Ein Podcast des WWF Deutschland zu Arten- und Naturschutz im 21. Jahrhundert.
00:00:00: Ja, ich bin Zeitmahneslebens optimistischer Naturschützer gewesen und ehrlich gesagt hilft das auch ziemlich um den einen oder anderen Rückschlag zu verdauen.
00:00:09: Das Wattenmeer wirkt oft zeitlos – Ebbe, Flut, Vogelzüge.
00:00:13: Viele scheint seit Jahrhunderten gleich!
00:00:15: Und doch hat sich dieser einzigartige Lebensraum in den vergangenen vierzig Jahren massiv verändert.
00:00:21: Kaum jemand hat diesen Wandel so intensiv begleitet wie Dr.
00:00:24: Hans Ulrich-Rösner.
00:00:26: Vier Jahrzehnte hat er aktiv als Naturschützer mit dem WWF das Wattenmeer beschützt, gestärkt und verteidigt.
00:00:33: Dafür ist er jetzt sogar mit dem Bundesverdienstkreuz am Bander ausgezeichnet worden!
00:00:38: Das is Living Planet der WWF Podcast.
00:00:40: ich bin Eileen Wegner vom WWF Deutschland und habe heute die tolle Chance auf vier Jahrzehnte Naturschutzarbeit zurückzuschauen – mit eben Hans Ulrich Rösner.
00:00:50: Hallo Hans Ulreich Wenn du heute aufs Wattenbär hinaus schaust, was?
00:00:57: welche Emotionen kommen dabei dir hoch?
00:01:01: Zum einen die Begeisterung, die ich für diesen Lebensraum empfinde.
00:01:05: Für das Watt, für Sandbänke, für Salzwiesen... ...für die Weite und für den vielen Vögel, die dort sind.
00:01:11: Und zum anderen ein gefühlter Zufriedenheit damit, dass wir auch da ganz schön viel erreicht haben für die Natur in diesen vierzig Jahren.
00:01:18: Und natürlich unsere Vorgängerinnen und Vorgänge auch schon.
00:01:21: Denn der Naturschutz im Wattenjahr begann schon vor über hundert Jahren Dadurch, dass die ersten engagierten Menschen kleine Inseln kauften mit Vogelkolonien und die vor dem Abschuss retteten.
00:01:33: Kannst du dich noch an den Moment erinnern wo du gesagt hast hier schlägt mein Herz hier möchte ich mich vereinsetzen?
00:01:41: Das war im Grunde als Kind wo ich am Strand einer ostfriesischen Insel unterwegs war und Wuscheln sammelte und Krebs fingen Und das war der Punkt, wo ich mich entschied, Biologe zu werden und eigentlich auch an der Nordsee bleiben zu wollen.
00:01:57: Ach, das glitt ja zauberhaft!
00:01:58: Und seit der Kindheit diesen Traum gehabt?
00:02:01: Dann lass uns mal paar Schritte zurückgehen bevor wir jetzt über die Naturschutzarbeit sprechen und einmal definieren was ist überhaupt das Warten mehr?
00:02:08: weil ich glaube es haben viele gehört aber so richtig definiert können wahrscheinlich die wenigsten.
00:02:13: Das Wort mehr sind die flachen Küstengewässer der südlichen Nordsee und es gehört sogar zu drei Staaten.
00:02:19: Es ist also sehr groß, nämlich zu Deutschland, Dänemark und den Niederlanden und besteht aus verschiedenen Lebensräumen in denen die Gezeiten sehr stark wirken, also Ebbe und Flut.
00:02:34: Wir haben einen großen Tienenhub, der teilweise bis zu dreieinhalb Meter beträgt Und dieses Wasser fließt täglich zweimal rein und draußen das Wattmeer durch große Wadströme, wo das Wasser ständig steht die auch bis zu dreißig fünfunddreißig Meter tief sein können.
00:02:50: Es überflutet dann die Wattflächen also dass den Meeresboden der bei Flut mit Wasser bedeckt ist und bei Ebbe freiliegt trocken fällt aber auch die Salzwiesen die sich an diese Watt-Flächen angrenzen und die nur selten überfluttet werden nämlich bei Sturm gehören zum Wattmeer ebenso wie die Inseln und Dünnen, Strände und Sandbänke.
00:03:12: Jetzt hast du richtig Lust gemacht dorthin zu fahren um mir das genau anzugucken mit einer ganz neuen Perspektive.
00:03:19: Da bist du nicht die Einzige, da kommen viele Gäste hierher die das Wort mehr leben wollen.
00:03:24: Ich war schon ewig nicht mehr dort bestimmt zwanzig Jahre oder so.
00:03:27: was deswegen?
00:03:28: es ist so klein in Erinnerung.
00:03:30: Ich muss mal wieder dringend auf jeden Fall meinen eigenen Urlaub nutzen und Richtung Norden fahren.
