Ein Podcast des WWF Deutschland zu Arten- und Naturschutz im 21. Jahrhundert.
00:00:00: Sprecher 1 Männchen können wirklich Gesänge entwickeln, Lieder entwickeln. Und es ist nachgewiesen, dass auch diese Lieder dann wie ein Hit um die Welt gehen.
00:00:12: Sprecher 2 Wenn wir an Wale denken, denken vermutlich viele zuerst an ihre schiere Größe, an Blauwale, die größer sind als Dinosaurier, Skelette im Museum, an Buckelwale, die spektakulär aus dem Wasser springen. Aber Wale sind viel mehr als beeindruckende Meeressäuger. Sie spielen eine wichtige Rolle für das gesamte Ökosystem Ozean und damit letztlich auch für unser Klima. Und warum sie so wichtig sind.
00:00:37: Sprecher 2 Weshalb sie trotz internationale Schutzmaßnahmen noch immer bedroht sind und was wir tun können, damit ihre Gesänge auch in Zukunft durch die Meere hallen. Darüber sprechen wir heute. Das ist Living Planet, der WWF Podcast. Ich bin Eileen Wegner und zu Gast ist heute meine Kollegin Heike Zidowitz, Senior Referentin Marina Artenschutz beim WWF. Hallo Heike.
00:00:58: Sprecher 1 Hallo ihr Lieben!
00:01:00: Sprecher 2 Erinnerst du dich noch so an deine erste Begegnung mit einem Wal oder den ersten Moment, wo du gesagt hast dieses Tier fasziniert mich total?
00:01:10: Sprecher 1 Ja, ich habe nicht so super viele Begegnungen mit Wahlen bisher gehabt, so dass ich, glaube ich noch jede einzelne davon in Erinnerung habe.
00:01:20: Sprecher 2 Kannst du uns mal mitnehmen? Eine, die dich jetzt gerade besonders in deinen Kopf reinspringen?
00:01:25: Sprecher 1 Ja, besonders wahr. Ich war eigentlich als Studentin in Südafrika, um dort an Weißen hin zu forschen. Und wir sind immer sehr früh morgens mit dem mit einem Schnellboot rausgefahren. Und das war so früh, dass wir fast über einen Wal rübergefahren sind, weil der war noch am Schlafen und der dümpelte halt so herum und ich konnte sowieso nicht sehen.
00:01:52: Sprecher 1 Aber der Bootsführer hat halt früh genug gesehen, dass da also der Wal liegt und der der Rücken zu sehen war. Und dann haben wir den quasi geweckt, weil natürlich so ein Motorboot recht laut ist. Und dann haben wir aber ganz nah die Begegnung gehabt und war natürlich froh, dass das nicht passiert ist. Aus vielen Gründen, auch aus der eigenen Sicherheit heraus.
00:02:13: Sprecher 1 Aber ja, das war, das war eine von den Begegnungen, die man manchmal halt in sehr offenen Ozeanen haben kann. Also bei uns ist es ja alles so ein bisschen die Meeresgebiete, so ein bisschen kleiner und weniger tief. Aber vor Südafrika, da hat man halt nach kurzer Fahrt raus schon wirklich tief tiefe Meeresgebiete.
00:02:36: Sprecher 2 Da hatte ich auch mal Glück. Ich habe auch mit Südafrika sowohl Haie als auch Wale gesehen. Ich kann das gerade so ein bisschen nachvollziehen, aber wo die bei mir nicht geschlafen haben, die waren sehr aktiv. Wenn wir jetzt aber über Wale sprechen, was, was sind das genau für Tiere? Also welche? Welche Unterarten gehören dazu? Es gibt ja nicht nur den Wal.
00:02:54: Sprecher 1 Genau. Das ist eine Gruppe von 94 Arten. Also zwei Stück sind davon, glaube ich bisher noch nicht fertig beschrieben. Sie sind schon also dokumentiert, sowohl filmisch als auch, dass darüber berichtet wurde. Und die Arbeiten sind laufen wohl im Hintergrund. Das eine, die eine Art ist sogar nur akustisch am Anfang aufgezeichnet worden und die ist aber jetzt auch gesichtet worden und wohl auch gefilmt worden.
00:03:25: Sprecher 1 Das heißt, wir können jetzt schon mal sicher von 94 sprechen. Und ja, sie sind Meeressäuger. Also es sind Säugetiere, die im Laufe der JahrMillionen sich zurückentwickelt haben, ins Meer sozusagen. Also es ist eine Art zurückentwickelt oder eine, man spricht eigentlich davon sekundär ins Meer zurückgegangen, weil die Säugetiere sich ja aus Reptilien artigen Vorfahren entwickelt haben an Land. Das heißt, wir haben da keine Gruppe, die vorher schon im Meer war und dann bei uns dann ans Land gegangen ist und die noch zurückgeblieben sind, sozusagen, sondern es ist genau umgedreht.
00:04:05: Sprecher 1 Die letzten Wirbeltiere, die im Meer waren, waren dann eben die Fische und dann kamen die Amphibien, Säugetiere und Vögel. Also ganz, ganz stark vereinfacht gesagt.
00:04:18: Sprecher 2 Aber, aber wild Wild habe ich tatsächlich noch nie gehört. Da war ich, beschäftige ich mich auch mit Tierarten? Schon sehr lange. Total spannend. Wie gruppiert man denn Wale ein? Also geht man davon von Größen aus? Oder was sind das für Merkmale, dass man sagt, das ist eine Unterart?
