:02:30: Ja absolut und ich meine wie das erreicht wird so eine saubere Farbe.
00:02:34: Ich mag diesen Terminus gar nicht aber wie es erreicht wird ist einfach dass massiv herbizide eingesetzt werden.
00:02:40: Herbizide sind Wirkstoffe die dafür hergestellt werden dass sie Pflanzen zerstören, dass sie pflanzliches Leben sozusagen zerstören.
00:02:50: Und genau, die werden massiv eingesetzt auf diesen Flächen in der Regel.
00:02:53: Da gibt es natürlich Abweichung und Abstufungen und so was.
00:02:55: aber das ist erstmal so das klassisch Konventionelle sozusagen.
00:02:59: Das sind Herbizid-Kontamin in den Flächen.
00:03:01: da gibt's dann nur die Zitrusbäume, da wächst nichts anderes und aussortiert hat man auch auf diesen Flächen eine sehr geringe biologische Vielfalt.
00:03:10: Also im Endeffekt einfach sehr... Nutzen orientiert, also man hat die Pflanzen da.
00:03:16: Die bringen einem die Früchte dadurch hat man sein Gewinn und Bums ausfertigt richtig
00:03:21: genau so kann man sich das vorstellen.
00:03:22: warum Ist jetzt der WWF darauf zugegangen und hat gesagt, wir gucken uns mal genau den Zitrusanbau in Spanien an.
00:03:28: Also was waren so die Beweggründe zu sagen?
00:03:30: Wir wollen ausgerechnet das.
00:03:31: es gibt ja ich sage jetzt mal viele Problemchen, die man lösen könnte.
00:03:34: Ja
00:03:35: also wie befinden uns da?
00:03:36: in einer Nachhaltigkeitskooperation mit dem Lebensmittel-Einzelhändler Edeka und mit dem arbeiten wir zu vielen verschiedenen Themenbereichen zusammen und wir haben uns unter anderem eben auch im Rahmen der Kooperation mit Edeka angeschaut welche Früchte eigentlich sinnvoll zu bearbeiten sind aus nachhaltig keitsperspektive aus einem frischen Obesbereich.
00:03:53: Und daraus resultierte dann Bananenprojekt und auch das Citrus-Projekt in Spanien.
00:03:57: Dann machen wir noch ein weiteres Projekt, da geht es um Landwirtschaft für Artenvielfalt im Bioanbau in Deutschland.
00:04:02: Das sind eben die drei Feldprojekte, die wir mit EDK umsetzen.
00:04:06: Warum schauen wir jetzt die anderen?
00:04:07: Da sind halt die ökologischen Folgen besonders hoch und gleichzeitig auch die Mengen, die abgesetzt werden, besonders hoch.
00:04:12: Daraus resultieren macht es total Sinn, in diesen Bereichen sozusagen zu intervenieren und zu versuchen mehr Nachhaltigkeit.
00:04:18: in die Lieferkette zu bringen.
00:04:19: Von wie viel Fläche sprechen wir?
00:04:20: Kann man das irgendwie einkategorisieren, kann man sich das irgendwie vorstellen?
00:04:24: ist es jetzt... eine landschaftliche Fläche oder mehrere und wie groß.
00:04:29: Im ZITRUS-Projekt arbeiten wir aktuell mit rund tausend vierhundert Hektar an Zitrus Anbaufläche, da geht es um Orangen, Mandarin und Clementin.
00:04:36: Insgesamt hat man in Spanien zweihundertdreißigtausend Hektars an Orangen-, Mandarin- und Clementinen Anbauffläche.
00:04:42: also der Teil auf dem wir da arbeiten.
00:04:44: Der ist nennenswert auf jeden Fall aber in Relation zu dem was es an Flächen gibt vor Ort ist er natürlich gering.
00:04:50: Okay, dann lass uns nochmal bitte kurz bei den konventionellen Anbau bleiben.
00:04:54: Also noch nicht mit allem was wir gemacht haben und sowas du hast gerade schon gesagt.
00:04:58: das sind auf jeden Fall kontaminierte Flächen.
00:05:01: Welchen Einfluss hat das denn?
00:05:03: Auf Biodiversität, auf die Landschaft vor Ort?
00:05:07: vielleicht kannst du uns da mal ein bisschen näher noch mitnehmen.
00:05:08: also Die Landwirtschaft im Großen und Ganzen hat einen massiven Einfluß.
00:05:12: man kann jetzt ganz gut festmachen am Thema der Wasserverfügbarkeit in Spanien beispielsweise an der Lusien.
00:05:18: Da hat man seit Jahrzehnten zunehmenden Wassermangel und er ist geprägt durch die Landwirtschaft, da werden Der Wassernutzung entfällt auf die Landwirtschaft und in Spanien wird generell ganz viel für den Exportmarkt an Obst- und Gemüse produziert.
00:05:31: Und daraus resultieren da einfach sehr viel Wasser, für die Landwirtschaft eingesetzt damit wir dann Deutschland, Orangen beispielsweise im Winter essen können.
