Ein Podcast des WWF Deutschland zu Arten- und Naturschutz im 21. Jahrhundert.
00:00:00: Panda Tiga Nassorn.
00:00:02: Es gibt unzählige Arten auf unserem Planeten, einige von ihnen sind vom Aussterben bedroht – das wissen wir!
00:00:08: Aber woher?
00:00:09: Woher
00:00:10: wissen wir das eigentlich und wer definiert, dass sie auf dieser sogenannten roten Liste landen?
00:00:16: Das ist Living Planet der WWF Podcast.
00:00:17: Ich bin Eileen Wegner vom WWF Deutschland und spreche heute über die rote Liste.
00:00:22: Dafür habe ich hier heute meinen Kollegen Roland Grauling, er betreut als Sprecher für den Bereich Artenschutz das Thema seit vielen, vielen Jahren.
00:00:30: Hallo Roland!
00:00:32: Wenn du die rute Liste in einem Satz erklären müsstest wie würde dieser Satz lauten?
00:00:38: Die rote Liste ist so ein bisschen der Gradmesser wie gut oder auch leider schlecht, es um die Artenvielfalt auf unserem Planeten bestellt.
00:00:48: Und die Rote Leste ist sicher das wichtigste Instrument um einerseits natürlich zum Beispiel Naturschutzarbeit und Artenschutz Arbeit zu machen aber vor allem auch in der öffentlichen Wahrnehmung.
00:00:59: ich glaube die rote liste kennen ganz viele Leute und können sich ganz viel So ein bisschen zumindest darunter vorstellen was dahinter sich verbirgt.
00:01:07: wenn man sagt eine Tierart steht auf der roten Liste ist es in der Regel gleich bedeuten mit oh Gott den geht's schlecht.
00:01:14: Also wir sprechen auf jeden Fall gleich nochmal darüber wie diese Liste aussieht ob wirklich ne Liste isst und vor allem auch wie unsere Arbeit involviert.
00:01:23: aber wir gehen jetzt mal so ein bisschen mehr darauf ein.
00:01:25: wo kommt sie überhaupt her?
00:01:27: also Woher kommt die und wann wird sie erstellt?
00:01:30: Die rote Liste wird von der IOCN, also der Weltnaturschutz Union, erstellt.
00:01:36: Auch der WWF ist Mitglied dieser IOCM.
00:01:39: Und das eine sehr wissenschaftliche Liste wobei es keine Liste ist... Du hast gerade schon gesagt, dass er eine Datenbank...
00:01:48: Da steht so ein Pergamentrolle, die rausgeholt
00:01:50: wird!
00:01:50: Leider ist sie dafür zu lang, stehen über hundertzig Arten drauf.
00:01:56: Es gibt ganz strenge wissenschaftliche Kriterien, zum Beispiel Populationsgröße Betrogensfaktoren, Verbreitungsgebiet die da zugrunde liegen.
00:02:05: Das sind mehrere Parameter.
00:02:06: und nachdem diese Einordnung auf der Roten Liste passiert in die verschiedenen Kategorien es gibt ja nicht nur eine Kategorie also es gibt nicht vom Aussterben bedroht sondern ganz viele kategorieren auf der roten Leste
00:02:20: Werden diese Daten denn gesammelt?
00:02:22: Also könnte ich hingehen, jetzt mal ganz übertrieben gesprochen.
00:02:24: Ich zähle einfach mal über ein Jahr lang die Bienen in meinem Garten und daraus schließe ich fest den Bienen geht so oder so.
00:02:32: Wenn diese spezielle Bienenart nur in deinem Garten vorkäme wäre es genau der Ansatz der richtige ist.
00:02:37: Sind die Alienbienen!
00:02:38: Genau.
00:02:39: also wenn's eine eigene Art wäre dann könntest du so feststellen wie viele Bienen gibt das?
00:02:43: und da muss man natürlich gucken... Bleiben wir bei dem Beispiel, wenn dein Garten zum Beispiel bedroht wäre weil du ein zweites Haus bauen willst in deinen Garten und diese Bienenart käme nur in deinem Garten vor.
00:02:55: Dann wäre die diese Bienenkarte natürlich extrem vom Aussterben bedrohte.