00:03:38: Du warst in den Achtzigerjahren damals dort angefangen, wie stand es damals um das Wattenmeer?
00:03:43: Das Watten mehr... ich hatte schon erwähnt dass der Watten mir Schutz vor über hundert Jahren begann und sich auf einzelne Arten richtete die man voll im Abschluss tatsächlich auch durch Touristen die sich die Federn von Sehschwalmen an die Hüte stecken wollten gerettet hat.
00:04:03: In den kommenden Jahrzehnten ist dann mehr und mehr Gebietschutz dazu gekommen, also man hat gesehen man kann nicht nur einzelne Arten schützen, man muss im Grunde das ganze Gebiet schützen.
00:04:12: Es gab in den siebziger Jahren die ersten großen Diskussionen um Nationalparken.
00:04:18: es gab in dem Siebzigern- und Achtzigerjahren Diskussion um große Eindeichungen mit denen ein großer Teil des Waffenmeeres vernichtet wurden Als ich angefangen habe mit der Arbeiter war das die letzte große Eindeiche noch gar nicht abgeschossen.
00:04:32: Der Nordschwelle Buch, so hieß dieses große Gebiet damals von immerhin in thirty-fünf Quadratkilometer Größe was dem Wattenmeer entzogen wurde und das war die große Betrogen, die damals auch noch über den Watten Meer schwebt da.
00:04:44: aber es gab auch noch Jagd an vielen Stellen im Watten mir auf Wasservögel also auf die Arten von Vögeln, die das Watten mehr ganz besonders auszeichnen.
00:04:56: Überlebensraum ist auf ihrem Zug aus der Arktis hier nach Süden.
00:05:01: Die Salzwiesen wurden noch intensiv so stark beweidet, dass das im Grunde einem Golfrasen klich also die Biodiversität die Arten vielfalls sich dort überhaupt nicht entfalten konnte.
00:05:11: Es wurde Dünnsäuren in der Nordsee verklappt noch ganz offen.
00:05:16: Also es gab vieles oder ich nenne ein anderes Beispiel als wer damals am Strand unterwegs war Und eine Unterkunft hatte, wo er danach zurück kam musste auf die Tabentinflasche am Eingang zurückgreifen und sich das die Ölflecken von den Füßen waschen.
00:05:36: Es gab also noch ganz höhere Maß als es dann später der Fall wurde, in dem Fall dass Tanke ihre Tanks unterwegs aus huschen und das Öl auf diese Weise an die Strände gelangte Dinge, die man heute sehr selten nur noch sieht.
00:05:53: Kannst du dich noch so an dein erstes Projekt oder einer deiner ersten Projekte erinnern, die dich vielleicht auch sehr geprägt haben damals?
00:05:59: Ja ja.
00:06:00: Meine Arbeit in Wattenhöhe begann im Grunde mit der Gründung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
00:06:06: Ich war Mitte der Achtzigerjahre.
00:06:10: Es kam zunächst Niedersachsen mit dem Gedanken ein Nationalpark ins Amt mehr zu kunden.
00:06:16: Schlesse-Kolstein zog dann nach und hat es dann geschafft, schneller als Niedersachsen nämlich im Oktober Nousterfünfundundachtzig den Nationalpark Schlessee-Kollstein sich das Wattmeer auszuweisen.
00:06:26: Hier in Sachsen an dem Januar neunzehnhundertsachzig.
00:06:29: Und das waren die Gründe, die größten Schutzgebiete, die Westeuropa hat, die da gegründet wurden.
00:06:33: und unsere Arbeit als BWF war es diese Schutzgebietsauswahl zu unterstützen, öffentlich zu unterstützen.
00:06:40: Es ist keineswegs so dass da alle Menschen nur begeistert waren und davon das dort große Schutzgebiete entstehen sollten.
00:06:47: man hatte Einschränkungen durch den Naturschutz befürchtet.
00:06:50: dieses musste nicht nur verteidigt werden in der Öffentlichkeit sondern auch natürlich den Landesregierungen gesagt werden Naja also ein Nationalpark der nur das Wort Nationalpark enthält aber keine guten Regelungen für die Natur, der reicht auch nicht aus.
00:07:08: Was waren denn so die Argumente?
00:07:09: Weswegen kein Nationalpark errichtet werden sollte damals?
00:07:13: Viele sagten, wir gefahren fürs Wattenmeer würden vor allem von außen kommen und da würde es überhaupt nichts nutzen wenn man im WattenMeer Gebiete sperrt.
00:07:20: Andererseits einer Seeschwalm ist es im Grunde egal ob ihre Eier durch Schwermetalle kaputt gehen oder was sie jemals zertritt Und man kann ein ganz plastisches Beispiel zu nehmen und deswegen ist es zwar richtig, dass auch Gefahren von außen durch Nährstoffüberversorgung oder Schiffsunfälle oder durch Schadstoffe abgewährt werden mussten.