00:05:36: Im Kleinen dann auf der Fläche hat das eben den Einfluss, den ich schon benannt habe dass man einfach eine Fläche dieses massiv kontaminiert.
00:05:44: Da werden über Jahre Pestizide eingesetzt.
00:05:46: Pestizeite sind hochwürchsame Stoffe, die schädigen Organismen so massiv, dass sie zerstört werden.
00:05:52: letzten Endes einfach eine Fläche auf der nichts wächst, eben außer das was du möchtest.
00:05:57: Was dort wächst und genau daraus resultiert ist es halt ein immense Einfluss auf die biologische Vielfalt, sprich da wächst einfach nichts und daraus ist diese Form der Landwirtschaft auch ein massiver Treiber für Atemverlust.
00:06:09: Okay also wir haben das Problem der Kontaminierung, der Bewässerung.
00:06:14: Welche Probleme gibt es dann noch?
00:06:15: Also was auch immer gerne benannt wird und das einfach ein großes Problem ist diese Anbau- und Monokulturen, also du hast halt irgendwie weitläufige landwirtschaftliche Flächen in denen halt dann eben nur diese eine Nutzpflanze sozusagen wächst.
00:06:27: Und kein Raum ist für etwas anderes oder nur sehr wenig Raum für etwas Anderes.
00:06:31: Und dann auch im zentraler Baustein ist immer der Einsatz von Mineraldüngern.
00:06:37: Was ist das genau?
00:06:37: Eine Mineraldigung kann man sich so vorstellen, dass es letzten Endes darum geht, dass man einen Boden hat in Medium.
00:06:43: Aber dieser Boden also ganz plakativ gesprochen dient eigentlich nur dazu dann sozusagen jetzt im Fall von den Orangenbaum zu halten und dann füge ich ihm Nährstoffe für dessen Wachstum zu.
00:06:53: aber es geht nicht darum, dass auf natürliche Prozesse zurück gegriffen wird.
00:06:56: Also wenn ich in einem Wald bin der nicht bewirtschaftet wird, dann wächst ein Baum ja auch und er entzieht sich entsprechend eines natürlichen Kreislaufs.
00:07:03: näherstoff aus dem Boden die immer wiedergebildet werden werden etc.
00:07:07: Das ist quasi ein künstlicher Eingriff in diesen eigentlichen Kreislauf, den wir normalerweise hätten wären wir nicht in der Monokultur und würden die Flächen komplett aussaugen.
00:07:18: Ja, oder wären wir nicht in dieser konventionellen Landwirtschaft unterwegs?
00:07:22: Genau.
00:07:22: Also die Landwirtschaft, die da betrieben wird ist natürlich ein massiver Eingriff im natürlichen System.
00:07:26: also das eigentlich nichts mehr natürlich letzten Endes.
00:07:28: Alles was wächst wird kontrolliert über Chemikalien, die das was wetzt abtöten wenn du es nicht möchtest.
00:07:34: und bei der Düngung geht's genau auch darum.
00:07:35: Da gehts nicht darum dass irgendwie Nährstoffe aus natürlichen Prozessen im Boden verfügbar sind und der Baum, den er natürlich aufnimmt und daraus resultieren dann eine Fruchtwegsthe die dem Standort entspricht und den was verfügbar ist, sondern es geht darum dass das Mineraldünger also von Menschen hergestellte Dünger sozusagen nicht natürlichen Ursprungs einer Fläche zugeführt werden.
00:07:56: Und genau dieser Baum dann eben basierend darauf wächst.
00:07:59: Was daran halt das große Problem ist, dass diese Mineraldinge häufig ausgewaschen werden und die kontaminieren dann Boden oder die kontamine auch Wasservorräte.
00:08:10: Also sprich wenn du Nitratauswaschung aus dem Boden hast und das ins Grundwasser geht, dann verändert es komplett in den Ökosystem-Haushalt sozusagen dieses Grundwassers oder generell von Wasserressourcen und das hat dann wiederum Folge Einflüsse auf Tionpflanzenwelt sozusagen.
00:08:25: Ein anderes Beispiel dazu wäre, dass man eine Orangenplantage mit Nitrat überdingt.
00:08:30: Kann das potenziell dafür Sorge tragen, dass du ein deutlich höheres Schädlingsaufkommen auf dieser Plantage hast?
00:08:35: und es ist dann total der schlechte Kreisel auf letzten Endes weil du düngst mit Mineraldüngern insbesondere mit Nitraddüngeren, was dafür sorgt, dass deine Frucht groß wird in den letzten Enden und gleichzeitig kannst du aber damit auch Schädlinge sozusagen groß machen.
00:08:52: Alles wächst einfach.
00:08:53: Ja, und dann musst du halt wieder in Insektizis einsetzen um diese Schädlinge zu kontrollieren.
00:08:58: aus dieser Perspektive ist es natürlich extrem interessant, da irgendwie einzugreifen oder was anderes zu machen.
