Living Planet – Der WWF Podcast

Living Planet – Der WWF Podcast

Ein Podcast des WWF Deutschland zu Arten- und Naturschutz im 21. Jahrhundert.

Transkript

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00:00:00: Vermutlich läuft uns die Klimagrise da weg.

00:00:02: Es ist einfach zu schnell, dass sich die Tiere gar nicht in diesem Maße anpassen können wie sich der Lebensraum ändert.

00:00:09: Ein gewisses Tier sitzt allein auf einer Eisscholle umringt von Wasser und eigentlich ist diese Eissscholle auch irgendwie zu klein für dieses große Tier.

00:00:20: es sieht sehr verloren aus.

00:00:22: Und vermutlich jetzt haben die meisten schon eine Idee welches Tier ich meine?

00:00:28: Den Eisbären.

00:00:29: Das ist Living Planet der WWF Podcast, ich bin Eileen Wegner und ja heute Mitteln im Sommer sprechen wir über den Bären aus dem ewigen Eis.

00:00:39: Denn er spürt besonders und besser als wir wenn es zu warm wird!

00:00:45: Dafür habe ich meinen Kollegen und Eisbär-Experten Dr.

00:00:48: Stefan Ziegler heute zu Gast und live zugeschaltet.

00:00:51: Hallo Stefan!

00:00:54: Du beschäftigst dich seit sehr vielen Jahren mit der Arktis und den Eisbären.

00:00:57: Erinnerst du dich noch an deine erste Begegnung mit einem?

00:01:00: In der Tat sehr gut, weil ich glaube so was kann man nicht vergessen mit so einem wirklich charismatischen Tier.

00:01:04: das müsste so aus dem Jahr zwei tausendzehn etwa gewesen sein als wir mal... Ich hatte wirklich das Privileg dass sich mit dem WWF nach Kanada, nach Churchill reisen durfte und Churchill gilt all insgesamt als die Eisbär hauptscht der Welt, weil dort hängen die Eisbilden quasi rum im November immer und warten darauf das die Herzenbeil gefriert.

00:01:26: Und Churchill ist auch ein kleiner Fluss, der mündet dort in die Herztenbeil und das ist sozusagen dort geht dann die Eisbildung passiert dort zuerst und dann können die Tiere sozusagen nach einer sehr langen Fastenperiode raus aufs Eis und dort eben ihre Leibspeise robbenjagen.

00:01:41: und da hat man wirklich den Churchill diese sehr mystische Atmosphäre dass dort Man sieht da wirklich ganz viele Eisbären, sehr relativ dicht beieinander.

00:01:49: So zwanzig-dreißig Tiere die auf Warten auf so einen Startschuss, wenn endlich das Eis gefriert.

00:01:55: und wir hatten wie gesagt das Glück dass wir das beobachten konnten und es war schon faszinierend.

00:02:00: Was geht ja so einem vor?

00:02:02: Also nicht nur ein Eisbär.

00:02:04: also wenn man mal im Zoo geht sieht man ja mal eine und wenn du sagst da sind gleich zwanziggereißig also ne ganze Gruppe Das ist ja unvorstellbar.

00:02:12: Ja, es hat auch was mit Demo zu tun und für mich als Biologen super spannend.

00:02:16: Weil die Tiere gelten ja allgemein als Einzelgänger und in der Regel gingen sie sich immer aus dem Wege.

00:02:22: aber dort hatte man... Mich hat das so an den Burgfrieden erinnert nach dem Motto Nervus.

00:02:25: sollen wir uns denn hier irgendwie kloppen?

00:02:27: Wir haben ja eh nix davon.

00:02:28: Es gibt ja noch keine Robben!

00:02:29: Wir müssen alle warten auf das Eis bis das dann losgeht, bis wir raus können in unsere Jagdelviere ausstreifen können.

00:02:36: Wir waren relativ relaxed, hat man so den Anschein und wenig aggressiv.

00:02:41: Also ich war da wirklich total geflecht, weil für mich so dieses ganze Bild was man so hatte als wenn man Literatur liest ja der Eisbär ist in Einzelgänge.

00:02:50: Die Menschen bekämpfen sich die ganze Zeit.

00:02:53: also das hatte man da überhaupt nicht sondern es war wirklich fast würde man sagen eine friedliche Stimmung unter den Eisbären und mich hat das wirklich sehr bewegt.

00:03:01: Kann ich mir wahnsinnig gut vorstellen?

00:03:03: Ich finde auch mal... Und was war, wenn man Tiere wirklich in Leib sieht?

00:03:06: Vor allem, wenn sie sich typisch verhalten oder in Erwartungen nicht entsprechen.

00:03:12: Lass uns gerne auf den einzelnen Eisbären draufschauen bzw.

00:03:17: in seine Biologie reingehen.

00:03:18: Was macht ein Eisbär biologisch aus?

00:03:24: Wir gehören zu den Bären und damit ist das Glas so ein Raubtier.

00:03:27: Wenn wir mal etwas schlau machen ... Der lateinische Name ist Ursus für den Bergen und dann Maritimus.

00:03:35: Ursus maritimos heißt der Eisberg auf Schlau, lateinig ... Und das sagt schon sehr viel!

00:03:40: Also wenn man das übersetzt ins Deutschland, ist es der Meerbär sozusagen,

00:03:43: ne?