00:07:43: Aber genauso richtig ist das vor Ort auch der Schutz des Bedarfes.
00:07:47: Ein glaubwürdiger Nationalpark hilft wirklich große industrielle Gefahren abzuwehren die im Grunde bis auf den heutigen Tag für das was wir bestehen.
00:07:57: Menschen zu überzeugen ist ja immer eine der größten Herausforderungen.
00:08:00: Was hat dich denn immer so motiviert gehalten, weiterzukämpfen und weiterhin dafür da zu sein?
00:08:06: Naja dass man sie überzeugen kann.
00:08:09: Ja viele diese skeptisch waren gegenüber dem Nationalpark oder auch dem Naturschutz gegen Wahl gemein oder sagen wir es mal so naturschutzweit wegfanden aber vor der Haustelle nicht ganz so gut.
00:08:22: Wir sind im Laufe der Zeit Freunde und Freundinnen des Nationalparks geworden.
00:08:29: Das ist eigentlich der schönste Erfolg, wir haben sicherlich zurzeit eine Überwiegende Ablehnung in der Region gehabt für den Nationalparken.
00:08:37: Wir haben heute eine weit überwiegende Zustimmung.
00:08:41: Und das finde ich schon sehr motivierend!
00:08:43: Absolut, da kann man ja richtig stolz darauf sein dass es sich so ein wahnsinniger Wahrnehmungswandel halt auch verzogen hat.
00:08:51: Wenn du jetzt zurückblickst wir haben jetzt in einen Nationalparkgründung welche anderen Erfolge nimmst du denn mit aus dieser Zeit?
00:08:57: oder sind es wert auch Niveen zu werden?
00:09:01: Ja zunächst mal das darf man nicht unterschätzen ist das Wappen überhaupt noch da.
00:09:07: Also es sind nicht nur solche Dinge wie, dass man bestimmte Nutzungen einschränken konnte oder abschaffen konnte.
00:09:12: Da komme ich noch gleich darauf zu sprechen.
00:09:14: Es ist auch der Umstand das überhaupt so erhalten werden konnte, wie es vor vierzig Jahren war und dass sozusagen industrielle Nutzung sich nicht ausgebreitet haben.
00:09:25: Dass der Tourismus nicht die letzte Ecke bevölkert sondern konzentriert ist an bestimmten Stellen.
00:09:33: Der Störungseinfluss durch den Tourismus muss sich dann auch auf bestimmte Stellen konzentriert.
00:09:38: Aber es gibt eben auch andere Erfolge, wo bestimmte Nutzung oder bestimmte schädliche Einflüsse zurückgetreten werden konnten.
00:09:46: Da nenne ich mal ein Beispiel wie
00:09:48: die
00:09:49: Salzwiesen, also dieser Übergangsraum zwischen Land und Meer in dem sehr spezielle Pflanzen- und Tierer leben, die mit dieser Meerewasserüberflutung zurechtkommen müssen.
00:09:59: Diese Salzwiesen wurden intensiv beweihtet noch Mitte der achtziger Jahre und sind heute zu einem Großteil unbeweiht.
00:10:06: Sie kommen wieder zur Blüte, die Artenfühlfahrt in ihnen kann sich wieder entwickeln.
00:10:11: Die Jagd auf Wart- und Wasservögel im Wattenmeer wurde weitgehend eingestellt.
00:10:15: Die Dünnsäure Verklappung wurde eingestelt.
00:10:18: Die See- und Bestände auch nicht nur die Kegelrobbenbestände, die es vor vierzig Jahren noch gar nicht gab haben sich wiederholt.
00:10:27: wieder zurückgekommen ins Wattenmeer.
00:10:29: Für einen wenigen tausend Seehunden liegen heute bei knapp vierzigtausend, die im Watten mehr leben können.
00:10:35: Das alles konnte man sich vor vierzig Jahren auch gar nicht so richtig vorstellen.
00:10:38: Es ist aber gelungen!
00:10:40: Du sagtest ja vorhin auch das Wattenmärlicht an drei Ländern in Deutschland Deine Marco Niederlande, weil ich das jetzt richtig noch im Kopf habe.
00:10:47: Geografie ist nicht so... Wie hast du die auch in diesen vierzig Jahren die Zusammenarbeit in diesen drei Ländern wahrgenommen?
00:10:54: Oder gibt es eine Zusammenarbeit zwischen diesen drei Ländern um eben das Warten mehr zu erhalten?
00:10:59: Ja, das ist ja etwas bemerkenswertes eigentlich dass es die nämlich gibt.