00:04:34: Sprecher 1 Also man kann so ein bisschen auch nach Größe gehen. Also es gibt so eine Pauschalbenennung, Großwale und Kleinwale. Das ist aber nicht taxonomisch. Also taxonomisch ist ja dann das Verwandtschaftsverhältnis in einer Systematik. Und da unterscheiden wir zwischen Baten, Wahlen und Zahnwahlen. So, und Bartenwale sind eben diese. Es sind alles Großwale. Es gibt da zwar auch der Zwerg Wal heißt, weil er ein bisschen kleiner ist und der Brüder Wal vom Anfang, der ist auch ein bisschen kleiner im Vergleich, aber nur zu den anderen.
00:05:11: Sprecher 1 Der ist die sind natürlich auch beide noch größer als eigentlich die meisten kleinen Wale. So, und bei den Zahn Wahlen gibt es ja kleine bis mittelgroße und der größte ist der Pottwal. Und der würde jetzt bei einer großen. Wenn man eine großen größen Unterscheidung macht, würde der wieder zu den großen gehören. Ist aber ein Zahn Wahl. Also es geht um die Baden und um die Zähne.
00:05:35: Sprecher 2 Und das ist dann jeweils der Mund. Das kennen wir, glaube ich, aus so relativ vielen Filmen oder sowas. Oder die, die sich mal so ein bisschen mit Wein auseinandergesetzt haben, mal in den Mund schauen und da sieht man gleich den den Unterschied.
00:05:46: Sprecher 1 Das definiert dann auch die Lebensweise Baden, Wale filtern Plankton und kleine Fische aus dem mehr, in dem sie halt das Wasser sozusagen verschlucken oder in einem ja im Schlund behalten und dann das Wasser rausdrücken. Und dann bleibt eben der ja das Plankton und die die Lebewesen dann darin zurück und das wird dann runtergeschluckt und alle Zahnwale sind räuberisch unterwegs.
00:06:15: Sprecher 1 Sie müssen also aktiv jagen. Und auch ein Delfin ist kein Vegetarier, sondern ist ein Raubtier.
00:06:22: Sprecher 2 Und die haben es dick hinter den Ohren. Ich finde, das ist immer wieder Delfine. Was liest oder so was? Ich glaube, einer der berühmtesten Geschichten ist ja, dass sie dann ab und zu mal so oft bei Fischen rumkauen, ein bisschen high werden und den Fisch dann weitergeben wie ein Joint.
00:06:35: Sprecher 1 Oh, das kannte ich noch nicht.
00:06:36: Sprecher 2 Also dazu haben wir tatsächlich mal ein Video gemacht. Verlinke ich euch auch in den Shownotes. Könnt ihr euch das mal angucken? Also Delfine faustdick hinter den Ohren? Auf jeden Fall richtig, richtig wilde Tiere. Wie sieht denn so ein typisches Leben eines Wals aus? Also wenn man jetzt mal sagt okay, wir müssen jetzt mal so alle 94 Arten, ich weiß, das ist ein bisschen schwierig, aber mal so ein bisschen schematisch darstellen über einen Lebenszyklus, wie sieht das so aus bei den.
00:06:59: Sprecher 1 Ja, wir haben auf jeden Fall alle Wal Tierarten. Also heißt es nämlich eigentlich also die. Wenn man also wieder die beiden Großgruppen zusammennehmen würde, dann sind das auf schlau Zeta Kea also das ist der wissenschaftliche Begriff und das wäre auf Deutsch Wal Tiere. Das heißt, wenn man alle benennen möchte, kann man Wal Tierarten sagen alle, weil Tierarten sind halt obligat Meerestiere also sie sie können nicht mehr an Land.
00:07:29: Sprecher 1 Das haben wir ja bei Robben zum Beispiel, die noch im Land gehen können um sich auszuruhen, ihre Jungen bekommen. Es gibt welche, die haben so eine Art Häutung und auch Meeresschildkröten. Die Weibchen kommen ja auch an den Strand und legen dort ihre Eier. Diese beiden Gruppen sind auch natürlich sekundär ins Meer zurückgegangen. Es sind auch alles Tiergruppen, die eigentlich an Land entstanden sind oder die ihre Vorfahren haben an Land und wo es auch immer noch entsprechende Verwandte gibt.
00:08:02: Sprecher 1 Aber Wale und Delfine, das ist ja so ein bisschen landläufig, so eigentlich die, wie man das immer so nennt. Die sind rein im Meer. Und ja, das sind äußerst unterschiedliche Lebens Zyklen oder Lebensweisen, die sie haben. Und das ist leider genau so, man muss die Diversität da anerkennen. Es gibt sehr viele Arten, die einfach komplett verschieden nebeneinander her leben und in völlig unterschiedlichen Meeresbereichen vorkommen.
00:08:35: Sprecher 1 Man müsste jetzt wirklich beispielhaft einfach sagen groß, weil der natürlich nehmen wir jetzt mal einen Buckelwal, Ja, den kennt jeder. Diese Tiere sind halt weit wandernd, das heißt, sie nutzen wahnsinnig verschieden wahnsinnig viele verschiedene Lebensräume und Strecken, die fressen halt in den polaren Gebieten meistens sich im dortigen Sommer dann eben ordentlich eine Speckschicht an und dann wandern sie.
00:09:03: Sprecher 1 Wenn dort dann Winter wird und das unangenehm wird Richtung Äquator. Also es ist auf beiden Seiten des Äquators auf beiden Hälften der der Erdkugel und diese langen Strecken da ab und zu auch noch zwischendurch opportunistisch, sagt man immer noch mal gefressen. Also wenn da mal irgendwie besonders viel Plankton rumdümpelt, dann nehmen sie das auch noch mit. Aber eigentlich versuchen sie diese Strecke zu überwinden, um in die Tropen zu kommen, dort sich zu paaren und die schwangeren Weibchen natürlich dann auch ihre Jungtiere da zu bekommen.