00:03:43: Ja, deshalb habe ich jetzt auch mal aus meinen drei Brocken zusammengesetzt.

00:03:46: Spannend!

00:03:47: Genau.

00:03:48: Und was hat denn jetzt irgendwie ein Bär mit dem Meer zu tun?

00:03:51: In der Tat ist natürlich das gefrorene Meer.

00:03:54: Der Eisberg hat sich vor etwa vierhunderttausend Jahren, das ist ja aus genetischen Untersuchungen aus Braunbären entwickelt, die es ja schon immer auch in Nordamerika gab.

00:04:02: Und er hat sich soweit evolutiv angepasst an den Jagd auf Robben und die findet er vor allen Dingen eben draußen auf dem einjährigen Meer.

00:04:09: Eis das ist sein Lebenselex hier, das ist dein Jagdtapital.

00:04:11: also dort.

00:04:13: im Sommer sind ja große Teile des aktischen Ozeans eisfrei, die waren auch von früher eisfrei.

00:04:20: Da haben die Tiere sich oft auf einen Land zurückgezogen oder konnten nicht wirklich viel jagen.

00:04:25: Und so haben sie sich auch angepasst, also in den Sommermonaten nehmen Sie kaum Nahrung zu sich.

00:04:32: Das ist wirklich auch einmalig für ein großes.

00:04:33: Sorge-Tiere bei den Weibchen extrem ausgeprägt bis zu acht Monate fasten die tatsächlich wenn sie nämlich noch Jungen bekommen.

00:04:41: Na ja und wie gesagt... Die bekommen

00:04:43: Babys und gleichzeitig fasten die

00:04:45: vorher!

00:04:45: Genau, die müssen sich wirklich ein Fettressel anfressen.

00:04:49: Und dann ist das letzte Meer-Eis so etwa im Jahr... im Mai, April sind diese Jagdgründe weg.

00:04:56: Das heißt dort erreichen die Eisbären auch die Robben gar nicht mehr.

00:04:59: Also da finden sie im offenen Wasser haben Sie keine Chance eine Robbe zu erlegen und dann sind sie oft an Land und warten dann sozusagen bis die Mehreisbildung dann im Frühjahr oder in den Frühwinter wieder losgeht.

00:05:10: Und die Weibchen ziehen sich dann auch auf zurück wenn sie eben begattet sind.

00:05:13: Wenn sie befruchtet sind, dann ziehen sie sich im Winter in Schneehöhlen zurück und gebären dann dort im Januar ihre Jungen.

00:05:21: also ich habe wirklich Wenn man das dann hochrechnet, bis sie wieder rauskommen aus ihren Geburtshöhlen mit den Kleinen sind es bis zu acht Monate wo Sie wirklich keine Nahrung zu sich genommen haben und das finde ich immer so eine wahnsinnige evolutive Anpassungsstrategie die Tiere dort gewählt haben.

00:05:36: Und alles hängt wie gesagt vom Meer ab von Meereis und eben von den Robben weil das ist wirklich ihre Hauptnahrung vor allem Ringelrobben.

00:05:44: wir fressen aber auch andere Robben und das hat sich in den letzten vierhunderttausend Jahren haben die Tiere sich da extrem gut angepasst.

00:05:49: Dann sieht es auch an der Schädelform.

00:05:51: Die ist ganz anders und viel kleiner.

00:05:53: Ein bisschen die Schädel massive, nicht so eine lange Schnauze wie bei anderen, wie bei Braunbären oder so sind also wirklich auf diese Fleischnahrung sehr spezialisiert.

00:06:03: Andere Bären das wissen wir ja auch vom europäischen Braunbär der isst auch mal Früchte oder sowas.

00:06:09: aber der Eisbär braucht wirklich Fleisch.

00:06:11: Das ist ein absoluter hundert Prozent Fleischfresser.

00:06:14: da hat sich bei ihm alles angepasst eben an diesen an diesem Nahrungs-Tisch.

00:06:18: Wo finden wir denn?

00:06:19: Du hast gerade schon gesagt Kanada, in welchen Ländern?

00:06:21: und auch wenn wir jetzt von mehr Eis sprechen.

00:06:23: Von welchen Regionen wo genau treffen wir Ihnen dann genau an?

00:06:26: Also wir finden ihn tatsächlich sozusagen rund um den Nordpol und da haben ja die nordischen Länder... Wir finden ihn auf Spitzbergen was zu Norwegen gehört.

00:06:34: Wir finden ihnen auf Grönland also das ist dann eben Dänemark.

00:06:39: Kanada da haben wir etwa siebzig-achtzig Prozent der Eisbären hätten einen kanadischen Pass.

00:06:45: Wir finden sie in Alaska und natürlich dann eben im Russland.

00:06:50: Da haben wir auch eine riesige Fläche, wo wir diese Tiere finden.

00:06:55: Es sind gar nicht so viele, ne?

00:06:56: Das ist ein riesiger Flächel.

00:06:57: Wir reden da ja über ... das müssten so um die vierundzwanzig Millionen Quadratkilometer etwa sein, in der die eigentlich vorkommen könnten.

00:07:04: aber wir reden über ... ... vierund zwanzig bis dreißig tausend Eisbären, die dort rumstreifen.

00:07:10: also es ist wirklich viel weniger als in das Berliner ... Olympiastadion passen.

00:07:16: Ja, also ich bin gerade ein bisschen geschockt das ist ja wirklich eine geringe Zeit, es ist ja meine Nachbarschaft quasi hier.