00:09:03: Gut!
00:09:04: Dann lass uns gerne darüber sprechen, was man besser machen kann und wie man das anders machen können?
00:09:08: Weil das ist natürlich das wo unser Herz schlägt und was wir gerne machen wollen.
00:09:12: So jetzt haben wir also eine Fläche.
00:09:14: Da war Monokultur, da war Pestizideinsatz Es gibt Wasserknappheit.
00:09:18: Das sind alles viele große Probleme.
00:09:20: Und ihr steht dann daran sagt okay Wir wollen es besser machen.
00:09:24: Wie fängt man an?
00:09:24: Wo ist der erste Schritt?
00:09:26: Also wie wir in dem Jahr, wo du das Projekt ins Leben gerufen angefangen haben, ist dass wir uns eine motivierte Farm und einen motivierten Lieferant gesucht haben.
00:09:36: Die Interesse daran haben etwas anders zu machen.
00:09:38: Das sind natürlich erstmal die Hauptausgangsbedingungen, was du jemand hast vor Ort mit denen du sowas auch umsetzen kannst.
00:09:43: Und dann haben wir ein Maßnahmenplan aufgestellt In vier verschiedenen Themenbereichen Wasser Biodiversität Pestizide Boden.
00:09:51: Und dann haben wir uns vor allen Dingen auch und das war ein ganz wichtiger Baustellen-Experten vor Ort gesucht, die einfach vom Fach sind, die das vor Ort begleiten können.
00:10:00: Da arbeiten wir mit einem Biodiversitätsexperten und einem Experten für gute landwirtschaftliche Praxis im Zitrusanbau zusammen.
00:10:06: Dann haben wir angefangen diese Maßnahmen zu erproben umzusetzen und es war einfach erstaunlich... was in einem dreiviertel Jahr da möglich war an Einsparungen.
00:10:16: Also wir haben, wenn ich an diese Zeit zurückdenke... Ich habe damals auch gerade im Projekt angefangen und da haben wir bei dieser Einfarm davon gesprochen dass wir den Insektizideinsatz um bis zu neunzig Prozent reduziert haben innerhalb von einem Jahr.
00:10:27: Und das ist natürlich immens, wenn man sich vorstellt, dass es ein Stoff ist der dafür gemachtes Organismen zu töten, der Flächen kontaminiert.
00:10:34: Worüber wir Eingangs jetzt die ganze Zeit gesprochen haben und wenn du schaffst so ein Mittel um neunzig Prozent oder diese Mittel um Neunzigzehnte reduzieren dann sind das immense Potenziale.
00:10:43: genau darauf basierend haben wir natürlich auch das Projekt fortgeführte und ausgeweitet in der Zukunft.
00:10:49: also wer arbeiten in dem Projekt mit Landwirtinnen und Landwirten vor Ort zusammen?
00:10:53: Und das sind Menschen die die Bewirtschaftung ihrer Flächen ja schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten.
00:11:00: Da geht es ganz, ganz viel darum dass man da Bewusstseitsbildungen betreibt und die Menschen auch davon versucht oder die Landwirte und Landwirten versucht davon zu überzeugen etwas anders zu machen von ihren Produktionsmodellen abzukehren oder sich davon abzuwenden wie sie's in der Vergangenheit getan haben.
00:11:15: Und da ist ganz, Ganz viele Vertrauensbildung notwendig und das ist auch ein ganz wichtiger Baustein und dafür haben wir unter anderem Trainingsprogramm im Projekt.
00:11:22: also wir bieten immer wieder Schulung an so unterschiedlichen Themen betreffend nachhaltigere Anbau von Orangen, Mandarinen und Clementinen um deinsprechend vor Ort zu sensibilisieren.
00:11:33: Okay du hast jetzt ganz viel gesagt.
00:11:34: ich würde gerne auf alles noch ein bisschen genauer eingehen.
00:11:36: Vor allem lassen Sie mal anfangen.
00:11:38: ihr habt euch also eine, ich nenn es jetzt mal Farm ausgesucht.
00:11:41: das war so ein bisschen Projektstarter der Pilot und innerhalb eines dreiviertel Jahres bis zu einem Jahr konnte die neunzig Prozent Ezektizide einsparen.
00:11:49: ja Wie habt ihr das gemacht, also was habt ihr gemacht?
00:11:52: Also seit dir da habt ihr jetzt andere Blumen gepflanzt.
00:11:55: Wie kann ich mir das ganz konkret vorstellen, was da jetzt passiert ist?
00:11:58: Letzten Endes ist das vom System ja gar nicht so komplex wenn es jetzt konkret um den Einsatz von Insektiziden geht die darum die das Ziel haben deine Plagen auf der also die kleinen Tierchen die deine Frucht sozusagen und deinen Baum negativ beeinflussen zu kontrollieren.
00:12:13: und letzten Endes geht's da eigentlich In Anführungszeichen nur darum, dass man dann ganz intensives Monitoring betreibt und sich die Plantage, die Bäume den das Vorkommen der der Plagenarten anschaut.