00:03:01: Kommt diese Bienenaart hingegen in zehn!
00:03:03: Gärten vor und nur ein Garten würde umgewandelt werden in neues Haus, dann sieht schon wieder ein bisschen anders aus.
00:03:09: Und genau so ist natürlich auch mit der roten Liste wenn es eine Amphibie oder Froscharten kommen manchmal im Regenwald nur in einem ganz überschaubaren Lebensraum, in einem kleinen Lebensraum vor.
00:03:21: Das heißt, wenn plötzlich irgendwie die Bulldozer kommen und den Lebensraum abholzen, den Regenwald dort dann würde diese Art wahrscheinlich verschwinden.
00:03:30: Und deswegen würde sie natürlich sehr hochgestuft werden in der Bedrohungskategorie.
00:03:35: Wie kann ich mir das denn vorstellen?
00:03:36: Es kommen irgendwo hin in diese Datenwagen, diese ganzen Daten.
00:03:40: Aber du sagst es ja auch gerade manche Populationen kommen in einen sehr kleinen Areal vor.
00:03:45: also wie werden diese Daten erhoben und wie werden sie halt verarbeitet damit man eben genau diese Einstufung vornehmen kann.
00:03:52: Bevor wir jetzt weiter reden noch ganz kurz, dass sind ja nicht nur Tiere die auf der Route stehen.
00:03:57: Das ist vielleicht nochmal ganz wichtig.
00:03:58: Es sind auch Pflanzen und Pilze.
00:04:01: Pilze sind nämlich keine Pflanzen.
00:04:04: Fun
00:04:04: Fact wird das nächste Pub Quiz.
00:04:06: Genau, machen keine Fotosynthese und gezählt werden die Arten.
00:04:11: also ich entschuldige mich schon mal richtig dafür dass ich manchmal vielleicht Tiere sage aber es sind wirklich auch andere.
00:04:17: Gezelt werden die einzelnen Exemplare der Arten kann man verschieden zählen also natürlich einfacher zum Beispiel eine Tierart zu zähln die in einer offenen Graslandschaft vorkommt.
00:04:27: wir kennen alle noch Timmick der mit seinem Flugzeug über die Savanne fliegt und dann kann man so ungefähr Zählen, die Moderatorin schüttete der Kopf.
00:04:37: Sorry, sollte ich aus dem Pakt?
00:04:39: Nein, spannend!
00:04:40: Also vielleicht kennt nicht jeder Cimic aber Cimac ist der große Tier- und Naturforscher.
00:04:45: Der flog damit sein Flugzeug über dieser Wanne und konnte dann relativ gut von oben abschätzen die riesigen Knu- und Zebraherden, die dort unten gekrasst haben.
00:04:55: Wenn man mit einem Flugzeug dagegen über den Regenwald fliegt, dann sieht man erstmal Grün Und man sieht nicht, wie viele Tiger da unten in diesem Dickgicht aus Grün rumlaufen.
00:05:05: Da braucht man natürlich andere Methoden um Tiere zu zählen – Wildtierkamerafallen zum Beispiel, die auch der WWF in seinen Projekten hat.
00:05:14: Das heißt, wie eine Tierpflanzen oder Pilzart gezählt wird mit welcher Methode hängt sehr davon ab, wo sie lebt und wie viel es auch davon gibt?
00:05:25: und vielleicht auch, wie die Ressourcen sind um die Tiere zu zählen oder?
00:05:28: Also ich könnte mir jetzt zumindest – du darfst mich bitte gleich korrigieren – vorstellen das vielleicht für sexy Tierarten wie Tiger mehr Ressousten zur Verfügung steht als jetzt für irgendwelche Insekten.
00:05:44: Das sieht man natürlich den mehr Säugetierarten auf der roten Liste erfasst als zum Beispiel prozentual betrachtet Insekte.
00:05:52: also es gibt vielmehr Insekta in der Welt oder Insektenarten auf der Welt, als sie auf der roten Liste stehen.
00:05:58: Einfach weil es für die Säugetiere viel mehr wissenschaftliches belegbares Datenmaterial gibt.
00:06:05: Ja ob säugetäre jetzt unbedingt immer sexy sind in Anführungszeichen oder hingestellt.