00:09:35: Sprecher 1 Und wenn man jetzt im Vergleich eine Delfinart. Es gibt übrigens 37 verschiedene Arten von Delfinen. Also wenn man sich einen Delfin dann eben anschaut, der macht sowas nicht. Also der es gibt auch Wanderungen und die versammeln sich ja auch in großen Schulen und ziehen dann auch mal entlang der Küsten, aber sie ziemlich saisonal in solchen Entfernungen durch die Weltmeere.
00:10:01: Sprecher 1 Und dann gibt es noch verschiedene Arten, die teilweise sehr, sehr unbekannt sind, die man wirklich manchmal von EinzelExemplaren nur kennt, und zwar Schnabelschnabelwale. Das sind so medium große, also 8 bis 10 Meter große Tiere und die ein Großteil ihrer Zeit unter Wasser verbringen, obwohl sie ja Luft atmen. Also gibt es wirklich Tiere, die 80 90 % unter Wasser in der Tiefsee sich aufhalten.
00:10:33: Sprecher 1 Also die tauchen ab und jagen dort. Ich weiß nicht, was sie da noch machen. Und dann? Dann kommen sie halt irgendwann wieder an die Oberfläche und dann dümpeln sie meistens da auch rum und atmen dann. Und Aber die haben eine solche Tauchphysiologie, dass sie halt eben sehr lange unter Wasser bleiben können. Und diese Arten kommen auch so weit draußen auf dem Ozean vor, dass wir die kaum kennen.
00:10:58: Sprecher 1 Und das sind also diverse davon, die kaum bekannt sind, wie die leben. Wie fanden sie sich fort? Wo gehen sie hin? Also das ist wirklich äußerst schwer zu beforscht und eben sehr, sehr wenig bekannt.
00:11:13: Sprecher 2 Ist es denn auch wahrscheinlich, dass es noch Walarten gibt, die wir noch nicht entdeckt haben, wenn die noch irgendwo in der Tiefsee chillen?
00:11:20: Sprecher 1 Genau deswegen ist ja diese eine Art in Mexiko Mexiko war das anhand erst mal völlig anderer Laute erkannt worden. Also die Laute wurden aufgenommen und man konnte diese Experten, die Akustik Experten konnten nicht zu sehen zu welcher Art das gehört und haben dann gleich vermutet, das könnte eine neue Art sein, die später ist dann tatsächlich sind die auch dann gefilmt worden, Andere Sachen, wo man dann eben auch noch mal gucken muss sind.
00:11:52: Sprecher 1 Da denkt man jetzt. Es ist eine Art, die weltweit vorkommt, aber es ist vielleicht doch nicht eine, sondern mehrere oder zwei, also zwei oder mehrere. Also der Blauwal, wenn man sich den anguckt, der blaue Antarktis wird wesentlich größer als in anderen Gebieten, also zurzeit gelten oder gilt der Blauwal als eine Art mit mehreren Unterarten oder in verschiedenen Ozeanen vorkommende Unterpopulation?
00:12:20: Sprecher 1 Aber es gibt auch eine, die überhaupt nicht wandert und sie ist zum Beispiel in im Indischen Ozean, also die ganze Zeit eigentlich in tropisch subtropischen Meeresgebieten, und die ist wesentlich kleiner. Ich vermute, im Laufe der Jahre hören wir vielleicht mal, dass das eine andere blauwal Art ist als die anderen, weil sie vielleicht auch gar keinen genetischen Austausch mit den anderen hat.
00:12:44: Sprecher 1 Und ja, die große Art, die in der Antarktis eben vorkommt. Das kann auch eine eigene Art sein. Das haben wir überall in der Biologie, dass eben im Laufe der Zeit, wo wir immer mehr von diesen genetischen Zusammenhängen verstehen, dass dann auch immer wieder neue Arten auf die Weise entdeckt werden, die wir von außen erst mal so nicht bestimmen können.
00:13:07: Sprecher 1 Wo sich einfach das alte Wissen immer noch so hält.
00:13:11: Sprecher 2 Wir merken uns also 94 Arten ist nicht in Stein gemeißelt. Da müssen wir uns selber auf dem neuesten Stand jedes Jahr halten, um zu gucken, Ist ja jetzt was Neues dazugekommen.
00:13:21: Sprecher 1 Nach unserer Webseite steht auch noch 92, was muss ich mal ändern lassen? Genau.
00:13:28: Sprecher 2 Wir versuchen uns auf den neuesten Stand zu halten. Das ist so diplomatisch, aber manchmal ist es eben genau das eine. Eine Beobachtung oder ein neuer Fund. Und dann plötzlich Huch, was ist denn da passiert? Dann muss natürlich die ganze wissenschaftliche Maschinerie angeworfen werden. Das ist ja dann auch nicht mal eben so schnell gesagt. Ach ja, definieren wir jetzt mal als neue Unterart, sondern da stecken ja auch ganz, ganz viele Expertinnen dahinter.
00:13:51: Sprecher 2 Du hast gerade schon so ein paar Sachen angesprochen, auf die ich definitiv auch noch zu sprechen kommen möchte. Und zwar diese ganzen Superkräfte. Die Wale haben Walgesänge, Orientierung etc.. Lass uns gerne mal darüber sprechen, weil das Wale singen, wissen wir alle. Spätestens seit Findet Dorie Findet Nemo und findet Dorie damals diese Kinderfilme noch, diese Wahl Sprache miteinander und die hat man ja zum Teil auch schon entschlüsselt oder man weiß welche Richtung es geht.
00:14:18: Sprecher 2 Wie genau funktioniert das Ganze?