00:11:03: diese Zusammenarbeit Das ist die längste zwischenstaatliche Zusammenarbeit für einen Naturgebiet in der Welt, die existiert und die auch immer noch besteht.
00:11:15: Und wovor wenigen Tagen übrigens die fünftzehnte Regierungskonferenz zum Baden-Werstotz gerade erst zur NSberg im dänischen Sberg zu Ende ging?
00:11:23: Und das zeigt schon dass in diesen drei Ländern und dem vorgegangen auch in den drei Regierungen Doch die Einzige herrscht, dass das Wattmeer im Grunde der wertvollsten Lebensraum ist.
00:11:37: Aus einer internationalen Perspektive heraus der zu finden ist dort und man hat immer dann gesagt naja der Seehund der Entschlüsse Kolstein in Watt mir lebt er bleibt ja nicht dort sondern da wandert auch nach Niedersachsen oder nach Dänemark und umgekehrt.
00:11:53: Das Beispiel zeigt schon, dass man ihn eben auch nicht nur in Schlesse-Kollstein schützen kann sondern im Grunde das gesamte Wattmeer in den Blick nehmen muss.
00:12:00: und genau das ist passiert.
00:12:02: Die Staaten haben enden, haben an uns hat abtun setzten.
00:12:04: sie sind dann von Ernsthaft-Nachzehn zweiundachtzig verabredet das Watt mehr gemeinsam zu schützen.
00:12:10: Und so ist es auch gekommen.
00:12:11: Das heißt nicht, dass alle Regelungen exakt identisch sind in den drei Ländern.
00:12:14: dazu sind die kulturellen Unterschiede zwischen den drei ländern doch immer noch zu groß.
00:12:20: Aber es gibt eine ganz klare gemeinsame Einsicht, dass das Wort mehr gemeinsam geschützt werden muss.
00:12:25: Dass nach strengen Standards zu passieren hat.
00:12:28: nur auf dieser Grundlage konnte auch die Anerkennung als Weltnaturerbe durch die UNSCO erwirkt werden.
00:12:34: Weil sie hat ganz klar gesagt ihr müsst das Wortmehr gemeinsam schützen.
00:12:37: Ihr müsst es auch gut schützen und es geht nicht nur ein Beispiel in das Niedersächsische Wortmärkte im Weltnatuerwerb zu erlernen sondern es muss schon das gesamte Wort mehr sein.
00:12:47: und das ist dann gelungen im Jahr.
00:12:50: Was ist in der Konsens dann gewesen, wie wir das Wartenmeer schützen gemeinsam?
00:12:55: Zunächst mal die wichtigste Entscheidung war natürlich dass es überhaupt mal Schutzgebiet wird.
00:13:01: In Deutschland hat man sich für das Schutzgebietenstrument Nationalpark entschieden.
00:13:06: In Niederlanden hat man kleinere Nationalparks nur auf einzelnen Inseln gegründet und ansonsten ist das durch ein anderes System geschützt werden.
00:13:14: In Dänemark ist das Wildreservat gewesen aber auch Schutzgebiet und den Mal hat dann erst viele Jahre später das auch zum Nationalpark gemacht.
00:13:23: Also diese Entscheidung, das Badmeer zu schützen oder eine andere Entscheidung Eindeichungen zu stoppen also nicht länger Baden-Mehr-Gebiete hinter Deichen abzutrennen von der jungen wilde dynamischen Natur die das Wadmeer verkabert Das ist auch schon eine sehr grundlegende Entscheidung gewesen für den Schutz an die heute gar keine mehr so richtig denkt.
00:13:45: Also, vierzig Jahre ist ja irre.
00:13:46: Das ist ein ganzes Leben.
00:13:48: Es ist ja wahnsinnig lange und wir haben gerade über die anfänglichen Bedrohungen gesprochen.
00:13:52: Wie haben sich die Bedrohhungen geändert oder haben sie sich geändert bis zu heute?
00:13:56: Ja das haben Sie auf jeden Fall ganz erheblich sogar.
00:13:59: aber vielleicht muss noch eins voran stellen.
00:14:04: Ich habe bisher sehr viel über die Erfolge.
00:14:06: des Wattmeerschutzes gesprochen.
00:14:11: Das ist nur die eine Erhilfte der Medaille, die andere Hälfte der medaille ist das unglaublich viel noch zu tun bleibt.
00:14:16: Ja dann nehmen wir es gerne dahin mit.
00:14:19: Also es ist einfach nicht schwarz-weiß.
00:14:23: Wir spielten im Watmeer auf großartige Naturschützerfolge zurück.
00:14:27: aber ebenso müssen uns ganz ganz viele Sorgen über die Zukunft machen.
00:14:31: und wenn vor vierzig Jahren die größte Gefahr für den Ja, die Eindeichung eigentlich allen voran, weil da einfach Watten mehr grundlegend zerstört wurde und hinter Deichen verschwand.