00:06:10: Ich dürfte gerne eine Beschwerdemail schicken oder mir einen Kommentar dropen.
00:06:14: Mich entschuldigen mich auch einfach mal generell dafür.
00:06:16: Genau aber klar!
00:06:18: Die Tierarten, die bei uns Menschen im Fokus stehen sage ich mal wie Tiger Elephant und Panda.
00:06:24: Zu den Tierarten findet man natürlich auch die Bestandszahlen und dann auch die Gefährdungskategorien auf der roten Liste.
00:06:30: Es gibt aber auf der rote Liste viele Arten, die wir gar nicht kennen.
00:06:35: Manchmal gibt es auch auf der Roten Liste Tierpflanzenarten wo nicht klar ist, wo dann der Bestand nicht abgeschätzt werden kann.
00:06:43: Die stehen dann zwar drauf, sondern sagen okay wir wissen eigentlich zu wenig um die Bedrohungskategorie richtig festzulegen.
00:06:49: Das wäre nämlich jetzt so die nächste Frage gewesen weil manchmal finden wir auch neue Arten und dann wissen ja gar nicht, wie viel es da gibt.
00:06:56: Das dauert ja dann ein ziemlich langer Prozess bis man die dann erst mal erforscht und guckt wo kommen sie her?
00:07:00: Wie leben Sie?
00:07:01: Wo leben Sie?
00:07:02: das dauert ihr dann ewig.
00:07:04: Wissenschaft und seriöse Wissenschaft dauert eben manchmal länger.
00:07:07: und auch klar wenn jetzt also die rote Liste wird zweimal in Jahr in der Regel geupdatet also aktualisiert Und natürlich die Daten die da einfließen sind zwar die neuesten Daten die es gibt aber auch diesen dann immer schon vielleicht ein, zwei Jahre alt, das sage ich jetzt mal als grob geschätzt.
00:07:23: Ich bin nicht für jede Tierpflanzen-Pilzart im Zeitraum aber natürlich dauert es Daten zu erheben und es dauert Daten auszuwerten.
00:07:32: Es dauert dann noch einmal die Bedrohungskategorien aufgrund dieser Datenlage.
00:07:37: Da gibt's ja auch den Diskussionen d. h., es ist immer ein bisschen zeitverzögert und das kann zum Problem werden wenn unglaublich schnell ist.
00:07:48: Also wenn plötzlich Faktoren durch den Menschen hinzukommen, die innerhalb von ganz kurzen Zeiträumen plötzlich vielleicht Tierarten betrugen?
00:07:57: Dann super Punkt!
00:07:58: Der Einfluss des Menschen auf die rote Liste also wir erstellen ja nicht nur die rute Liste sondern viele Arten sind dort wegen uns, wegen der Art und Weise wie wir leben welchen Einfluß wir auf die Natur haben.
00:08:10: Vielleicht kannst du uns da nochmal bitte mit hinnehmen.
00:08:12: Grundsätzlich muss man sagen Wir leben in der Zeit, in der es weltweit das größte und massivste Artensterben gibt seitdem die Dinosaurierzeit zu Ende gegangen ist.
00:08:27: Und das spiegelt sich natürlich auch wieder in einer roten Liste.
00:08:32: Ein Viertel aller Säugetierarten, die auf der roten Liste stehen, finden sich in irgendeiner Bedrohungskategorie wieder.
00:08:38: Jede achte Vogelart, jede fünfte Reptilienart und so weiter und sofort.
00:08:42: Also insgesamt sind von den über hundertsechzigtausend erfassten Arten ungefähr ein Drittel in irgendwelche Bedrohnenskategorien.
00:08:51: Und die Arten sterben und dieser Verlust an Vielfalt ist Menschen gemacht.
00:08:57: Das ist die schlechte Nachricht.
00:08:58: Die gute Nachricht natürlich auch, dass wir Menschen in der Hand haben dafür zu sorgen, dass die Tierarten und die Pflanzenarten nicht mehr in den Betrogenskategorien sind.
00:09:08: Da müssen wir natürlich was für tun!
00:09:11: Da kommen wir dann dahin, was der WWF so tut.
00:09:13: Genau das machen wir gleich.
00:09:14: Wir bleiben kurz bei den Ursachen.