00:07:21: Wahnsinn wie wenig!

00:07:22: Also da ist dann wiederum die Geschichte von vorhin macht sie ja noch spektakulärer weil du sagst du hast gleich zwanzig dreißig auf einem Haufen gesehen wenn man überlegt zu viel Land und so wenige Tiere.

00:07:32: Das ist ja auch wirklich eine seltene Sichtung mittlerweile.

00:07:37: aber was braucht denn so einen Eisbär um zu sagen oh hier bleibe

00:07:42: Die bleiben in der Regel sind nicht wirklich so Standortreu, dass man sagen könnte.

00:07:44: Man findet die immer im gleichen Quadratkilometer ist also ganz anders als einen Berliner Kiez.

00:07:49: Sondern die müssen auch streifen.

00:07:51: Also sie haben wirklich sehr große Streifgebiete wo sie halt sozusagen versuchen einfach nach und zu finden.

00:07:58: Sie haben schon so ein Kernstreifgebiet wo sie wissen das sind wirklich hochintelligenten Tiere jagen.

00:08:05: ja dann, wenn das mehr als eben gefroren ist oder die Eisdecke geschlossen ist wissen wir von Robben.

00:08:10: Die haben solche Eislöchern.

00:08:12: also Robben müssen ja auch die tauchen vor allen Dingen müssen hier dann auch gehen aufs Meer aus oder müssen atmen und in diesen Atemlöschern dass die Robben immer frei halten dort sitzen sozusagen auch diese Eisbären.

00:08:22: Das wissen die Tiere wo diese Atem Löcher sind und die warten dann einfach also da stundenlang mitunter bis eine Robbe auftaucht und dann wird so zu sagen aus diesem stundenlangen Warten Bewegen quasi kaum ihre Muskulatur.

00:08:34: und dann aber sobald sie dort sehen, dass sich etwas tut an diesem Atemloch.

00:08:38: Dann springen sie jetzt sozusagen auf diese Röppe drauf und ziehen sie raus und sind auch sehr erfolgreich.

00:08:43: also da sind wirklich fast die der Versuch dort eine Ruppe zu erwischen ist erfolgreich.

00:08:48: Also es ist wirklich sehr faszinierend und das brauchen Sie, ne?

00:08:51: Sie brauchen sozusagen weite Streifgebiete und sie brauchen natürlich Robben, die aber ja dort eben auch in nachtlichen Ozen ja auch vorkommen Und diese Kombination macht es einfach aus.

00:09:00: Das wird dort wirklich eine hohe Robbenlichte auch tatsächlich haben und dann eben, dass sich die Eisbänder nähern können.

00:09:06: Es sind nicht Wahlen.

00:09:07: also man denkt immer das sind ja nicht viele maximal dreißigtausend Tiere.

00:09:11: Man muss aber auch fairerweise sagen, dass ist.

00:09:13: wahrscheinlich auch in der Vergangenheit als es noch kein Klimawandel zumindest nicht in dieser Form wie wir ihn heute kennen war die Population sicherlich auch nicht viel höher weil einfach soviel gibt der Tisch dann auch nicht her.

00:09:25: Und wir hatten tatsächlich bis in die neunzehnten, siebziger Jahre als Eisbein auch noch sehr stark bejagt wurden.

00:09:30: War der Bestand auch noch deutlich niedriger als zwanzigtausend oder dreißig tausend Tiere?

00:09:34: Das heißt, in den letzten fünfzig Jahren haben sich die bestände zumindest durch die größten Teils ist ja die Jagd verboten aber wieder erholt.

00:09:42: Aber jetzt kommt eben ein anderes Betriebenszenario rein neben der Klimawandel.

00:09:46: Der spielt jetzt eben mit rein, dann lass uns doch mal genau da hingehen.

00:09:51: Du hast ja schon so paar Sachen angedeutet.

00:09:52: der braucht das Eis um ihm auch die Robben jagen zu können.

00:09:56: und wenn es die Klimakrise kommt und es wird wärmen und es gibt weniger Eis wie geht's dann weiter mit dem Eis werden?

00:10:03: Also es ist ja vor allen Dingen mehr als was zurückgeht und dort haben wir auch da sind ein paar Zahlen die sind vielleicht ganz hilfreich dass man sich das mal vorstellen kann.

00:10:09: Wir wissen etwa seit Ende der siebziger Jahre nachdem ihr wirklich diese auch Satelliten Beobachtungen machen können von Ausdehnung der Meereisfläche.

00:10:17: Und da sehen wir pro Degade, also etwa alle zehn Jahre verringert sich die sommerliche Meereistecke um etwa vierzehnt Prozent.

00:10:25: Also das geht wirklich rapide zurück sozusagen und diese Entwicklung ist ja leider nach wie vor immer noch im Laufen.

00:10:32: Das heißt, wir sehen da ja immer noch keine Trendumkehr.

00:10:34: Der Klimawandel, die Klimagrise geht voran.

00:10:37: Das sommerliche Meereiseis und die Eisausdrehung findet immer weiter.

00:10:42: Viele Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass wir wahrscheinlich bis Mitte des Jahrhunderts und das ist ja quasi übermorgen im Sommer so gut wie keine geschlossene Meereisdecke mehr in der Arktis finden werden.

00:10:53: Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Tiere weil sie durch das Meer als schmilzt hier sozusagen auch früher und bildet sich immer wieder später.