00:14:43: Ist heute die größte Gefahr der Klimawandel.
00:14:46: Für das Warten wir noch noch größer als bestimmte Nutzungen oder industrielle Ansprüche, die an das Watten hergestellt werden.
00:14:55: Und der Klima-Wandel führt nicht nur zu einem Temperaturanstieg des Klimawandels, er führt nicht wie anderswo auch hier an der Küste und dazu dass sozusagen Arten sich verändern werden, also kälte liebende Arten eher verschwinden, wärme Liebende dazuwandern.
00:15:14: Und sich das alles verändern wird sondern in der Klimawandel führt auch zu einem beschleunigt steigenden Meeresspiegel und bringt die Gefahr mit sich, dass das Warten mehr erodieren könnte.
00:15:25: Das Wort sprechen dauerhaft überflutet während des Inseln ein Halligen abbrechen dass auch letztlich die Deiche nicht mehr sicher sind, hinter denen die Menschen leben.
00:15:34: Also es ist nicht nur die Natur in Gefahr des Wattenmeeres von diesem Meeresspiel ansteht quasi aufgefressen zu werden sondern natürlich die an der Küste lebende Menschen sind auch in Gefahren.
00:15:44: Was sind denn jetzt die Ansätze?
00:15:45: Weil die Veränderung hat begonnen.
00:15:47: wir sehen nämlich schon was du gerade aufgelistet hast.
00:15:51: alles was passiert denn jetzt grade im Wattenmäher in der Region um sich anzupassen oder dagegenzuwirken?
00:16:00: Na ja, es gibt im Grunde zwei wesentliche Dinge die notwendig sind.
00:16:05: Das eine ist natürlich das Klimaschutz nicht nur vor Ort sondern auch global funktionieren muss dass die Pariser Klimaziele erreicht werden müssen und die Küste trägt dazu schon muss man sagen ordentlich bei weil Windkraftanlagen hier in einem Ausmaßel wie man sich das in Süddeutschland eher wenig vorstellt an der Küste gewachsen sind und netto einen Stromüberschuss auf einer Küste exportiert wird.
00:16:31: Also zum Klimaschutz trägt die Küste geweihtig bei, wobei ich ebenso deutlich sagen muss das innerhalb der Schutzgebiete auch Windenergieanlagen nix zu suchen haben und auch nicht gebaut werden müssen oder nicht gebaut wären dürfen weil dort die Natur immer dann vorrang hat.
00:16:47: aber das zweite was wir neben dem Tatsächlich ein Klimaschutz brauchen und ich muss sagen, ohne Klimaschutz ist das Watt mehr nicht zu retten.
00:16:54: Also das muss eine ganz kleinere Sache sein.
00:16:56: wenn wir dem nicht global hinkriegen dann wird der Meeresspiegel-Anstieg im Ausmars stattfinden dass das Wettmeer gar nicht mehr existiert Nicht in diesem Jahrhundert aber in den nächsten ein zwei Jahrhunderten.
00:17:08: Deshalb gibt es Wattmeerschutz auch nur mit Klima-Schutz zusammen.
00:17:12: Und das zweite was wir brauchen ist, das nennen wir Klimaanpassung Also das was man auch in Städten diskutiert, wenn es darum geht dass es nicht so heiß werden darf.
00:17:21: In Städtendessen gehts ja auch im Grunde um Klimaanpassung.
00:17:25: Das gilt auch für das Wortenmeer.
00:17:27: Wir müssen dem Wort mehr helfen mit den Meerespiegel in die Höhe zu wachsen und sich auch in der Größe anpassen zu können.
00:17:35: an den gesteigerten Meeresspiegelanstieg hier und da wird man vielleicht eines Tages gleich zurücknehmen damit dass von der Seeseite her erodierende Wattenmeer an Land ehemals eingedeichte Wattflächen wieder wachsen kann.
00:17:51: Wie kann das denn ansteigen?
00:17:53: Also du sagtest gerade, dass das Wattenmäer quasi vor dem Ertränken schützen wie... wie kann ich mir das genau vorstellen?
00:18:00: Ich nenne da mal ein Beispiel Es gibt die berühmten Halligen.
00:18:04: Das sind kleine Inseln, die keinen Deich haben hier im nordfriesischen Watten-Meer in Schleswig-Holstein die bei Sturm, das Sturm aus West-Nordwest vor allem hin und wieder überflutet werden.
00:18:18: Und wo die Menschen auf Hügeln sogenannten Warften leben damit sie sicher sind bei solchen Sturmfluten.
00:18:26: Und jedes Mal wenn das Meerwasser so eine Hallig überflutet sieht man dass die Trübstoffe zurückbleiben auf der Hallig.
00:18:34: Das wirbelt vieles Element auf, vor allem bei Sturm und das führt dann zu dieser grauen Farbe des Wassers.