00:09:16: Wir hören es ja immer wieder, dass wie Menschen dafür verantwortlich sind... Jetzt hört man aber auch immer mal wieder, oder liest es in den Kommentarspalten.
00:09:23: Na ja gut die Tiere haben sich weiterentwickelt und sind immer wieder Arten ausgestorben ohne das wiederzusehen.
00:09:28: Du hast gerade die Dinosaurier genannt.
00:09:30: als sie waren wir nicht da.
00:09:31: Sie sind trotzdem ausgestorbene.
00:09:33: Wie kann man dagegen argumentieren?
00:09:35: Also natürlich stimmt ist dass die Dinasaurier warnen mal die dominierten Tiere auf diesem Planeten und sind irgendwann verschwunden wahrscheinlich durch einen Asteroid-Einschlag zumindest ihrer Dominanz.
00:09:48: Manche haben sich dann weiter entwickelt zu vögeln.
00:09:50: Es gab oder Evolution bedeutet auch immer aussterben, aber durch den Menschen ist die Aussterberate eben nach oben geschnell.
00:09:57: Das heißt wir verlieren in einem krassen Tempo Tierepflanzenfilze wo wie die Ursache sind.
00:10:05: und zum Beispiel die Klimakrise Die Schreite, die ist Menschen gemacht und die schreitet so schnell voran.
00:10:12: Es gab auch schon immer Klimaveränderungen auf unserem Planeten aber die ist so schnell dass sich viele Arten überhaupt nicht schnell genug anpassen können.
00:10:20: also Arten sind eigentlich sehr anpassungsfähig aber man braucht evolutionär bedrängt natürlich einen gewissen Vorlauf bevor man sich auf eine klimaver Änderung anpassen kann.
00:10:30: Man muss das vor Augen halten.
00:10:33: Pilze zum Beispiel sind eigentlich unsterblich.
00:10:35: Also dieses Geflächte im Boden, das könnte unsterbig sein.
00:10:40: Das entwickelt sich von selbst aus immer weiter und ich glaube der älteste Lebewesenes heute noch auf der Erde lebt ist ein Pilz, der ist zwei Tausend Vierhundert Jahre alt.
00:10:53: Irre!
00:10:54: Ich auch vor der Könnte reden
00:10:55: Genau.
00:10:56: Und trotzdem gibt es Pilze die auf der roten Liste in Gefährdungskategorien stehen.
00:11:02: Das heißt die Auswirkungen des Menschen sind so krass, dass selbst Arten, die eigentlich fast quasi unsterblich sind plötzlich vom Aussterben bedroht sind oder bedrohnt sind und ich glaube das verdeutlicht relativ gut die Gefahr ja man muss zu sagen die Gefahren durch das menschliche Handeln für die biologische Vielfalt passiert.
00:11:22: und dafür um diese Gefahr darzustellen und den Leuten auch ...erklärbar und anschaulich zu machen, dafür ist die rote Liste genau... ...glaub ich das richtige Instrument.
00:11:36: Ich war schon immer sehr tierbegeistert.
00:11:39: Und ich kann mich erinnern irgendwie es gab in dem alten Lexikon von meinen Eltern da gab's so eine Doppelseite mit zur roten Liste glaube ich oder bedrohte ausgestorbenen Tiere.
00:11:47: Das weiß ich nicht mehr.
00:11:48: Es gab diese Doppelseite und dann waren so schwarz-weiß Bleistiftzeichnungen von ausgestorbene Tieren also dass Quaco oder der Quaker, oder das manche Beutelwolf und der Dodo war drauf.
00:12:01: Der Dodo immer!
00:12:01: Den
00:12:02: Dodo kennt man genau aber auch die Wandertaube in Amerika.
00:12:06: Und ich weiß als Kind fand ich das schon den Gedanken dass irgendwas für immer weg ist.
00:12:11: Das fand ich sehr faszinierend oder sehr erschreckend.
00:12:14: Und so kam ich, glaube ich damals als Kind schon auf die rote Liste.
00:12:19: Also ich hab dann als Kind angefangen irgendwie... ...dass man den Gartenatur da lassen soll damit Schmetterlinge gibt und man die Raupen nicht töten soll weil eine Raupe ist ein Schmetternling nur in einer anderen Statue und das weiß ich noch.