00:14:21: Sprecher 1 Also da kann man erstmal grob unterscheiden das Baden, Wale und eben Zahnwale sich definitiv unterschiedlich unterhalten sage ich jetzt mal oder halt Laute von sich geben. Die Zahnwale benutzen das eben als Biosona, also sie entsenden Klicklaute. Das klingt. Geräusch wird in der sogenannten Melone auf der Stirn sozusagen. Das ist der Stirn Bereich bei uns am Kopf. Da ist ein Organ, die Melone, da wird das generiert und ausgesendet.
00:14:57: Sprecher 1 Und ja, der, der Schall, der zurückkommt. Also alles, was diesen Klick laut eben abbekommen hat, das wird ja zurückgeworfen als Schall, das wird über den Kiefer wieder aufgenommen und wahrgenommen, ans Ohr geleitet sozusagen. Das heißt, die sind wie Fledermäuse, die die ganze Zeit mit diesen, mit diesen Klickgeräuschen ja so nah artig ihre Umgebung damit abscannen. Sie können damit jagen, sie können sich aber auch mit solchen Geräuschen unterhalten.
00:15:32: Sprecher 1 Sie geben sich ja auch teilweise Namen navigieren. Das ist wohl auch der Aspekt, damit dran ist und das können aber Bartenwale nicht. Bartenwale haben ja keinen Grund irgendwie zu jagen und eben so agil durch die Gegend zu schwimmen, dass sie alles so dreidimensional klopfen müssen, sondern die ernähren sich ja relativ passiv durch das Ausüben des Wassers, aber dafür können sie eben singen.
00:16:03: Sprecher 1 Aber diese Gesänge, wie wir das jetzt auch. Da gab es ja diese berühmte Schallplatte in den Siebzigern, die Wahl Gesänge, das sind die Bartenwale, die sich dann über sehr, sehr weite Strecken eben auch verständigen können. Männchen können wirklich Gesänge entwickeln, Lieder entwickeln und es ist nachgewiesen, dass auch diese Lieder dann wie ein Hit um die Welt gehen. Also andere Wale.
00:16:32: Sprecher 2 Imitieren dann den Gesang und.
00:16:34: Sprecher 1 Hören das genau. Also sagen wir mal Buckelwale oder so im Atlantik singen ein bestimmtes Lied, einfach um sich auf die, also die Männchen auf die Weibchen aufmerksam zu machen. Und das hören andere, die zufällig auch irgendwie da in der Gegend das hören, aber dann woanders hinwandern und zum Beispiel einen Indischen Ozean reingehen und dann geht das, zieht es um die Welt als Lied, als Hit und die mit ihren das dann danach.
00:17:02: Sprecher 1 Dazu gab es eine Studie und ja, dann gibt es noch eine ganz abgefahrene Sache. Ich weiß gar nicht, ob ich das jetzt gut darlegen kann, aber es gibt wohl eine Art Sprungschicht im Meer in einer bestimmten Tiefe, dass die 1000 Meter tief oder so, wo irgendwie die glaube ich, hängt damit zusammen quasi die physikalische Möglichkeit besteht, dass eben Schall extrem weit getragen wird, also über tausende von Kilometern.
00:17:36: Sprecher 1 Und es gibt wohl Walarten, die das nutzen und damit wirklich ganze Ozeanbecken zu beschallen.
00:17:44: Sprecher 2 Wieso Verstärker quasi.
00:17:45: Sprecher 1 Wie ein Verstärker? Genau, oder wie. Lautsprecher wie ein Kabel oder ein Kabel kann man auch nicht sagen. Aber ja, es wird wie ein Verstärker weit getragen. Als ich das erste Mal gelesen, habe ich auch gedacht Komisch, habe ich noch nie gehört.
00:18:00: Sprecher 2 Aber wahnsinnig faszinierend und aus smart. Also das ist ja, da merke ich manchmal sehr, dass ich dann doch Tiere manchmal unterschätze, ein bisschen. Und dass ich halt noch wahnsinnig weiter lernen kann und dazu lernen muss.
00:18:14: Sprecher 1 Und sie haben natürlich auch, sie nutzen Frequenzen, die wir gar nicht hören. Also wenn man an der Schule Delfine jetzt an der Oberfläche mal begegnet und mal mit so einem Bötchen begleitet, dann kann man das ja teilweise hören. Aber sie haben eben auch noch Frequenzen dabei, die sind für das menschliche Ohr nicht mehr hörbar. Und das wird. Aber Schall wird generell was war das um Zehnfache schneller und weitergetragen als in den Meeren, als also im Wasser, als Medium, als in der Luft.
00:18:42: Sprecher 1 Und deswegen ist das natürlich das Mittel überhaupt, wie Altäre sich untereinander verständigen können. zur Verständigung wir auch schon. Da kommen wir eigentlich auch schon an das, an das Problem, was passiert, wenn es laut ist.
00:18:57: Sprecher 2 Ja gut, dann bevor wir auf die Bedrohung eingehen, ganz kurz Mini noch, warum Wale so wichtig sind. Also sie sind schön, sie sind groß, Sie sind faszinierend. Die könnte Tasse Tee Sachen. Was ist ihre Rolle im Ökosystem Ozean. Und dann kommen wir auf die Bedrohungen.
00:19:15: Sprecher 1 Ja, besonders Bartenwale oder Bartenwale. Schreibt man eine Rolle zu? Die sogenannte Wale. Pump, also die Wahl Pumpe dadurch, dass sie eben weite Strecken hinter sich legen und verbreiten sie also bestimmte Nährstoffe auf horizontaler Ebene enorm weit, wie viele andere Tiere das eben nicht können. Sie fressen irgendwo, aber dann kommt es hintenraus ganz woanders raus. Und auch dadurch, durch diese Größe fressen sie einfach so viel, dass eben auch so viel Kot rauskommt, dass da wirklich das wie eine Düngung ist.