00:12:24: Und monitort und gleichzeitig auch schaut okay was hast du eigentlich für Nützlinge auf der Fläche?
00:12:29: Die eben deine Plagen kontrollieren?
00:12:31: ein ganz triviales Beispiel wäre Marienkäfer frisst Blattlaus.
00:12:35: Ja, das weiß ich sogar!
00:12:37: Wenn man ganz viele Marinekäfe auf der flächee hat, die deine Platteleuse fressen musst du gegen die platteleuge kann Insektizid einsetzen.
00:12:43: Um das zu erreichen musst du entsprechend auch eine pflanzliche Vielfalt auf der Fläche haben, damit der Marine-Käfer denkt, hier ist es aber schön.
00:12:51: Hier finde ich es gut und möchte sein.
00:12:54: Also sprich wenn du die Rahmenbedingungen schabst, damit du eine gute Marine-Tierverpopulation hast dann führt das dazu dass dir ganz automatisch deine Blattläuse futtern und da musst du dagegen keinen Insektizid einsetzen.
00:13:03: also diese Nützlinge kontrollieren.
00:13:05: Deine Plagen sind ein fundamentaler Baustein der dazu führt, dass du den Insektor einsparen kannst im Projekt und wenn du dann mal Insektizide einsetzen musst, dann machst du's ganz ausgewählt.
00:13:16: Und nur dort wo es wirklich nötig ist.
00:13:17: und was halt so.
00:13:18: ein klassisch konventionellen Anbau, worüber wir eingangs gesprochen haben, prägt, dass du sowas präventiv auf deiner ganzen Fläche raus.
00:13:25: Ganz genau!
00:13:27: Da ist ein sehr guter Ansatzpunkt nicht nur im Citrusanbau um da entgegenzuwirken und Inseektizideinsat zu reduzieren.
00:13:34: Dann haben wir uns noch einen ganz coolen Anspruch gesetzt.
00:13:35: in Projekte bezogen auf Insektor oder generell Pestizide gibt eine Organisation, das Pesticide Action Network und die machen seit vielen Jahren, Jahrzehnten eine ganz fantastische Arbeit.
00:13:46: Und sie bringen eine Liste der sogenannten hochgefährlichen Pestizide raus und da klassifizieren Sie die Pestizee entsprechend unter anderem Humantoxizität und Ökotoxizid.
00:13:58: Wenn das Pestizi sind, die nachweislich einen besonderen Einfluss auf Menschen beispielsweise haben oder auch auf die Ökologie dann... werden die sozusagen von dieser Organisation gebannt und auf diese Liste gesetzt.
00:14:09: Und unser Anspruch im Projekt ist eben, dass wir diese Pestizide, das Pan entsprechen als hochgefährlich klassifiziertem Projekt nicht mehr einsetzen.
00:14:20: Das funktioniert auch.
00:14:21: also man kann auf der einen Seite reduzieren durch den sinnvollen Einsatz von Nützlingen, durch die Förderung von Nutzlingen oder durch den Monitoring von Plagen.
00:14:31: Man kann auf einer anderen Seite aber auch Wirkstoffe einsetzen, die nicht so aggressiv sind und nicht so einen massiven Einfluss auf die Umwelt oder uns Menschen haben.
00:14:39: Okay, das klingt schon sehr gut!
00:14:41: So, das ist jetzt die Pestizidseite?
00:14:43: Wie seid ihr in Richtung Monokultur vorgegangen?
00:14:46: Also
00:14:47: wir gehen nicht gegen Monokultur vor im Projekt.
00:14:50: Was wir machen ist... Wir haben eine landwirtschaftliche Fläche, die besteht vielleicht schon seit fünfzig, sechzig Jahren und da wird seit dreißig Jahren Citrusdorf angebaut und es ist nicht so dass wir diese Fläche dann verändern sondern wir arbeiten mit den Rahmenbedingungen, die wir vor Ort vorfinden.
00:15:03: eine Monokultur im klassischen Sinne, da wächst halt dann nur dein Citrusbaum oder deine Citrusbäume rein und was wir dann machen ist dass wir dafür Sorge tragen das dort wo kein Citrus Baum ist halt etwas anderes wächst.
00:15:16: Das ist aber trotzdem noch in diesem Sinn ne Monokultur weil da nur sozusagen die Orangen als Zielkultur wachsen Und es gibt aber aus meiner Perspektive zumindest trotzdem eine massiv erhöhte biologische Vielfalt auf dieser Fläche.
00:15:30: Aber es ist trotzdem noch eine Fläche, die darauf ausgelegt ist dass du Orangen hochproduktiv produzierst und macht das halt nur viel nachhaltiger.
00:15:38: Aber wir reißen jetzt keine Orangenbäume aus und pflanzen dafür was anderes.
00:15:41: Das ist nicht der Ansatz, sondern wir nutzen die Flächen, die uns gegeben werden, die nicht mit Zitrusbäumen bepflanzt sind und gucken das da eben dann sozusagen in den natürliche Vielfalt wieder einkehrt.