00:11:02: Wir haben uns sozusagen wenn diese geschlOSSene Meer-Eisdecken da sind dann die Tiere jagen können diese Zeit, die sie dort zum Jagen haben um ihre Fettreserven anzubauen aufzubauen so rum.

00:11:13: Die schwindet ja immer mehr und das sehen wir auch tatsächlich.

00:11:15: da gibt es auch interessante Messungen dass wir z.B.

00:11:19: in den Eisbärweibchen im Mittel ein Weibchen mit dem Körpergewicht hat.

00:11:25: Heute sind wir schon bei zweihundertzechsten zwanzig Kilogramm mittleres Körpergewicht angekommen.

00:11:30: also da sieht man innerhalb dieser, was sind das?

00:11:32: Vierzig Jahre etwa haben wir einen Schwund von Ja von vierzig Kilogramm Körpergewicht bei den Weibchen und das.

00:11:39: Viele sagen ja, es ist doch prima oder was spielt es für eine Rolle?

00:11:42: Es ist extrem wichtig für die weibchen weil die können nur ihre jungen austragen wenn sie tatsächlich wirklich gesund und rund sind sozusagen also sobald ein bisschen zu dünn sind zu wenig körpervertaten Nisztet sich die Eizelle gar nicht in die Gebärmutter ein und die tragen gar nicht aus.

00:12:00: Also wir sehen da auch schon, dass das ein Problem ist für die Nachsucht sozusagen.

00:12:04: Es kommen immer weniger Jungen auf die Welt und die Überlebenschance von diesen Jungen wird auch niedriger.

00:12:10: Und das ist ein Trend den ja tatsächlich auch in den letzten Jahren verstärkt beobachten.

00:12:16: Mit dem Ursprüngen des Eisbären hat sich ganz viel angepasst.

00:12:20: Kann man nicht naiversweise sagen, die Welt verändert sich jetzt?

00:12:25: Kann er sich noch weiter anpassen, wenn er sich so stark angepasste Angegebenheiten?

00:12:29: Ja, das sind intelligente Tiere und wir sehen da auch eine Einzelne Erscheinung oder Ausnahmen, dass die Eisbärm zum Beispiel auf Spitzbergen dieser norwegische Inselgruppe... wo diese Meereisbildung wirklich sehr spät stattfindet und die Tiere kaum noch von der Insel wegkommen.

00:12:46: Also, sie haben wirklich nicht mehr viel Zeit und da sehen wir dass die Tiere tatsächlich verstärkt auf Rentiere gehen.

00:12:51: also Sie ändern ihre Jagdstrategie das ist dort ganz spannend aber es eine Insel ergibt es natürlich auch viele oder einige Rentiere die sie auch jagen können.

00:13:00: Aber insgesamt isst die Änderung des aktlichen Lebensraums wahrscheinlich zu schnellen.

00:13:05: Die Tiere brauchen ja immer eine gewisse Zeit um sich sozusagen auch evolutiv anzupassen.

00:13:09: auch das Verhalten Eine Jagdstrategie muss sich auch anpassen über die Jahre und vermutlich läuft uns die Klimagrise da weg.

00:13:16: Also es ist einfach zu schnell, dass sich die Tiere gar nicht in diesem Maße anpassen können wie sich der Lebensraum ändert.

00:13:22: Ich gehe allerdings auch nicht davon aus das die Eisbären als Art tatsächlich aussterben werden.

00:13:26: wir werden schon noch irgendwie Wahrscheinlich auch noch in Zukunft ein paar Eisbären haben, jetzt vielleicht nicht mehr dreißigtausend.

00:13:32: Dann sind es vielleicht nur noch die Hälfte, die sich dann tatsächlich angepasst haben oder die im Küsten nahen Gewässern dann auch noch leben wo es auch genügend Robben gibt oder wo sie Zugriff auf andere Nahrungsrisuren haben zum Beispiel eben andere Robbenarten, die auch reinkommen, die vielleicht nicht so stark an die Meereisdecke Gebunden sind.

00:13:51: wir eben die Ringelroppen.

00:13:52: Das sehen wir auch in einigen Abständen, dass andere Robben reinkommen und die Eisbänder dann auf sozusagen die Nahrung auch ändern.

00:13:59: Aber generell ist da drin schon so das die Bestände doch zurückgehen.

00:14:03: Ich finde, das ist immer wieder ein total schönes Beispiel wie sehr alles miteinander zusammenhängt.

00:14:08: Also man muss halt gucken dass es genügend grobben gibt und die Eisdecke da ist damit's den Eisbeeren wiederum gibt.

00:14:13: also ich liebe immer diese Beispiele wo man sieht dass einfach alles miteinander verbunden.

00:14:18: Das ist jetzt der Teil der Klimakrise.

00:14:20: Es gibt aber auch andere Faktoren die den Eisbären bedrohen.

00:14:26: an menschengemachte Sachen wie Schifffahrt, Ölengasförderung, Schadstoffe etc.

00:14:31: Wie sieht es denn da aus?

00:14:33: Also natürlich haben wir durch das Rückweichen des Mehreises vor allen Dingen im Sommer offensichtlich auch ganz neue Transportrouten für Schiffe, dass wir in der Arktis und das sehen wir jetzt schon tatsächlich.

00:14:44: die Frequenz von Schiffen zugenommen hat.