00:19:58: Sprecher 1 Und dort, wo eben, das sind ja eigentlich auch Nährstoffe, es wird ja nicht alles von einem Körper aufgenommen. Das heißt, diese Bereiche oder das Wasser, was, wo dann eben dieser Kot rauskommt. Das wird förmlich gedüngt, das sind Nährstoffe und dann entsteht da wieder Plankton, Blüten und jedenfalls, das ist ja wieder die Nahrungsgrundlage für eben das Plankton ische Leben.
00:20:25: Sprecher 1 Damit haben wir eigentlich schon so ein Zyklus. Also das ist eine extrem kurze Nahrungskette. Nahrungskette, sagt man eigentlich, wir sagen ja, sprechen ja eigentlich Nahrungsnetzen, weil alles viel komplexer ist als eine Kette. Aber in diesem Fall ist es fast schon eine Kette und extrem kurz, dass eben ja eigentlich das schon der Oberste das Lied einer Kette ist und also diese Nahrungsverteilung oder diese Nährstoffverteilung, Nicht Nahrungs Nährstoffverteilung, die gibt es einmal in Extremgrößen, halt horizontal, aber natürlich auch vertikal, also gerade jetzt die Tiefsee Arten, die wir angesprochen haben, die in der Tiefsee Tintenfische fressen, andere Fische fressen und dann aber eben doch auch an die Oberfläche kommen und wahrscheinlich dort auch ihre Ausscheidungen haben.
00:21:14: Sprecher 1 Wir haben auch eine vertikale Vermischung von Nährstoffen und das ist schon erheblich. Da gibt es viele Studien dazu, dass es eben einen großen Anteil an an dem Nährstoffhaushalt im Meer hat. Und je mehr Wale wir hätten, desto mehr würde das also so funktionieren. Ein zweiter Aspekt ist, dass sie selber ja wahnsinnig große Körper haben, insbesondere die Großwal Arten und dass sie sind sehr langlebig und dass im Laufe ihres Lebens, dass sie natürlich auch sehr viel Masse anreichern.
00:21:53: Sprecher 1 Und wir sind alle Kohlenstoff basiert. Also jedes Tier, jede Pflanze. Und deswegen speichern sie auch sehr viel CO2, weil das ist das Medium auch, also womit dann eben oder Kohlenstoff und ja, und damit sind sie auch ich weiß gar nicht, wie das deutsche Wort wäre, aber sie, sie binden halt Kohlenstoff. Und das ist ja jetzt auch in Zeiten der Klimakrise sehr wichtig, dass eben ja diese Anteile in der Atmosphäre eben auch gebunden werden und eben nicht weiter hier aktiv in der Atmosphäre düsen.
00:22:33: Sprecher 1 Ach ja, genau. Ich wollte nur einfach noch sagen, dass diese das nicht nur also dass das Plankton ist. Ja, das erste plantonische Element ist ja, dass Phytoplankton. Es ist also eine pflanzliche pflanzliches Plankton. Und pflanzliches Plankton bindet eben auch CO2, weil die das eben auch einbauen in ihren Körper und sie scheiden zwei aus. Also eben die Meere geben uns etwa die Hälfte des Sauerstoffs auf der Erde, und zwar hauptsächlich über das planktonische Leben.
00:23:06: Sprecher 2 Wahnsinn. Okay, denn du hast es gerade schon angedeutet, oder du wolltest schon vorpreschen auf die Bedrohung und für mich tatsächlich bin absolutes Popkultur kennt. Wenn ich natürlich Wale und Bedrohungen höre, denke ich ganz schnell an die Wahl Jagt Moby Dick habe ich sofort im Kopf oder die neuesten Avatar Filme, wo Jagd auf Wale gemacht wird. Und du sagtest mir schon im Vorgespräch das ist jetzt nicht mehr ganz so aktuell.
00:23:30: Sprecher 2 Nehmen wir uns einmal kurz mit Waljagd wie Wie groß ist die Bedrohung noch aus diesem Aspekt?
00:23:37: Sprecher 1 Ja, im Vergleich zu den anderen Bedrohungen, die wir heutzutage eigentlich für Wal Tiere haben, ist das halt gering. Verschwindend gering. Kann man jetzt auch nicht sagen, aber es ist natürlich noch sehr emotional. Dort, wo eben Wale noch gefangen werden, da gibt es in Ländern bei uns halt einfach großen Widerstand. Wir verstehen das nicht. Bei uns sind es halt keine Tiere, die mir irgendwie für Nahrung oder irgendeine andere Art von Gebrauch oder Ressourcen, wie das halt vor vor einiger Zeit noch war, benötigt werden.
00:24:12: Sprecher 1 Und es herrscht großes Unverständnis, warum das noch stattfindet. Aber das ist eben kulturell manchmal anders aufgehangen und deswegen gibt es das teilweise noch. Aber es ist eben nicht sehr häufig. Wir haben eigentlich nur noch drei große Länder Norwegen, Island und Japan, wo das noch stattfindet. Und ansonsten gibt es noch ein paar kleinere karibische Inselstaaten, die wohl das auch traditionell gemacht haben.
00:24:41: Sprecher 1 Ich glaube, die sind aber derzeit nicht dabei. Und ansonsten haben wir noch die Indigenen, die um die Arktis herum noch Wal betreiben dürfen. Das ist aber alles reguliert und ansonsten im Vergleich zu dem, was eigentlich früher da passiert ist. Also wir müssen uns vorstellen, der Walfang war der erste globale Industrie, es fand weltweit statt und das vor 300 Jahren schon und es breitete sich immer weiter aus.
00:25:15: Sprecher 1 Es hat also Ausmaße angenommen, dass tatsächlich immer weniger in Küstennähe waren, immer weiter draußen und dann immer weiter weg. Und irgendwann waren es eigentlich auch nur noch die Polargebiete, wo dann hingefahren wurde. Darüber sind wir zum Glück eigentlich hinaus. Und seit 1948 gibt es auch schon ein Abkommen und das Gremium, was dieses Ganze regelt, ist ja die Internationale Walfangkommission.