00:15:51: Dass sie einheimischen Pflanzen wieder da sind und alles andere sich so langsam wieder ansiegelt?
00:15:56: Genau, unter anderem.
00:15:56: Also der Ansatz ist das wir... Es wird natürlich auch mal ausgesäht oder sowas.
00:16:01: aber in der Regel ist es so dass wir einfach gucken hey was wächst dann eigentlich wenn man die Herbizide weglässt?
00:16:05: und da entsteht dann... Einfach mal wachsen lassen!
00:16:08: Einfach auf natürliche Prozesse sich verlassen und da entsteht dann ganz viel in der Regel.
00:16:12: Und dass wir die Notwendigkeit haben, dass wir dann irgendwie Pflanzen spezifisch aussehen oder sowwas Das kommt nicht so häufig vor weil eigentlich diese Flächen des Potenzialen haben sich ganz natürlich selbst zu erholen.
00:16:22: Das ist sehr schön gesagt.
00:16:24: Dann hatten wir noch ein drittes großes Problem genannt, die Bewässerung und das Wasser.
00:16:29: Habt ihr da neue Ansätze oder andere Ansätze?
00:16:32: Neue Ansätze würde ich nicht sagen.
00:16:34: aber also was wir machen es wir sorgen einfach dafür dass Wasser effizient genutzt wird.
00:16:40: Das ist total logisch!
00:16:41: Wir sind in der Region unterwegs unter anderem in Andalusien in der eine massive Wasserknappheit herrscht, die auch einen massiven Einfluss nimmt auf auf Ökosysteme, die noch dort sind.
00:16:51: Auf dem Nationalpark unter anderem Cotto de Doniana, der massiv darunter leidet.
00:16:57: Das in der Region so ein massiver Wassermangel herrscht und daraus resultierend haben wir einen ganz simplen Ansatz.
00:17:02: Wir wollen halt einfach nur so wenig Wasser nutzen wie möglich, eher wie nötig.
00:17:06: Und wie erreichen wird es?
00:17:07: Wir setzen Tröpfchenbewässerungen ein.
00:17:09: das ist schon auch so ein bisschen State of the Art in der Zwischenzeit glücklicherweise in Spanien.
00:17:13: Aber letztendlich liegen ganz viele Bewässerungsschläuche auf den Plantagen.
00:17:16: Hier haben so ganz viele kleine Löcher und da tropft dann Wasser raus, je nachdem wie viel Druck auf diesen Schläuchen ist.
00:17:21: Und dadurch kannst du deine Bewässern steuern.
00:17:23: Dann haben unsere Farmen noch Bodenfeuchtigkeitssonden.
00:17:26: Das ist einfach ein Sensor der steckt in der Erde und der misst bis in eine Metertiefe an verschiedenen Stellen deine Bodenfeuchteigkeit und sorgt dafür dass du nur diesen Bereich bewässerst, der auch durch Wurzelteraum ist in darunter liegende Schichten gerät und daraus resultiert halt verloren geht.
00:17:43: Also es geht wirklich explizit nur darum den durchwohlzelten Raum im Boden zu bewässern, Wasser zur Verfügung zu stellen und alles was darüber hinausgeht eben nicht zur verfügung zu stellen damit kein Wasser verloren geht ja.
00:17:55: Und was wir da schaffen ist auch auf jeden Fall nennenswert also das spanische Landwirtschaftsministerium um sich mal in Zahlen auszudrücken sagt dass der durchschnittliche Zitrusbauer sechstausend Kubikmeter pro Hektar nutzt um seine Flächen zu bewässern und wir setzen.
00:18:12: Sechsunddreißig Prozent weniger einen Relation zu diesen sechstausend Kubikmeter Projekter.
00:18:16: bei uns sind es glaube ich drei tausend achthundertfünfzig Kubikmeter Projekte, das ist schon immens.
00:18:20: auf jeden Fall auch da wieder gängig wäre es dein Wasser so einzusetzen dass du denkst oh mein Baum hat auf jeden fall genug Wasser und mir ist es erst mal egal ob der was versickert oder nicht oder verloren geht.
00:18:32: und das ganz zentrale Anknüpfungspunkt auch den man nutzen kann um eben dieser Wasserkannabheit in Spanien oder konkret in Analusien zu begegnen.
00:18:42: Dann hast du gerade was vom Trainingsprogramm berichtet, was ja auch viel mit Awareness schaffen und sowas wahrscheinlich mitzutun hat – du nix sehr gut!
00:18:51: Wie geht dir davor?
00:18:53: Und mich würde auch wahnsinnig interessieren... Wie reagieren die Leute?
00:18:57: Also rennen sie euch die Bude ein, sind sehr abhalten und sagen nee das hat schon immer so funktioniert.
00:19:02: wir bleiben dabei wie ich jetzt meine Zitrusfrüchte anpflanze.
00:19:05: Vielleicht kannst du uns da mal bisschen mit hinnehmen.