00:18:41: Und das setzt sich ab also am Sturm.
00:18:43: Dadurch wächst so eine Halle langsam in die Höhe.
00:18:44: jedenfalls dann passiert das wenn es genügend von diesen sogenannten Landunteren gibt.
00:18:51: Es besteht eine gewisse Hoffnung dass diese Halligen überleben können als kleine Inseln dadurch dass sie mit dem Meerwasser anstieg in den Höhen wachsen.
00:19:03: Und das gilt es natürlich auch, dass gesamte Watme zu übertragen.
00:19:07: Weil es reicht ja nicht, dass die Halligen in der Höhe wachsen sondern, dass wir das Watme muss uns gesamt mithalten und da kann es durchaus sein, dass in der Zukunft, das ist eher eine Entscheidung der nächsten ein zwei Generationen als unserer Generation.
00:19:24: Man entscheidet auch mit großen Selementaufspielungen aus der Nordsee, dem Wattmeer zu helfen so wie das heute schon bei Sylt passiert um Sylt an der Küstenlinie zu erhalten.
00:19:37: Ob das passiert?
00:19:38: Das wird ja sehr kostenauf wenn nicht so etwas, ob das passiert ist, können wir heute noch nicht sagen.
00:19:44: was wir aber heute sagen können ist dass wir ausprobieren müssen mit Pilotprojekten Wie das denn gehen kann überhaupt?
00:19:50: Was können wir tun, um dem Wacken ja so gut wie möglich gegen den Meeresspiegelanstieg zu helfen.
00:19:55: Eine der Maßnahmen die da ausprobiert werden müssen ist das was wir als weichen Küstenschutz bezeichnen also nicht nur mit Deichen und Beton der Querken und Dämmen Also hart im Küstenschutz versuchen die Natur zu zähmen, sondern auch insgesamt mehr mit weichen Küstenschutz also mit Sandaufspülungen den gleichen Effekt des Schutzes für die Menschen und die Natur erreichen.
00:20:22: Wie hoffnungsvoll bist du bei diesen ganzen Maßnahmen?
00:20:25: oder wie fragil ist das Wartenmeer?
00:20:27: Glaubst du dass es klappen kann mit diesem ganzen Maßnahmen das Wattenmeer zu retten?
00:20:33: Na ja, ich bin Zeitmann des Lebens optimistischer Naturschützer gewesen und ehrlich gesagt hilft das auch ziemlich um den einen oder eine Rückschlag zu verdauen.
00:20:43: Denn Rückschläge gibt es schon auch und nicht zuletzt deswegen weil es sozusagen eine wachsende Einsicht gibt in dem Umstand dass wir solche Pilotprojekte brauchen mit denen wir ausprobieren wie wir eine solche Anpassung hinkriegen.
00:21:00: Weil es also diese wachsende Einsicht gibt, bin ich auch optimistisch dass das gelingen kann.
00:21:07: Natürlich wird sich das Watt mehr verändern über die Zeit.
00:21:09: Wir werden mit dem Meeresspiegel-Anstieg und der Temperaturerhöhung nicht fertig werden ohne Spuren zurückbleiben aber ich bin fest davon überzeugt dass es gelingen können den Watten jetzt zum Überleben zu helfen.
00:21:23: Du jetzt gerade schon von Rückschlägen sprichst.
00:21:25: Gibt es aus deinen Jahrzehnten einen Ruckschlag, der dich bis heute vielleicht wurmt oder so ein bisschen verfolgt wurde?
00:21:36: Zunächst mal ist das ja nicht nur für eine Frage von ich sondern wir sind immer als Team unterwegs und nicht nur als Team WWF wo wir lange und gut gemeinsam gearbeitet haben, sondern auch als Team mit den anderen Naturschutzorganisationen.
00:21:51: Beispiel ist die Schutzschutz von Wattmehl, der wir hier sehr eng zusammenarbeiten.
00:21:55: Oder auch viele Menschen aus der Region, die nicht in den Naturschutzorganisationen sind, die sich für das Watt mehr einsetzen und beispielsweise als Nationalparkpartner geworden sind.
00:22:07: Also da sind ja schon eine ganz große Watt-Mehrfamilie, die da unterwegs ist.
00:22:12: Und wenn ich jetzt an einen Rückstack denke, der mich und uns bis heute verfolgt, dann ist es das, dass wir in Sachen der Fischerei bisher wenig erreicht haben.
00:22:23: Also die Fischerei, speziell die Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen im Wattenmeer arbeitet ist nach wie vor fast auf der gesamten Fläche des WattenMeeres unterwegs und beeinträchtigt natürlich den Meeresboden und die Lebensräume die sich dort bilden und die Arten die dort vorkommen.