00:12:30: also Ich habe auch mal für meine Klassenlehrerinnen in der zweiten Klasse einen Zoo gezeichnet, also es war als Bild Die Wörter geschrieben, was die Tiere sind.
00:12:44: Da war ein Tier drauf, das heißt Tierschziegenantilopo und meine Klassenlehrerin hat damals Schlichten ergreifend geglaubt ich hätte den Tier erfunden.
00:12:51: aber die hier Ziegenantilope gibt es wirklich.
00:12:54: Die ist sehr schön!
00:12:54: Ich kann sie nur empfehlen.
00:12:56: Und die ist ausgestorben?
00:12:57: Die ist nicht ausgestorbene.
00:12:58: Also... Die ist zum Glück nicht ausgeschorben.
00:12:59: Nein nein nein, die gibt's noch.
00:13:01: Aber die hat...
00:13:03: Ist einfach bisschen unbekannte.
00:13:04: Ein
00:13:04: bisschen unbekannte, das Wort ist ungewöhnlich.
00:13:06: und ja und ich glaube dass das verdeutigt was die rote Liste, warum es nicht nur wissenschaftlich und nicht nur für Atemschutzorganisationen wie dem WWF wichtig ist.
00:13:17: Dass die rute Liste gibt sondern auch um bewusstsein der Öffentlichkeit dafür zu schaffen dass die biologische Vielfalt, die wirklich sehr faszinierend auf der Erde eben bedroht ist.
00:13:31: Wir haben jetzt gerade schon ein paar Kategorien kurz reingeworfen.
00:13:35: Es gibt ja ganz viele, aber die bekanntesten sind auf jeden Fall gefährdet, stark gefährdet vom Aussterben bedroht.
00:13:40: wie genau
00:13:41: ... Oder ausgestorben?
00:13:42: Das wär das nächste gewesen!
00:13:44: Ich wollte erst auf die drei Boas
00:13:45: ihn auch nehmen.
00:13:45: Okay.
00:13:46: Eingehen so... Gibt es so allgemein gültige Richtlinien, wann ein Tier wo rauskommt?
00:13:53: Also muss das irgendwie bekannt sein, dass nur noch zwanzig Prozent da sind und zehn Prozent da oder...?
00:13:58: Das sind wir jetzt wieder bei den Kriterien.
00:13:59: Aber es kommt immer darauf an, wie weit ist der Lebensraum?
00:14:03: Wie groß ist das Lebensraum für Tiere gibt's insgesamt?
00:14:05: Wie ist die Produktionsrate und wie sind die Betrugungsfaktoren?
00:14:09: also da sind immer die Dinge, die dann natürlich auch eine Rolle spielen wenn man sie wissenschaftlich bewertet in welche Kategorie das Tier kommt oder wanns eben in eine andere Kategorie kommt.
00:14:19: Also kann ja auch hoch- oder runtergestuft werden.
00:14:22: So dann aus Kategori ausgestorben bedeutet dass Zero ist?
00:14:29: Es gibt auch ausgestorbenen freier Wildbahn oder in der Wildnis.
00:14:35: Das ist dann nochmal was anderes, das bedeutet wenn es in der wildnis ausgestormt ist dass das Tier zumindest noch im Zoo gibt.
00:14:41: da gibt's dann auch gute Beispiele dafür wo eine Wideransiedlung in der wilderness passieren kann mit diesem Zoo-Backup das man hat.
00:14:49: Da kann ich sehr unseren Podcast aus dem Januar sechsundzwanzig empfehlen.
00:14:53: zu unseren Visentin.
00:14:55: Da haben wir ganz ganz tolles Projekt seit vielen, vielen Jahren.
00:14:59: Ich wollte dich gar nicht unterbrechen oder Eigenwerbung einmal machen.
00:15:01: Hätte ich von selber noch gemacht!
00:15:04: Nein ist alles gut.
00:15:06: und wenn aber ein Tier als wirklich ausgestorben gilt dann ist es in der Regel auch aus gestorben.
00:15:11: also das dauert auch sehr lange.