00:19:07: Ja also Capacity Building oder Bewusstseinsbildung vielleicht hier.
00:19:12: das treffende Reward ist ein ganz ganz ganz wichtiger Baustein im Projekt.
00:19:17: Wir arbeiten mit Landwirtinnen zusammen Die setzen ihre landwirtschaftliche Praxis seit vielen, vielen Jahren um und die kommen auch oft aus diesem klassisch konventionellen Bereich.
00:19:26: Und daraus resultieren ist das eigentlich der zentrale Baustand wo wir ansetzen müssen.
00:19:30: also es geht wirklich darum irgendwie so ein bisschen mindset zu verändern und für diese Notwendigkeit aber auch alles was dann auf der Fläche passiert und wovon du dann auch profitieren kannst als Landwirt dafür zu sensibilisieren.
00:19:45: Daraus resultieren Trainingsprogramme, das orientiert sich an den vier Themen zu denen wir arbeiten.
00:19:48: und ob sie uns da die Bude einrennen.
00:19:51: Zu Beginn vielleicht nicht!
00:19:52: kommt ein bisschen auf den Landwirt oder die Landwirtin an, aber was man auf jeden Fall beobachten kann über die Zeit ist dann dass es in der Regel ein deutlich stärkeres Involvement gibt von den von den Landwirten und Landwirte.
00:20:03: Und auch ein größeres Interesse und das ist einfach das Größte aus meiner Perspektive.
00:20:07: wenn wir irgendwie einen Landwirthaben oder eine Landwirt hin, die am Anfang total kritisch ist und dann irgendwie nach drei vier Jahren selbst Experte ist für die Tier- und Pflanzenwelt Dann auf der Plantage herrscht und wir irgendwie Fotos bekommen von Arten, die gesichtet wurden oder sowas.
00:20:21: Und dann ist es halt irgendwie... Das ist eigentlich der Punkt den du erreichen willst weil letzten Endes das ist dann der Landwirt, der geht zu seinem Nachbarn erzählt was er macht.
00:20:28: Und dass es irgendwie dann geht zum Änderungsprozesse.
00:20:32: Wir können im Projekt halt den Rahmen beeinflussen denen wir beeinflussend können und das ist limitiert.
00:20:37: Wir arbeiten mit vierundzwanzig Farben zusammen auf ungefähr tausend vierhundert Hektar aktuell Und das ist sozusagen unser Einflussbereich, den wir haben.
00:20:45: Mit denen Menschen können wir sprechen aber wenn die Menschen damit anderen Menschen sprechen um die Überzeugungsarbeit leisten dann ist es natürlich ganz wertvoll.
00:20:50: Dann ist das anstecken!
00:20:52: Was sind denn so typische Argumente, die dann kommen von den Leuten, die doch eher kritisch sind noch am Anfang?
00:20:57: Ja da geht's um existenzielle Ängste auf jeden Fall also... Die haben Landwirtschaft betrieben wie sie sie betrieben haben und Landwirtschaft ist ja bei Scott kein simples Geschäft.
00:21:08: Und wenn du dann davon abhängst, dass du am Ende des Jahres irgendwie der vermarktbare Frucht an deinem Bau umhängen hast und dann kommen EDECA und WWF an uns sagen, schau mal ich habe den Aktionsplan geschrieben.
00:21:18: Vier verschiedene Themenbereiche da müssen wir jetzt ran.
00:21:21: machen wir das mal anders genau ist das Eingangs mit Sicherheit schwierig und da geht es einfach um die Existenzsicherung da hängen Familien dran und darüber hinaus und daraus resultieren wird das auch kritisch beugt.
00:21:32: Ja was sind denn so?
00:21:33: dann eure ersten Argumente um dagegen an zu argumentieren?
00:21:38: Also zu Beginn hatten wir mit Sicherheit Glück, dass wir so einen interessierten Differanten hatten und einen interessiertem Betrieb.
00:21:45: Mit dem wird es alles erproben konnten.
00:21:47: in der Zwischenzeit ist es so das wir schon so etabliert sind und so viele Argumente gesammelt haben, dass Wir das den einfach vorlegen können.
00:21:52: Wir haben so viele Menschen davon überzeugt, dass unser Projekt funktioniert, dass das in der Regel nicht mehr so komplex ist sagen wir mal.
00:21:58: und das geht dann eher darum, dass die Verandene unseren Projekt teilnehmen möchten weil sie davon gehört haben und weniger darum, dass wir die Überzeugungsarbeit leisten müssen.
00:22:06: Das findet dann vielleicht noch im kleinen Stadt wenn es um den einzelnen Landwirt oder die einzelne Landwirte geht.
00:22:11: Die hat sich nicht so sehr mit diesem Thema auch auseinander gesetzt.
00:22:15: Und da geht's wie gesagt um diese existenziellen Aspekte.
00:22:19: aber wenn ich jetzt ein weniger dünge Mittel einsetze oder dieses Insektizid weglasse was passiert denn damit der Plage?