00:22:40: und da ist es einfach noch nicht gelungen auch in vierzig Jahren einen Durchbruch zu erzielen, dass man ein Kompromiss findet der in größeren Teil des Watten mehr frei von Fischerei entwickeln lässt und die Fischerei trotzdem aber als Teil der Nordseeküste weiter existieren kann natürlich und sich eben etwas mehr beschränkt.
00:23:03: Bei Teilen der Muschelfischerei ist das übrigens gelungen also der Fischeri auf Miesmuscheln.
00:23:08: da haben wir ein Kompomiss erziehlen können den was in Schleswig-Holstein im Watten die Muschelfischerei in einer insgesamt nationalparkverträglichen Weise wirtschaftend ist.
00:23:19: Okay, so bis zu fünfundzwanzig hast du ja das Wattenbärmüro noch geleitet und hast dann die Leitung abgegeben?
00:23:27: Du bist weiterhin auch aktiv.
00:23:28: da reden wir gleich darüber wie war es denn für dich nach so langer Zeit die Leitungen abzugeben an die nächste Generation?
00:23:34: Ja
00:23:35: es wurde dadurch ganz stark erleichtert dass ich einen Nachfolger habe der großartige Arbeit macht und wo ich dann aussagen kann, ich kann mich ein wenig in den Ruhestand begeben.
00:23:46: Ich habe aber keinen Lust inaktiv zu bleiben und helfe also nach wie vor dem BWF-Team.
00:23:53: Ich hab auch begonnen, mich in der Schutzstation Wattenmeer zu engagieren, wo ich dem Vorstand angehöre.
00:23:58: Großartig!
00:23:59: Dein Engagement geht weiter und du wurdest ja jetzt auch geerrt mit dem Bundesverdienstkreuz am Wande.
00:24:04: Herzlichen Glückwunsch dazu!
00:24:07: Danke.
00:24:07: Wie war das für dich nochmal so eine wahnsinnige Auszeichnung, für deine Leidenschaft und dein Engagement zu bekommen?
00:24:13: War schon eine besondere Sache für mich.
00:24:16: also einerseits ein bisschen schwierig weil ich eigentlich gar nicht so gern als Person im Mittelpunkt irgendwo stehe wie das dann bei dieser Auszeichnung da bei dem Event in Kiel wo der Ministerpräsident mir den Orden angeäftigt hat Dann Ablief.
00:24:29: Andererseits war das schon eine schöne Veranstaltung und ich denke, es ist ja auch ein Auszeichen für das Wort mir irgendwie und für das Team und deswegen habe ich das auch sehr gerne dann gegengenommen.
00:24:43: Kann ich bevorstehen?
00:24:44: Das ist ja deine Arbeit und deine Leidenschaft.
00:24:46: Ich meine so viele Jahrzehnte Naturschutzarbeit, so lange Atem ... Was du auch meintest mit Rückschlägen und man muss weiter optimistisch bleiben oder sowas, also aus meiner Perspektive kannst du sehr stolz auf deine Arbeit sein.
00:24:59: Wir haben ja gerade schon gesprochen, du hast es an die nächste Generation abgegeben.
00:25:02: Du bleibst weiter aktiv?
00:25:03: Was ist dir denn wichtig was die nächste generation, die nächste generations Naturschützende am Wattenmeer weiter dranbleibt, weiter erarbeitet und wo du vielleicht bei denen auch die Leidenschaft entfachen kannst?
00:25:19: Ich glaube gar nicht, dass ich da unbedingt die Leidenschaft entfachen muss.
00:25:21: Die ist nämlich da!
00:25:23: Ich sehe viele auch junge Menschen, die sich ganz engagiert für das Wattmeer einsetzen.
00:25:28: also wir haben ja allein im Schlesse-Kolsteinchen wartet mir jedes Jahr hundert Freiwilligen wie ein freiwilliges ökologisches Jahr und einen Bundesfreiwilligendienst machen im Naturschutz.
00:25:37: Ich sehe die ganzen jungen Leute, die für die Nationalpark inzwischen auch arbeiten und für die Umweltverbände.
00:25:44: Also da mache ich mir wenig Sorgen, dass das da genügend Engagement sein könnte.
00:25:49: Wichtig ist sicherlich auch für die Nachfolgenden stets zu sehen, was mehr ein Raum ist der eben nicht nur aus einer Schlüssel Kohlsteinchen Insel besteht oder eine Niederländischen Festlandsküste, sondern dass ein Watmeer ist was Gemeinsameres Weltnaturaube geschützt ist und immer auch ein bisschen an die Kollegen aus den Nachbarländern zu denken.
00:26:14: Die dasselbe Watmeerschützen.
00:26:16: Wichtig ist auch das Grundprinzip des Watmeeschutzes.