00:14:47: Also es ist einfach viel mehr los in der Arktis, als das noch vor fünfzig Jahren der Fall war.

00:14:51: durch den Rückweichen des Eises und des Auftauchern des Permafrostes wird's auch interessant, Fossile oder andere Lagerstätten abzubauen, Metallererze.

00:14:59: Wir haben mehr Aktivität in der Akte.

00:15:01: Dadurch erhöht sich ja auch die Unfallgefahr, dass wir Ölpests bekommen, dass schiffshavarien bekommen, verschmutzungen reinbekommen... Es hat natürlich auch Einflüsse auf den Eisbären, also wenn der Lebensraum verschmutzt wird dann merken das natürlich die Tiere.

00:15:17: Aber es sind vor allen Dingen eben auch so die Zunahme von Menschwildtierkonflikten beziehungsweise hier von Mensch-Eisbär Konflikte weil man mehr Menschen in der Arktis zugegen ist.

00:15:28: Dann kommt es statistisch alleine zu mehr aufeinander treffen mit Eisbärn.

00:15:34: Und Eispinnen sind nicht nur sehr schlau, sondern eben auch sehr neugierige Tiere.

00:15:39: Wenn die haben eine extrem gute Nase und einige Wissenschaftler sagen sogar es ist wahrscheinlich die beste Nase, die wir im Tierreich finden, dann gibt das Untersuchungen, dass die zwanzig-dreißig Kilometer sozusagen weit riechen können.

00:15:52: Wenn der Wind gut steht dann können sie auch mal einen angestrandeten Wahlkadaver zum Beispiel in zwanzigg-dreizig Kilometer Entfernung raubriechen.

00:16:00: aber sie nehmen eben auch Gerüche war die Menschen sozusagen und ihre Hinterlassenschaften.

00:16:05: also ich denke jetzt an Müllberge an Mühlhalden oder eben auch an Petroleum einfach Benzin.

00:16:11: das ist für die Eisbären erst einmal ein neuer Geruch den Sie aber interessant finden.

00:16:16: Und dann gehen sie hinterher und dann kommen sie, werden sie sozusagen auch über diese Duftspur.

00:16:21: Kommen Sie halt in oder ansiedlungen?

00:16:24: Dort kommt es halt oft mit Unterzukonflikten mit Eisbären.

00:16:26: Das ist einfach wenn dort Menschen leben dieses Aufeinandertreffen mit einem Eisbär Mann der knapp drei Meter hoch groß ist und bis zu tausend Kilogramm wiegt Kann man sich vorstellen, dass das nicht unbedingt ist was man jeden Morgen irgendwie sehen möchte.

00:16:40: Wir haben auch in einigen Siedlungen wo wir gerade an der Ostküste von Grönland ist es so, dass wir dort auch in den letzten Jahren vermehrt.

00:16:47: tatsächlich kommt es zu Konflikten mit Eisbären.

00:16:50: Das liegt nicht daran, dass die Eisbärn sich dort so stark vermehren also das Nichts sondern da auch da ist der Trend tatsächlich auch rückläufig Dass wir weniger Nachwuchs haben.

00:17:00: aber die Eisbeeren kommen aus Norden Grönlands werden sie sozusagen mit Eisbergen runter die Küste entlang getriftet.

00:17:06: Die sind also auf Eisbergen und die driften dann ab, und so treiben sie sozusagen die Küstegröhnlands runter und gehen irgendwann wieder an Land.

00:17:14: Das ist der Effekt den wir dort haben.

00:17:16: Und naja da haben wir Siedlungen, da haben mir Schulen, da hat man kleine Kinder, die halt morgens auch in die Schule gehen wie das eben auch bei uns ist.

00:17:22: In Berlin oder anderen Städten ist es wahrscheinlich dann eben der Autoverkehr, der dort gefährlich ist.

00:17:28: Dort ist der Schulweg einfach gefährlich weil es mitunter zu Konflikten mit Eisbären kommt.

00:17:32: nun Okay, also wir haben jetzt einerseits die Klimakrise als große Bedrohung und andererseits – ich nenn es mal den Menschen ein bisschen überspitzt.

00:17:40: Die Klimakriese ist ein riesengroßes Ding.

00:17:42: da müssen ganz viele Faktoren, das müssen wir nicht nochmal genau aufdröseln was wir jetzt genau alles machen müssen um da irgendwie gegenzuwirken.

00:17:49: Das mit den Mensch-Riltierkonflikten oder Begegnungen scheint mir eher… Eine Sache zu sein, an der wir arbeiten können.

00:17:56: Welche Lösungsansätze gibt es da denn?

00:17:58: Also da sind wir als WWF auch wirklich extrem stark vor Ort, weil wir angefangen haben schon vor... Ich kann mich noch dran erinnern das war eines meiner ersten Projekte also ich damals beim WWF Deutschland anfing als wir noch sehr stark in Russland unterwegs waren.

00:18:09: mittlerweile gibt's ja kein WWF Russland mehr und wir dürfen gar nicht mehr dort arbeiten.

00:18:13: aber wir hatten in der russischen Arktis hatten wir Eispäpatrouillen sozusagen installiert und das waren quasi mutige Menschen aus diesen Siedlungsgebieten, die gerade in der Eisbärzeit immer, in den Wintermonaten oder dann eben auch im Frühsommer.