00:22:25: Da muss man halt einfach ansetzen und dann fachlich fundiert, überzeugen.
00:22:28: Und das auch über die Zeit begleiten.
00:22:30: Dafür werden wir auch echt tolle Experten vor Ort.
00:22:32: Die sind regelmäßig auf den Flächen und sind da ganz viel am kommunizieren und machen und veranschaulichen usw.
00:22:39: Das hilft immens!
00:22:40: Es klingt ja auch wunderschön, wenn die Leute auf euch zukommen und sagen hey wir wollen eigentlich nicht mitmachen.
00:22:44: Können wir auch oder sowas ist das was man genau erreichen möchte weil sowas... Was sind denn jetzt so, ah wenn du hast das Projekt zurückschaust?
00:22:52: Du warst ja jetzt viele viele Jahre dabei!
00:22:54: Was sind dann jetzt so Erfolge, die du beobachtet hast?
00:22:58: ganz konkret?
00:22:59: Also das kann man an Zahlen festmachen, wie ich es schon gemacht habe und das ist natürlich ein zentraler Aspekt der für uns auch als WWF dann ganz wichtig ist.
00:23:08: Wir beweisen irgendwie auf tausend vierhundert Hektar, wie man Landwirtschaftnachhaltiger betreiben kann.
00:23:12: eine zentrale Frage die ich mir persönlich immer stelle ist Wie schaffen wir eigentlich das auf hundvierzigtausend hektar zu betreiben?
00:23:18: dann kann man davon sprechen, dass man irgendwie einen immenseren Einfluss oder ein Einfluß ausüben kann.
00:23:25: Der Drastizität der Situation vor Ort auch entspricht nämlich du hast einen massiven Wassermangel und auf tausend vierhundert Hektar kannst du zwar nachhaltiger bewässern aber das bedeutet noch nicht, dass du das System veränderst.
00:23:35: und diese Frage ist eine ganz ganz ganz wichtige.
00:23:38: und was wir da haben es?
00:23:39: Wir haben auf Tausend Vierhundert hektar bewiesen wie geht es Nachhaltiger?
00:23:43: ja und das ist einfach immens.
00:23:44: die Zahlen neunsechzig Prozent weniger Pestizideinsatz im Mittel nach diesen vielen Jahren.
00:23:50: Das ist einfach so ein immenser Wert, wenn man sich das vorstellen würde dass in kompletten Orangen, Mandarinen und Klamotinen an Bauen sparen hier neunsechzig Prozent weniger Pestiziert eingesetzt werden würden.
00:23:58: Das wäre so ein extremer Erfolg.
00:24:00: Sechsunddreißig Prozent weniger Wasser.
00:24:02: wir haben auf unseren Farm mit unserem Biodiversitäts-Experten hundert zwanzibzig verschiedene Wirbeltierarten gezählt.
00:24:10: Das muss man sich mal vorstellen, wenn man da vorne Fläche hat auf der praktisch nichts wächst außer einem Baum und auf einmal hast du irgendwie eine maurische Bachschildkröte.
00:24:17: Und bei uns ist sie auf der Plantage vertreten.
00:24:20: wir haben eine andere Plantage.
00:24:21: Wir haben eine Plantage.
00:24:22: Da hat sich ein Fischautor angesiedelt und das sind ganz tolle Indikatoren für die Gesundheit eines ökologischen Umfeldes, für die Wasserqualität aber auch für das was dann sozusagen... Um deren Nestbau oder um deren Nest-Aktivitäten herum sozusagen vorgefunden wird.
00:24:39: Und es sind, also da gibt's im Kleinen ganz viele Erfolgsgeschichten wie wir haben auf einer Farm irgendwie eine vom Aussterben bedrohte Schildkrötenart entdeckt oder ein Fischotter und auf der anderen Seite eben diese großen Zahlen die eigentlich nur dafür sprechen dass es halt darum geht dieses Projekt massiv in die Fläche zu tragen die Art und Weise wie wir da wirtschaften oder nachhaltige Landwirtschaft betreiben.
00:25:02: Und damit könnte man glaube ich auch wirklich eine Transformation von einem Sektor anregen, zumindest einen Beitrag dazu leisten.
00:25:08: Patrick wie kriegen wir mehr Leute begeistert davon diesen nachhaltigeren Ansatz zu machen?
00:25:16: Ja es ist auf jeden Fall etwas worüber ich mir aus der Feder Gedanken mache und wir haben natürlich da im Projekt einfach gewisse Limitierungen.
00:25:23: Wir sind ein kleines Team und wir arbeiten auf tausend vierhundert Hektar aber was ich mir sehr gut vorstellen könnte ist dass einfach intrinsisch motiviert Informationsmaterialien aus dem Projekt heraus bereitstellen.