00:26:20: Das habe ich noch gar nicht erwähnt, nämlich dem guiding principle verfolgen was sagt, dass natürliche Prozesse im Watt mehr Vorrang haben und so ungestört wie möglich ablaufen sollen.
00:26:33: Also das Grundprinzip des Naturschutzes ist nicht, dass detaillierte Menschen von irgendwelchen Dingen und zu sagen dieser Salzwiese soll jetzt die eine Pflanze wachsen oder nicht der andere Pflanzen und sich dann einzumischen als Mensch sondern zu sagen Das Wattmeer ist groß genug Übrigens auch deshalb als Nationalbar geschützt, dass es sich natürlich entwickeln kann und deswegen unsere natürliche Prozesse auf Vorrang.
00:26:58: Diese Einsicht, die uns Menschen manchmal schwerfällt, Natur einfach sich entwickeln zu lassen.
00:27:03: Da wünsche ich mir besonders dass sie sozusagen erhalten bleibt und auch den kommenden Generationen von Wattenmeer-Schützenden die Leitlinie
00:27:13: ist.".
00:27:14: Wenn du jetzt mal Richtung zehn, fünfzehn Jahre später denkst was wünscht ihr für das Wattenmäher?
00:27:19: Wie soll es da aussehen?
00:27:21: wie soll's da sein?
00:27:25: Einige Jahre voraus, denke ich.
00:27:27: Dann würde ich sagen dann ist es alle höchste Zeit dass wir endlich mit der Fischerei, mit der Krabbenfischerei ein Kompromiss finden genügend große Teile der Wattenmeer Natur im Unterwasserbereich so schützt das sie sich auch dort frei entfalten kann.
00:27:40: Ich denke, dass es auch notwendig ist, dass endlich die fossiler Energieproduktion also die Ölförderung und die Gasförderungen im Battenmeier oder in seiner Nähe tatsächlich dann aufgehört hat und die Bohrinseln und Förderplattformen, die es da noch gibt abgebaut sind.
00:27:58: Das sind zwei große Wünsche, die ich dann habe.
00:28:00: aber natürlich der allergrößte Wunsch ist der das gelingt bis dahin wegweisende Pilotprojekte hinzukriegen wie man Klimaanpassungen im Watt mehr organisieren kann.
00:28:11: Vielleicht wenn ich noch in weiteren Traum äußern darf auch die Energiewende zu erneuerbaren Energien ist ja nicht nur konfliktfrei Man muss schon dafür kämpfen, dass sozusagen Schutzgebiete nicht mit Windmühlen gebaut werden.
00:28:25: Das wird wichtig sein, das es auch weiterhin gelingt so aufrecht zu halten und der Strom von den Offshore-Windenergieparks die draußen noch in der Nordsee entstehen müssen weil wir sie brauchen für die Energiewende.
00:28:38: Der muss an Land kommen.
00:28:39: dazu haben riesige Kabel gebaut und riesige Großbaustellen im Wattenmeer müssen diese Kabel in den Boden versenken.
00:28:47: Da ist es schon auch wichtig, dass das so naturverträglich wie möglich erfolgt.
00:28:50: Wenn wir schon hinnehmen, dass der Nationalpark durch diese Dinge beeinträchtigt
00:28:55: wird.".
00:28:57: Du hast ja gerade schon gesagt du bist noch wahnsinnig engagiert und im Vorstand hast du dir selber eine Deadline gesetzt?
00:29:03: Bis wann du aktiv?
00:29:05: bis fürs Watten mehr oder bleibt das einfach weil's Teil deiner DNA ist?
00:29:09: Ich habe mir keine Deadlines gesetzt sondern das hängt letztlich davon ab ob man das Gefühl hat noch zu helfen zu können auf der einen Seite und natürlich auch, ob man das... Natürlich auch wie lange ich dazu gesundheitlich in der Lage bin.
00:29:24: Aber ich habe mir vorgenommen wenn ich irgendwann nur noch ein alter Besserwisser bin dann würde ich doch lieber im richtigen Ruhestand
00:29:32: suchen.".
00:29:33: Ich hoffe du bleibst so ganz, ganz lange erhalten!
00:29:35: Vielen vielen lieben Dagen.
00:29:36: Dr.
00:29:36: Hans Ulrich Rösner danke dass du hier was um die Zeit genommen hast und Danke für deine viele arbeit von dem wir alle profitieren auch in einer gewissen Art und Weise, weil wir ja nur als eines Ökosystems miteinander verbunden sind.
00:29:49: Wenn ihr noch Fragen habt dann sehr gerne eine E-Mail an Podcast at wwwf.de oder ab in die Kommentare bei YouTube oder Spotify.
00:29:57: das war Living Planet der WWF Podcast.
00:29:59: ich bin Aileen Wegner vom WWF Deutschland und in zwei Wochen hören wir uns wieder.
00:30:03: bis dahin ciao!