00:15:12: wir haben schon über diesen Vorlauf und dass Wissenschaft lange vor also bis dann wirklich auf der roten Liste im tier als ausgestorbene gelistet wird Also wissenschaftlich gesichert ausgestorben, vergeht eine lange Zeit.
00:15:24: Es gibt dann auch immer wieder so vereinzelte Beispiele wo man dachte ein Tier ist aus gestorben und da gibts aber doch wieder ne Sichtung und dann ist es dann doch nicht ausgestorsen weil's einfach zurückgezogen gelebt hat.
00:15:39: für manche von diesen ausgestorbene Tierarten die ich da vorhin als kleines Kind angeguckt habe Gibt es da auch immer wieder beim Tasmanischen Beutelwolf zum Beispiel?
00:15:47: Da gibt's immer wieder vereinzelte Sichtungen, aber das ist nicht wissenschaftlich belegt.
00:15:51: Aber es gibt diesen Lazarus-Effekt dass eben ausgestorbene Tiere doch nicht ausgestorben sind.
00:15:56: Aber das ist leider nicht die Regel.
00:15:59: Das ist nicht die Regeln!
00:16:00: So jetzt kommen wir zu den Themen im Blog wo ich dich ganz kurz stoppen musste und zwar die rote Liste unter WWF.
00:16:06: Wie arbeiten wir mit der roten Liste zusammen?
00:16:09: du hast gesagt wir sind da auch involviert aber wir arbeiten ja auch mit den Daten die sie uns liefern.
00:16:14: Genau, also sie sind einmal involviert darin wenn es darum geht die Daten zu erheben und die Bewertungen abzugeben.
00:16:20: Und dann gibt's zum Beispiel die Elephant Specialist Group von der ISCN die sich eben nur mit Elefanten oder African Elephanten Specialist group mit den afrikanischen Elefantenausseinander sitzt.
00:16:31: da sitzt auch ein WWF Kollege drin.
00:16:33: das heißt wir sind bei der Erstellung und Erhebung von Daten als Mitgliedorganisation von der ICN mit dabei.
00:16:40: Aber natürlich arbeiten wir auch mit der roten Liste in Sinne von Wir gucken uns an, welche Tierarten welche Pflanzen und so weiter sind bedroht.
00:16:49: Welchen geht es besser?
00:16:50: Warum geht es ihnen besser?
00:16:51: Was kann man davon ableiten?
00:16:52: Und natürlich ist für jemanden, der in der Kommunikation tätig ist, sage ich, das ist natürlich wichtig.
00:16:59: die rote Liste ist auch wirklich ein awareness Instrument für uns also wo man sagen kann hier diese Tierart diese Pflanze gerade akut vom Ausstärken betrugt.
00:17:09: Wir müssen was tun, liebe Leute!
00:17:11: Und hier sind uns zuvor geschlagenen Maßnahmen
00:17:13: dafür.".
00:17:14: Da du aus der Kommunikation bist und ich aus der kommunikation bin – no surprise – würde ich wahnsinnig gerne von dir hören wenn du über die rote Liste kommunizierst?
00:17:24: Und da eben vielleicht werden vorhin Sexitiere nicht so ein Sexitier.
00:17:28: Wie schwer ist es, zu kommunizieren, zu sagen hey wir müssen auch auf andere Tiere fokussieren, die eben nicht der große Kuscheltiger
00:17:33: sind?".
00:17:36: Schöner liegt der bekannte Maß im Auge des Betrachters.
00:17:40: Ich finde zum Beispiel die Seigerantilope sehr schön, sehr lustig.
00:17:43: Das ist so eine Antilope aus Asien mit so einem Art Rüssel und andere Leute finden sie vielleicht hässlich.
00:17:50: Die stand auch, die war vom Aussterben bedroht und ist jetzt zum Glück nur noch potenziell gefährdet.
00:17:55: Ich glaube schon dass das natürlich Tierarten wie der Tiger elefanten Menschenaffen wahle dafür schlägt das Herz der Menschen, weil was man so kennt und auch kulturell aufgeladen ist.
00:18:11: Also die Tierarten haben ja oft eine kulturelle Bedeutung, sei es der Adler für uns als deutsches Wappentier oder der Tiger für viele Asiatische Länder, dass da die Awareness, die Aufmerksamkeit grundsätzlich erst mal höher ist.