00:25:35: Letzten Endes an jeden, der interessiert ist seines andere Lebensmittel Einzelhändler, seines Produzenten vor Ort und seines Individuelle Farmerinnen und Farmer in denen wir ihn einfach eine Guide Line Art Guide Line an die Hand geben, in der sie nachvollziehen können was wir in den letzten zehn Jahren gemacht haben indem wir glaubhaft darstellen das es funktioniert und ihnen aber auch die technische Möglichkeit sozusagen in die Hand geben, diesen Anbau kopieren zu können.
00:26:02: Und das wäre aus meiner Perspektive ein möglicher Ansatzpunkt wie man es schaffen könnte diese nachhaltige Praxis, auf eine größere Fläche zu treiben, einfach zu versuchen viel mehr Menschen zu erreichen.
00:26:18: Ein anderer Ansatz wäre auch dass wir beispielsweise unser Trainingsprogramm ein bisschen holistischer globaler gestalten und das öffnen für weitere interessierte Landwirtinnen und Landwirte.
00:26:28: Einfach dass man unser Projekt in einem Rahmen von vierundzwanzig Pharma bewegt mit einer gewissen Anzahl an Lieferanten bezogen auf Edeka-Lieferketten öffnet und mehr Menschen daran teilhaben lässt, ohne dass wir die Verantwortung tragen.
00:26:43: Experten vor Ort für diese Menschen auch bereitzustellen weil das ist einfach etwas was wir nicht leisten können.
00:26:49: Und das ist glaube ich ein Rahmen den wir als Projekt versuchen könnten.
00:26:53: da könnten wir versuchen anzusetzen.
00:26:54: aber es gibt natürlich noch ganz andere Ansatzpunkte.
00:26:56: also wir könnten beispielsweise versuchen politische Entscheidungsträger zu beeinflussen.
00:27:00: Wir produzieren unsere Zitrusfrüchte seit zehn Jahren ohne Glyphosat und der Einsatz von Glythosat ist gängige Praxis im Zitlusanbau.
00:27:08: Warum ist das überhaupt erlaubt, wenn es nicht nötig ist?
00:27:10: Ein Mittel einzusetzen, der das hochtoxisch ist und das einfach alles an Pflanzen zerstört auf deiner Fläche die du hervorfindest.
00:27:18: Richtig
00:27:18: richtig schönes Paradebeispiel auf jeden Fall!
00:27:20: Jetzt haben wir ganz viel über den Vergangenheit gesprochen, über den jetzt Zustand.
00:27:23: Es gibt auch eine andere Zeitangabe die Zukunft.
00:27:27: Wenn mir jetzt einfach mal so zehn Jahre in die Zukunft schauen und ein bisschen Utopie walten lassen mit einer Prise Realität.
00:27:34: Wo glaubst du stehen wir oder was ist dein Wunsch, wo wir stehen?
00:27:37: Also wie gerade auch schon gesagt, also wenn wir es schaffen würden.
00:27:40: Ich glaube ich hatte Eingangs gesagt, zweihundertdreißig tausend Hektar Orangenmanderien und Clementin Produktion in Spanien.
00:27:45: Wenn man es schaffen würde auf diesen Zweihundert dreißig Hektare die neunsechzig Prozent Pestizide einzusparen oder die sechsten Dreißig Prozent Wasser dann würde man halt einfach schon so einen immensen Beitrag dazu leisten dass man irgendwie von der naturverträglichen Orangen-Mandarin und Clementinenproduktion sprechen könnte.
00:28:00: Und ganz wichtig ist diese Ansätze die wir im Projekt umsetzen Die funktionieren auch in anderen Kulturen, also du kannst auch an anderen kulturen schauen.
00:28:08: Hey was habe ich eigentlich für Plagen?
00:28:09: Was ist mit meinen Nützlingen?
00:28:10: wie kann ich die fördern?
00:28:11: und es ist nötig Insektizide einzusetzen oder nicht?
00:28:14: Also das geht nicht nur um Zitosanbau und da gibt's so viele Potenziale und die werden halt gesellschaftlich nicht ausgenutzt.
00:28:21: Das fehlen Anreize auf wirtschaftlicher Seite, es fehlen anreize off politischer Seite und daraus resultierend... wird halt weiter so produziert, wie produziert wird.
00:28:30: Aber wenn wir es schaffen würden auf diesen Zweihundertdreißigtausend Hektar einfach das zu machen was wir im Projekt machen dann wäre er einfach schon ganz ganz viel geholfen und wir würden den ökologischen Herausforderungen die im Citrus anbauen Spanien bestehen.
00:28:43: Er auf jeden Fall etwas entgegensetzen.
00:28:45: Okay, Patrick Freund, Experte für nachhaltige Agrarlieferketten.
00:28:49: Muchas gracias a ti!
00:28:51: Und wenn ihr noch Fragen oder Anregungen habt dann schreibt gerne in die Spotify-Kommentare oder eine E-Mail an podcastatwvf.de.
00:29:00: Ich bin Adi im Wegner.
00:29:01: das ist der Living Planet Podcast vom WWF Deutschland und wir hören uns wieder beim nächsten Mal.
00:29:06: Ciao