00:25:43: Sprecher 1 Und es gibt seit 1986 ein komplettes Moratorium für Groß Walarten damit. Natürlich ist es nicht ganz verschwunden, eben weil diese drei Länder eigentlich immer noch gerne etwas fangen möchten. Und das tun sie auch mit verschiedenen Vorzeichen. Das wäre jetzt zu komplex, das ein bisschen darzustellen, Aber es ist im Vergleich zu anderen Bedrohungen nicht mehr die vornehmliche Bedrohung.
00:26:08: Sprecher 2 Dann sprechen wir doch mal über die aktuellen wirklichen Bedrohungen. Du hast gerade schon gesagt, was passiert, wenn es im Meer laut wird.
00:26:16: Sprecher 1 Genau. Ja, wir haben natürlich, ich habe eben auch schon gesagt globale Industrie und Weltwirtschaft. Wir wissen alle, dass wenn wir irgendetwas online bestellen, dass es ganz häufig in Asien produziert wurde. Und diese Güter werden halt mit riesigen Schiffen um die Welt gefahren und die Schifffahrt und gerade Transportschiff hat die wird halt, die wächst weiter und weiter und weiter.
00:26:43: Sprecher 1 Und jedes Schiff hat halt Schrauben, die sehr viel Lärm, also Motoren oder Maschinen nennt man sie ja eigentlich Maschinen. Und eben diese Schrauben, die wahnsinnig viel akustischen Lärm eintragen. Wir haben hier eine richtige Lärm Vermüllung. Und nicht nur das, diese Schifffahrtslinien sind so busy. Das natürlich, wenn dort genau auch die Wanderwege der Wale sind, dass es da auch zu Schiffs Kollisionen kommen kann.
00:27:10: Sprecher 1 Und das überlebt dann auch der größte Wahlen nicht. Wenn das ein großer Container, ein großes Containerschiff ist. Und das heißt, da haben wir tatsächlich immer, also diese Bedrohung wächst sozusagen die andere Bedrohung, die auch einfach enorm ist und derzeit am größten und auch nicht absehbar wirklich sich verringern wird, ist die Fischerei. Also Wale werden halt oder eben vor allem Kleinklein.
00:27:41: Sprecher 1 Wale werden halt viel mitgefangen und das geht eben nicht immer gut so, also manchmal können sie rauskommen, manche gerade die Großwahl Arten. Wenn das kleinere Netze sind, die jetzt von kleinen Fischern stammen, dann reißen sie die ab. Und das ist aber auch noch keine Rettung, weil dann sind sie auch vertüddelt mit den mit den Netzen und mit den Seilen und Depotien usw Also das beeinträchtigt sie auch so sehr, dass sie vielleicht nicht mehr fressen können und auch dann sterben können.
00:28:16: Sprecher 1 Also wie es jetzt gerade ist, ob es industriell oder eben Kleinfischer sind. Es ist einfach eine Bedrohung, weil einfach Netze überall sind.
00:28:26: Sprecher 2 So, jetzt haben wir jetzt. Es gibt noch viele andere kleinere Aspekte, aber lass uns jetzt mal nur bei den beiden bleiben. Was? Was? Was können wir tun? Was tut der WWF? Was machen vielleicht auch andere Organisationen? Weil wir wollen das ja nicht einfach so hinnehmen, Ansonsten würden wir auch nicht darüber sprechen.
00:28:40: Sprecher 1 Genau, Wir unternehmen eine ganze Menge. Wir haben vor allen Dingen gerade wir als Deutschland jetzt arbeiten, sehr viel mit unseren WWF Büros in Lateinamerika zusammen. Wir haben nämlich gesehen, dass der Ost Pazifik eine große Zahl an Wal tierarten beherbergt, aber eben auch dort sehr viel Fischerei und sehr viel Schifffahrt unterwegs ist und wir eben auch dort die großen Wald vier Arten haben, die große Wanderungen Unternehmen aus der Antarktis entlang von Südamerika im Ostpazifik bis nach Mexiko oder Panama ziehen und dann auch anderen Nord.
00:29:23: Sprecher 1 Auf der Nordhalbkugel ist das nicht anders. Also das eben zum Beispiel der Grauwale aus der Arktis bis nach Mexiko, in Golf und Kalifornien da hinzieht. Und auf den Wegen haben wir halt einfach wahnsinnig viele sich überschneidende Bedrohung. Und dann kommt noch dazu, dass wir ja auch mit der Klimakrise einfach auch noch hier nicht mehr die vorherigen und die wahrscheinlich seit Jahrtausenden bestehenden Umstände haben, dass die Tiere nicht mehr an die richtigen Positionen hinkommen, dass dort zu heiß ist.
00:29:58: Sprecher 1 Jetzt haben wir den Nino auch dort in der Gegend. Das wirkt sich auch auf Plankton aus und eben auch auch alles ganze Nahrungsnetz usw. Also da haben wir gegebenenfalls jetzt viele Verschiebungen. Also die Fischerei Problematiken versuchen wir vor allem zum Beispiel in Peru zu begegnen, indem wir dort mit insbesondere kleinen Fischern zusammenarbeiten, die halt häufig Delfinen und andere Kleinwalarten als Beifang haben.
00:30:31: Sprecher 1 Und es gibt da technische Möglichkeiten mit sogenannten Pingern, dass man die an einem Netz anbaut in verschiedenen Abständen, und die geben ein Signal raus, Das ist eben dieser Ping und das verscheucht sozusagen die Delfine, weil sie hören es ja, sie sind ja sehr gut im Hören und den Ton mögen sie auch nicht und dadurch kann man verringern, dass sie überhaupt in der Nähe von diesem Netz sind und damit da eben reingeraten.