00:18:25: Das Schamante daran ist wenn man diese Tiere nimmt als Botschafter für ihren Lebensraum dann schützt Unzählige andere Arten.
00:18:34: Also wenn man den Lebensraum des Tigers schützt, der in ganz unterschiedlichen Ökosystemen vorkommt von eben... ...den Trockenwäldern über tropischen Regenwald und so weiter,... dann schützt man ja unglaublich viele andere Arte.
00:18:50: Ein riesengroße Vielfalt!
00:18:52: Und dass man jetzt vielleicht nicht mit einem Käfer so viele Leute begeistern kann wie für den Tiger.
00:18:58: Es gibt auch die Leute, die Käfer mögen aber das ist glaube ich Das ist immer vielleicht auch wieder beim Kind.
00:19:03: Also klar, mich fasziniert als kleines Kind wenn ich im Garten spiele vielleicht das Insekt der Käfer die Amei ist aber... Der krasste Tiger den man im Fernsehen sieht oder im Zoo oder wo auch immer der es halt dann doch eine andere Nummer.
00:19:15: und ich glaube so ticken wir Menschen einfach und das ist auch gar nicht schlimm dass wir so ticken.
00:19:20: Hauptsache wie tun was?
00:19:21: Hauptsachen wie tun wir?
00:19:22: super Stichwort.
00:19:24: Wir haben drüber gesprochen Warum wir überhaupt diese Liste haben, woher die Bedrohungen können?
00:19:29: Dass wir darüber reden müssen.
00:19:31: Ja dann lassen Sie uns da mal hingehen was wir auch tun können eben als einzelne Menschen oder in unserem Alltag, in unserem Umfeld.
00:19:37: weil natürlich wäre es ein schönes Ziel irgendwann dass diese Leste wenn wir uns sie jetzt mal als Liste vorstellen natürlich immer kürzer wird und kürzer wird.
00:19:46: und Kürzerwirt weil wir einfach so das Artenstärme vielleicht reduziert im besten Fall gestoppt haben.
00:19:52: irgendwann Was was können wir da machen?
00:19:56: Also natürlich kann jeder einzelne was tun, also das auch da.
00:19:59: wieder zurück zum Garten.
00:20:00: Es ist ein Unterschied ob man irgendwie einen Steingarten hat eine betonierte Fläche hat oder irgendwie den feinen englischen Rasen der kein einziges Gänseblünchen zulässt oder eben dann doch einen abwechslungsreichen Garten auch dieses sogenannte.
00:20:17: es gibt keinen Unkraut dass so genannte unkraut wuchern lässt gartenabfälle nicht sofort schreddert und in die Mülltonne wirft, so Sachen machen natürlich vor der eigenen Haustür ein Unterschied.
00:20:28: Dann natürlich auch Konsum was ich esse, trinke wie ich reise das sind alles Dinge die jeder einzelner machen kann.
00:20:36: aber man muss auch sagen grundsätzlich gibt es die Artenkrise der Verluste am Biologischer Vielfalt der Tatsache dass die rote Liste oder dass immer mehr Arten auf der roten Liste in diesen Betrugungskategorien landen.
00:20:50: Das ist ein globales Problem.
00:20:52: Und genauso wie die Klimakrise glaube ich, dass man bei globalen Problemen nicht einfach alles sagen kann.
00:20:57: das wird der Einzelner lösen, es geht nicht.
00:20:59: Es braucht globale Schutzabkommen, es braucht also sowas wie Sighties zum Beispiel, dass das Washington eine Atemtuzubeeinkommen, es brauche ja weltweit das Handeln von der Politik, also nicht nur weltweit natürlich auch in Deutschland und Europa und dann weltweit
00:21:14: Und nicht nur der Politik, sondern auch der NGOs wie dem WWF.
00:21:17: Natürlich!
00:21:18: Mit unseren ganzen Projekten über der ganzen Welt.
00:21:21: zum Abschluss ganz gerne was ist so dein Lieblingsartenschutz-Projekt beim WWF?
00:21:27: wo du sagst das ist einfach echt ein wunderschönes Beispiel dafür wie wir die rote Liste oder die Daten der roten Liste in unsere Arbeit integrieren?