00:18:28: Wenn die Tiere in die Nähe von Siedlungen haben, die einfach kontrolliert sind dort Eisbären und die sie auch verdrieben haben mit teilweise Stöcken oder Schreckschuss, dass man einfach die Tiere verkrämt hat sozusagen, das sind intelligente Tiere, die dann auch merken, ob es hier bin ich nicht erwünscht mache ich doch bei meinen nächsten Streifen durch mein Revier vielleicht einen Umweg um dieses Dorf Und das hat ganz gut funktioniert.

00:18:51: und dieses Modell, was wir damals in Russland erprobt haben.

00:18:53: Das ist mittlerweile auch ... Wir installieren es in Grönland.

00:18:56: Wir haben das auch in Alaska- und kanadischen Siedlungsgebieten, wo wir auch arbeiten sozusagen an diesen Patrouillons.

00:19:03: Da haben wir morgens bevor die Kinder halt in die Schule gehen, haben wir einfach Menschen, die dann auf dem Schneemobil einfach so zu sagen, dass Dorf absuchen, die Umgebung absuchen ob sie da Eisbären finden oder ob sie Eisbär Spuren finden.

00:19:16: Und dann geben sie sozusagen entweder eine Warnung nach dem Motto, okay wir müssen den erst vertreiben.

00:19:22: Die Schüler freuen sich dann wahrscheinlich weil es dann hast du

00:19:25: ja... Typisch Kinder, yeah!

00:19:27: Schulfrei!

00:19:28: Wir haben Eisbär frei genau.

00:19:29: oder Schule fängt erst zwei Stunden später an?

00:19:32: Oder Sie sagen halt das ist alles klar ihr könnt doch irgendwie pünktlich mit dem Unterricht anfangen.

00:19:36: also solche Sachen und die haben wir da waren wie als WWR wirklich auch federführend oder sind das immer noch federföhrend, haben sowas installiert.

00:19:42: Wir gucken aber auch nach anderen Möglichkeiten, dass wir zum Beispiel das hatte ich ja eben gerade gesagt.

00:19:46: Eisbären sind extrem gute Nase und extrem neugierig.

00:19:50: Und Müllhalden haben halt eine verlockende Anreizwirkung auf Eisbärn.

00:19:55: Das heißt die kommen dann auch auf Müllhalten nach Nahrung.

00:19:59: Da finden sie auch Nahrungen.

00:20:00: Also mitunter sind die Tiere auch hungrig weil sie halt nicht mehr so viele Robben fressen können.

00:20:05: Und wühlen in den Hinterlassenschaften der Menschen eben auch nach Narrung.

00:20:10: Da haben wir angefangen, dass wir Müllhalten erst mal absperren.

00:20:14: Dass die da gar nicht mehr drauf kommen.

00:20:16: Wir haben aber auch gesehen ... Die Tiere kommen trotzdem noch und versuchen dann auf diese Müllhalden zu kommen.

00:20:21: Was wir mittlerweile machen ist, dass in einem verbessertes Abfallmanagement in diesen Dörfern umsetzen.

00:20:25: Dass wir wirklich abschließbare Mülltonen haben.

00:20:28: Die Tiere gar nicht rankommen.

00:20:29: Das ist kaum Gerüche absondert.

00:20:32: Den organischen Abfall, den Trennen.

00:20:35: Und tatsächlich und das funktioniert ja auch im Sommer vor allen Dingen ganz gut, dass wir auch Kompost herstellen.

00:20:40: Aus organischen Reaktionen Biomüll würde man in Deutschland sagen kann man auch in der Arktis Komposter stellen.

00:20:46: es dauert halt ein bisschen länger nur weil die Temperatur nicht so hoch ist wie bei uns.

00:20:49: aber es funktioniert.

00:20:51: Wir hat die Menschen vor Ort können dadurch eben auch Gemüse anbauen und sowas.

00:20:54: also das sind auch so Sachen die wir auch eingesetzt haben und die wir noch mit vielen Siedlungen in der arktus sozusagen auch mit unterstützen.

00:21:02: Das zeigt, dass es ganz wichtig ist mit den Leuten vor Ort und auch mit den indigen Gemeinschaften gemeinsam zusammenzuarbeiten um eben zu schauen.

00:21:08: Dass es gut funktioniert ein Zusammenleben mit den Eisbären Richtig?

00:21:13: Absolut.

00:21:13: Und wie gesagt, der Eisbär hat natürlich auch einen hohen Stellenwert also viele der Indigene dort leben da hatte er auch eine besondere religiöse kulturelle ist aufgeladen.

00:21:21: letztendlich hat ein besonderes ein besonderes Merkmal.

00:21:24: es gibt allerdings und das sollte man auch nicht verschweigen Es gibt eine indigene Jagd auf Eisbären.

00:21:30: vor allen Dingen ist es eben in Alaska aber auch Grönland und Kanada der Fall dass die Regierungen dort auch gesagt haben okay ihr dürft für eurer Subsistenzwirtschaft sozusagen, ihr dürft auch Eisbären erlegen.

00:21:41: Da gibt es eben Quoten die werden auch sehr stark nachgehalten und die indigenen Gruppen dort oben haben so zu sagen auch das Recht Tiere zu schießen.

00:21:48: und dann das Fleisch entweder sie essen selbst oder ist eben als Nahrung für die Schlittenhunde gern gesehen.