00:30:59: Sprecher 1 Das ist aber nicht unbedingt immer das Ende der der Geschichte, also nur daran oder dran zu bauen und dann ist alles gut. Diese Finger sind durchaus teuer. Also ein Gerät kostet 50 $. Das ist für einen kleinen Fischer in Peru, die ich war da auch schon, das ist sehr viel Geld. Also selbst für uns wäre das wahrscheinlich sehr viel Geld, wenn hier jemand mehrere kilometerlange Netze hat.
00:31:24: Sprecher 1 Da kann man sich vorstellen.
00:31:25: Sprecher 2 Dass einiges geht mal kaputt, Batterie leer, was auch immer. Also das ist nicht mit einem getan.
00:31:33: Sprecher 1 Und ja, das ist da nicht immer das das einfachste und aber in Brasilien hat wohl jemand mal ausprobiert und eben versucht dieses dieses rein physikalische Element, das Delfine eben und andere kleine Wale eben, dass sie diese akustischen Laute von sich geben. Kann man das irgendwie beantworten, indem indem halt irgendeine Reflexion entsteht? So und also es gibt hier in Deutschland ein sehr erfolgreiches Forschungsprojekt dazu, in dem da kleine Acrylperlen in die Netze eingebaut wurden und das ist wie eine akustische Wand, also wirklich, das ist also reflektiert dann eben den eigenen Sound vom vom Delfin oder vom Schwanz, weil bei uns ist das natürlich und damit wird das Netz sichtbar.
00:32:28: Sprecher 1 Eine andere Möglichkeit wäre, und das ist jetzt das, was wir in Peru versuchen und was in Brasilien auch schon ausprobiert wurde, dass man Plastikflaschen da einbaut, die halt jeder.
00:32:40: Sprecher 2 Hat, da jetzt aber sehr nach Watt.
00:32:43: Sprecher 1 Ja.
00:32:43: Sprecher 2 Genau.
00:32:44: Sprecher 1 Das ist eine sehr, sehr günstige Möglichkeit, wie man halt ein akustisches Mittel quasi da rein kriegt, ohne dass es selber etwas aussendet. Aber eben das christliche Signal des Tieres ja amplifiziert. Also das wird so richtig zurück gestrahlt und damit können dann eben Kleinwale sehen, da ist ein Netz und das war wohl recht erfolgreich in Brasilien. Das muss aber alles testen und wir müssen vor allen Dingen testen, dass diese Flaschen nicht losgehen.
00:33:12: Sprecher 2 Und genau das war jetzt gerade so, dachte ich. So versuchen gerade Plastikmüll aus dem Meer rauszuholen. Jetzt wieder was rein. Das ist nämlich genau dieser Moment gerade gewesen.
00:33:20: Sprecher 1 Ja, genau. Also das ist also der Casus TuS, oder wie heißt das? Also da, daran fummeln Sie jetzt, wie Sie das beantworten können, dass diese Flaschen da sicher angebracht werden können. Aber das wäre eine sehr kostengünstige Möglichkeit, wie diese Netze passiv akustisch hörbar für Delfine werden könnten. Weil gerade in Peru. Also der Grund, warum wir das in Peru machen, ist, dass gerade in Peru.
00:33:48: Sprecher 1 Also die Fischerei ist enorm. Wir haben ja dort den Humboldtstrom, das ist ein kalt Strom aus der Antarktis und das ist in einem Auftrieb Gebiet vor der Küste. Das heißt das kalte Wasser kommt hoch, kaltes Wasser ist immer nährstoffreich und wir haben da die größten Fischschwärme überhaupt auf der Erde. Das sind vornehmlich Sardellen, diese Sardellen Fischerei. Das ist also hoch industriell.
00:34:16: Sprecher 1 Wird halt ganz häufig sind sehr, sehr kleine Fische eher für Fischmehl verwendet. Also die Industrien sind dann auch sehr miteinander verknüpft. Das ist dann nicht das Fischfilet, was bei uns auf dem Teller landet, sondern das ist dann eher auch wieder ja, das ist es dann Dünger und Fischfutter für zum Beispiel Aquakultur. Also es ist eher so ein anderes Produkt.
00:34:43: Sprecher 1 Diese Fischereien haben eben häufig Delphine drin, aber eben auch die kleinen Fischereien, also kleinen Fischereien sind so die kleinen Fischer, die da an der Küste leben und Stellen ins Meer geben. Sie werden auch eben sehr unselige Tief. Dann fischen die alles. Sie möchten vielleicht rausfahren, möchten eine Gold Makrele fangen. Sie fangen den Hai auch mit. Und wenn das nicht zu groß ist und dann eben dann der Film vorbeikommt, der wird auch noch der Delfin gefangen und es ist zwar illegal, aber dort werden dann manchmal die Delfine eben auch als Köder verwendet.
00:35:18: Sprecher 1 Das heißt, wenn sie eben einen toten Delfin drin haben, wird er aufgeschnitten. Und es gibt auch sicherlich Leute, die auch noch lebende dann halt töten. Und dann haben wir also so ein so ein Teufelskreis, das einmal der Beifang macht. Opfer bei den Delfinen werden als Köder verwendet und darauf gehen die Haie ganz besonders. Das heißt, wir haben dann auch wieder die Haie mit dabei, die ja auch sehr stark bedroht sind.