00:21:35: Ach mein Lieblungsprojekt war sehr gefährlich.
00:21:40: Oder dass man es jetzt zumindest als erstes einfällt.
00:21:45: Es gibt eine Tierart, die ich unglaublich... Also ich neige nicht so zu Emotionen.
00:21:50: Ich finde Tiere generell sehr faszinierend und ich finde es immer ein bisschen unfair wenn manche Tiere als süß sind andere eben nicht.
00:21:55: aber es gibt den iberischen Luxe und finde ich persönlich sehr süß in Spanien auf der Iberischen Halbinsel.
00:22:01: Der war einer der seltensten Katzenarten der Welt Da war akut vom Aussterben bedroht Und ist heute nur noch gefährdet einfach weil ganz viel vor Ort passiert ist auch mit dem WWF Feld Projekte um den Lebensraum zu schützen, Zuchtprogramme und so weiter.
00:22:22: Es gibt heute so ich glaube zwei tausend Tiere inklusive Jungtiere ungefähr was ein riesengroßer Erfolg ist.
00:22:31: das finde ich und weil es einfach eine schöne Tier in meinen Augen ist unfassinierend finde.
00:22:39: Wir haben schon an den Podcast von dem Projekt verwiesen.
00:22:42: Ich finde das Wiesendprojekt auch sehr faszinierend, weil man sich immer vor Augen halten muss dass Wiesent war in der Wildnis ausgestorben.
00:22:50: Es gab nur noch ein paar Exemplare im Tierparks und Zoos und man hat es geschafft innerhalb von hundert Jahren und das beweist auf das Artenschutz einen langen Arten manchmal braucht diese Tierart zurückzubringen in die Wildnis Und
00:23:07: sind jetzt wieder bei zehntausend frei lebenden Wiesenten.
00:23:09: Ich finde die Zahl auch einfach.
00:23:11: Das ist krass
00:23:11: und für Leute, die in Berlin sind aber nicht nur die Berliner suchen ich kann da eine andere NGO oder man kann trotzdem mal sagen Hein-Zielmann-Stiftung hat hier ein tolles riesengroßes Areal wo Wiesente und auch Wildpferde leben in der Nähe von Spandau wo man auch hinfahren kann mit dem Fahrrad und auf Beobachtungstürm im Fernglas sieht man dann so Wiesende.
00:23:34: das ist schon auch Die Vorstellung, dass früher so riesengroße Tiere durch Deutschland gelaufen sind ist schon auch krass irgendwie und schön.
00:23:43: Ja ja und vor allem das sie halt eben ganz weg waren und Durch-Artschutzarbeit, durch Zusammenarbeit von ganz ganz verschiedenen Menschen und ganz viel Passion, dass wir einfach geschafft haben dieses Tier wieder auszusiedeln.
00:23:54: Also ich wurde wenn man mit Journalisten spricht aber Keine Ahnung, sogar wenn es der Nachbar von meinen Eltern ist.
00:24:02: Dann hört man oft zu denen sagt das bringt doch alles nichts und hast überhaupt noch Hoffnungen oder das kann auch einem zur Verzweiflung bringen und das finde ich eigentlich gerade nicht.
00:24:12: Das zeigen solche Einzelbeispiele und ich finde den Gedanken an sich schon ein bisschen destruktiv weil wenn ich so eine Sache rangehe und keine Hoffnung keinen Sinn darin sehe dann... ist es oftmals auch nichts weiter als eine einfache Entschuldigung im Nichts zu tun und das will ich mir gar nicht so eigen
00:24:32: machen.
00:24:32: Nein, wir bleiben hier optimistisch, ansonsten finden wir glaube ich auch nicht... für den WWF hier sitzen und sprechen.
00:24:39: Roland Grauling, Sprecher Artenschutz beim WWF vielen Dank fürs Gespräch!
00:24:42: Wenn ihr noch Fragen habt dann nicht schüchtern sein sondern geht in die Kommentare bei Spotify und bei YouTube oder schreibt uns eine E-Mail an podcastatwf.de.
00:24:52: ich bin Eileen Wegner und wir hören uns in zwei Wochen wieder.
00:24:55: bis dahin ciao tschüss.