00:21:55: aus dem Fell werden wir eben auch nach wie vor noch warme Mützen und Schuhsohlen und sowas daraus gemacht.

00:22:01: man also da gibt es sozusagen auch eine Verwertung des Eisbärn.

00:22:04: und dass diese Indigene jagt Das ist jetzt sehr stark nachdenken gehalten, dass die Quoten auch stimmen und dass die Tiere nicht übernutzt werden.

00:22:12: Da sehen wir allerdings auch – weil in einigen indigen Gemeinschaften schon der Druck, wenn es eben zu diesen Konflikten kommt, sehr stark das man sagt, man möchte eigentlich die Jagdquoten erhöhen, also der Druck auf die Regierung.

00:22:24: Und da gehen wir dann oft rein, dass wir sagen okay, welche Maßen hätten wir denn bevor wir wirklich die Jagdtquote?

00:22:29: Bevor die erhöht wird, können wir vielleicht damit mit Vermeidungsstrategien, was ich eben sagte.

00:22:34: Mit Eisbärpatrouillen, mit verbesserten Abfallmanagement, mit solchen Sachen – mit Einfriedung von den Siedlungen oder sowas?

00:22:42: Können wir da vielleicht versuchen, die Konflikte zu reduzieren und das wirkt in der Regel auch.

00:22:48: Es gibt allerdings auch in einigen Gebieten, gerade in Kanada ist es in einigend Provinzen so dass dort das Jagdmanagement tatsächlich geändert wurde.

00:22:56: Sehen wir kritisch weil dort mehr Weibchen geschossen werden dürfen als in der Vergangenheit.

00:23:01: Seit etwa fünf Jahren hat man die Jagdquote geändert Das Jagd-Management.

00:23:05: Es durften früher immer nur sozusagen zwei Menschen und ein Weibchen geschossen werden im Verhältnis.

00:23:11: Dort hat man aber aufgrund der indigenen Gemeinschaft diese Jagdquote oder diese Proportion geändert, dass mittlerweile fast so viele weibchen wie Menschen geschossen wurden dürfen.

00:23:20: Und na ja wenn man halt Weibchens aus einer Population nimmt ist das natürlich für den Bestand immer schwieriger als wenn es nur Menschen sind.

00:23:28: Absolut, absolut.

00:23:29: Na ja es ist sozusagen das Recht der Indigengemeinschaften dort vor Ort ne?

00:23:35: Wenn die halt sagen wir haben das schon seit tausenden von Jahren gemacht dieses Jagen wer sind wir denn als WWF dass wir den Menschen dort sagen dürfen also Leute ihr dürft jetzt nicht mehr jagen?

00:23:44: Also das finde ich immer sehr sehr westlich wäre kolonial und ich find die Menschen dort haben dieses recht auf Selbstbestimmung.

00:23:51: Das ist denen sozusagen auch zugebildigt worden Von den Regierungen.

00:23:54: Seit sieben gibt es eine UN Erklaration der Vereinten Nationen, die tatsächlich diese Selbstbestimmung von Indigen und lokalen Gemeinschaften über das Land auf dem sie leben.

00:24:04: Und die Ressourcen, die sie dort nutzen dürfen, dass sie darüber bestimmen dürfen.

00:24:09: Das müssen wir achten!

00:24:10: Also das ist irgendwie eine ganz wesentliche Voraussetzung damit Naturschutz überhaupt

00:24:15: funktioniert.".

00:24:16: Ja, ist kulturelles gut irgendwo.

00:24:18: Auch wenn selbst jemand versöhnlich vielleicht ein bisschen Bauchkrummeln damit hat, es ist wie du sagst das unsere Perspektive auf der ganzen Seite.

00:24:25: Gut also wir haben die aktuellen Maßnahmen.

00:24:28: Klimakrise Wie gesagt da sind es auch von einer ganz anderen Ebene was wir machen müssen.

00:24:35: Was glaubst du denn in den nächsten fünf bis zehn Jahren, wo gehen wir jetzt geradehin mit den aktuellen Maßnahmen?

00:24:40: Also wie sieht das dann aus mit der Eiswärtspopulation.

00:24:43: Also es ist ja leider so dass wir gerade eine Rolle rückwärzt irgendwie eher sehen was die Nutzung fossiler Energieträger angeht und auch in Deutschland bewegen wir uns ja auch eher ein bisschen rückwerts was die nutzungsfossile Energieträge angeht.

00:24:57: damit eben auch der Ausstoß von CO-Zweilen an den Klimagasen.

00:25:01: Das sehen wir halt in der Aktis.

00:25:03: Die Aktis erwärmt sich schon im globalen Durchschnitt drei bis viermal schneller als wir in Europa oder anderswo auf der Welt, also dort ist sozusagen die Klimakrise im Brennpunkt und als einen der ersten trifft es die Menschen vor Ort Aber dann eben auch den Eisband.

00:25:18: Und solange glaube ich diesen Trend nicht schaffen, dass wir dort wirklich mal mit unserer CO-Zwei Emissionen in den Griff bekommen und tatsächlich das auch ernst nehmen was für uns ja Paris Abkommen vor zehn Jahren etwa auf die Rust geschrieben haben als Weltgemeinschaft.

00:25:34: Wenn das nicht funktioniert, dann sehe ich so ein bisschen schwarz für den Eisband.

00:25:37: Also dann werden wir wahrscheinlich wirklich die es wird zu keiner Trendumkehr kommen.

00:25:40: Ich glaube jetzt nicht dass er aussterben wird.

00:25:43: Wir werden sicherlich noch ein paar Restpopulationen haben aber die Arktis wandelt sich ja momentan schon generell.

00:25:48: Das ist jetzt nicht nur der Eisbär den wir sehen, der ist natürlich schwierig hat.

00:25:51: Wir sehen hier auch im Greening der Arktist.

00:25:52: also wir sehen einfach... Voranschreiten der Baumgrenze, die sozusagen die Tundra dort überrollt von Süden her Richtung Nordfohlen.

00:26:00: Also so ein Ausbreiten der Borealen Wälder in den Tundrengebieten mit Verdrängung von Einheimischen Fauna und Flora oder von Tundren Fauna durch aller Welt zu atmen.

00:26:12: Solche Sachen passieren ja gegenwärtig in der Arktis Und ich bin so bisschen skeptisch dass wir das noch hinkriegen werden ehrlich gesagt.

00:26:19: aber wie gesagt die Hoffnung stirbt zuletzt Und wir müssen einfach in diesen Themen dran bleiben, sonst haben ja da wirklich bald keine Arktis mehr so wie wir sie eigentlich vielleicht heute noch kennen.

00:26:29: Du sagst gerade die Hoffnung stirbt zuletzt?

00:26:31: Was gibt dir denn auch Motivation weiter zu machen?

00:26:35: Also wir sehen ja auf der Welt durchaus schon einige Länder, die tatsächlich so ihre Klimabilanz im Griff haben.

00:26:40: Also Bhutan zum Beispiel, die produzieren weniger CO-Zwei als noch vor wenigen Jahren sind sozusagen klimapositiv.

00:26:49: Das ist ein gutes Beispiel dass wir da vorankommen und wir haben auch in Deutschland gesehen das wird tatsächlich mal wirklich das der Ausbau von erneuerbaren Energien durchaus sehr schnell voran ging.

00:27:00: Mittlerweile sehen wir allerdings schon wieder, das ist so diese Rolle rückwärts.

00:27:03: Der Abverkauf von E-Autos stagniert ein bisschen in Deutschland Aber ich glaube der Trend ist irgendwie da.

00:27:10: Also da wird ja wirklich kein vernünftiger Mensch, wird ja irgendwie sagen können naja gut wir fahren in zehn Jahren immer noch irgendwie mit unseren Benzinern und unseren Dieselautos durch die Gegendfirmen.

00:27:19: in anderen Ländern ist es gang und gäbe und das gibt mir Hoffnung dass es einfach länger dauert als wir uns das oft wünschen würden.

00:27:26: aber ich hatte immer so ein Beispiel als als wahrscheinlich damals das Automobil irgendwie vor hundertfünfzig Jahren aufkam haben wahrscheinlich die damaligen Kutschenhersteller und Pferdezüchte irgendwie auch vollkommen dagegen argumentiert, viel zu gefährlich.

00:27:40: Und bla bla bla und sowas.

00:27:42: Naja und heute sehe ich relativ wenig Kutschern auf deutschen Autobahnen.

00:27:47: Also ich glaube diese Ablösung wird stattfinden.

00:27:49: es dauert halt einfach sehr lange und gerade haben wir viele Stimmen leider auch die politisches Gewicht haben die diese Veränderungen einfach wieder ein bisschen abschwächen.

00:28:00: aber Der Trend ist irgendwie zu sehen, dass wir da hinkommen mit vielen Sachen.

00:28:04: Und das gibt mir so ein bisschen Hoffnung auch und man hat keine Meinung zum Klimawandel.

00:28:09: Also es geht nicht.

00:28:10: Das ist in der Natur gesetzt.

00:28:11: Es ist eine Wissenschaft und dann kann man keine Meinung zu haben sondern das ist einfach so.

00:28:17: die Daten sagen.

00:28:19: Da glaube ich schon auch an das Intellekt der Menschheit, dass wird irgendwann auch mal registrieren werden geht halt leider nicht so schnell, wie wir uns das vor allen Dingen eben auch als WWF-Mitarbeitende gerne wünschen würden.

00:28:32: Aber insgesamt bin ich da doch irgendwie noch der Hoffnungsvoll, dass es in diese Richtung geht und dass wir auch in Zukunft noch Eisbären haben werden.

00:28:42: Und das ist ein kleiner Teil des Arktes sozusagen, dass wir das auch noch so erhalten können, dass unsere Kinder und Enkelkinder irgendwann sehen werden können

00:28:53: Das wäre sehr, sehr schön.

00:28:55: Dr.

00:28:55: Stefan Ziegler, Artenschutzexperte vom WWF Deutschland!

00:28:57: Vielen vielen lieben Dank für das Gespräch mit dir und wenn ihr mehr zum Eisbären wissen möchtet ich packe euch auf jeden Fall etwas in die Show Notes Oder schreibt uns gerne in den Kommentaren von Spotify oder YouTube.

00:29:10: Oder eine Mail an Podcasts at wwwf.de.

00:29:13: Ich bin Eileen Wegner, das ist Living Planet und ich bedanke mich vom ganzen Herzen bei euch fürs Zuhören bis dahin.

00:29:19: Ciao!

00:29:20: Schönen Dank Aline und einen schönen Tag noch.

00:29:22: Tschüss.

Über diesen Podcast

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von und mit WWF Deutschland

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