00:35:44: Sprecher 1 Es sind im Übrigen noch stärker bedroht als Wal Tiere. Dann haben wir da also wirklich ein Teufelskreis und wir versuchen das miteinander zu verknüpfen und setzen eben genau in Peru dort an, wo eben so ein Hotspot von von von dieser Problematik ist. Die andere Problematik ist eben, dass auch dort entlang der peruanischen Küste viele Handelsschiffe entlang gehen, die entweder in Südamerika da in die Häfen fahren, aber eben auch Richtung Panamakanal ziehen.
00:36:13: Sprecher 1 Manchmal ist es so nah an der Küste ist exakt genau da, wo die großen Wale eben aus der Antarktis hochziehen. Norden Perus und in Kolumbien Ecuador dort ihre Jungtiere zur Welt bringen. Und genau da fahren dann eben sehr viele Schiffe entlang. Viel Lärm, Eintrag und dann eben auch Kollisionen sind da sehr eine große Gefahr. Und da versuchen wir eben auch, dass die diese Fahrerinnen, das muss man sich wirklich wie Straßen auf dem Meer vorstellen, dass das die sortiert werden, dass die direkt dann auch da fahren, wo wir wissen, da sind weniger Wale.
00:36:52: Sprecher 1 Und um das festzustellen, wo sind wann die Wale? Dafür machen wir Satelliten Markierungen an die Tiere ran. Dann können wir sehen, wo sie entlang ziehen. Wo halten sich am meisten auf? Wo muss dann also die Schifffahrtsroute um gelegt werden? Und dass die Schiffe woanders entlang fahren? Wie lange halten? Wie lange halten Sie sich wo auf? Also das sind so die Aspekte, die wir vor allen Dingen in Peru machen.
00:37:16: Sprecher 1 Aber das machen wir mittlerweile nicht nur im Beruf, sondern auch in Chile. Auch in Ecuador und Kolumbien setzen wir jetzt an, wir nennen das Ganze eben die blauen Korridore oder die blauen Wanderwege. Korridors Und das Projekt gibt es zwar schon länger, aber da werden wir jetzt noch weiter intensiv mit den Kollegen arbeiten. Dass das als Gesamtkonzept entlang des gesamten Kontinents eben bearbeitet wird und Lösungen gefunden werden.
00:37:44: Sprecher 2 Wenn du sagst, gesamter Kontinent plant ihr dann auch weiter noch nördlicher zu gehen, also sprich auch mit den USA und Kanada da in die Richtung zusammenzuarbeiten, weil jetzt gerade sind wir Lateinamerika unterwegs.
00:37:56: Sprecher 1 Genau. Also theoretisch ja, das machen die Kollegen dort dann direkt. Wir selber unterstützen natürlich die Büros, die jetzt von selber jetzt nicht so viel Finanzkraft haben. Und sagen wir mal, dass der WWF, USA und der WWF, Kanada, die sind doch finanzkräftiger und sind eher so wie wir. Das heißt, sie können das selber umsetzen, aber die sind da, stehen mit den Kollegen in Lateinamerika Austausch und es ist tatsächlich der gesamte Ost Pazifik bis von Pol zu Pol in diesem Projekt oder in diesem Fokusgebiet geplant.
00:38:35: Sprecher 1 Die blauen Wanderwege gibt es auch noch in anderen Ozeanen. Wir haben nämlich auch eine Netzwerkinitiative. Wir sind ja ein riesiges Netzwerk und auch die anderen Teile, also im Atlantik und im Indischen Ozean und in anderen Teilen des Pazifiks, die werden auch bearbeitet. Nur wir sind im Ostpazifik am weitesten und wir haben da die meisten Projekt Umsetzungen und deswegen ja sehen wir uns dort ganz besonders.
00:39:03: Sprecher 2 Genau und wir haben dazu auch Material auf unserer Website ist verlinke ich euch auch in den Shownotes, da könnt ihr euch das mal genau angucken. Vor allem wirklich diese Autobahn Netz. Wenn ich das jetzt mal so in unsere Sprache oder unseren Alltag irgendwie ein bisschen über übertragen möchte oder sowas, ist echt echt wild zu sehen, dass sie da halt wirklich es ist Wege gibt, die sie halt immer wieder nutzen.
00:39:23: Sprecher 2 Das finde ich unfassbar faszinierend. So, jetzt haben wir gehört, was der WWF macht, was die lokalen Büros machen, was die einzelnen Fischer teilweise auch machen mit den Acrylperlen oder den Flaschen. Jetzt sitzen wir jetzt hier in Deutschland. Ich sitze jetzt hier in Berlin und denkst du, Wale finde ich schon ganz cool? Was? Was kann ich denn machen, um zu sagen Hey, ich möchte gern irgendwie den den Walen helfen, also irgendwas dafür Gutes tun, dass es halt weiter den Walen gut geht oder wieder besser geht, dass die Population wieder steigt etc..
00:39:56: Sprecher 1 Das ist schwierig zu beantworten, weil in Berlin ist man nicht an der Küste und man kann eben als Einzelperson so wenig machen. Also das Problem habe ich natürlich auch. Ich kann jetzt auch nicht hier den Schwarzwald alleine retten. Natürlich, wir setzen uns politisch ein. Erst mal, wenn man zum Beispiel eine Organisation, wenn man eine Organisation unterstützt. Es müssen ja nicht nur wir sein, aber wir haben ja viele Kollegen auch, die da auch eben daran arbeiten.
00:40:23: Sprecher 1 Dann kann man eben diese politische Ebene damit begehen, dass wir natürlich wissen, wie wir mit den sprechen. Wir haben die Kenntnisse, wir machen Meetings, wir sind Fachkonferenzen und bei Artenschutzmeetings dabei. Also ich bin zum Beispiel in zwei Wochen in Bonn bei dem kleinen Wal Abkommen Asco Bans. Das ist jetzt auch tatsächlich für uns hier am wichtigsten. Was kann man auch machen?
00:40:49: Sprecher 1 Wo begegnet man Natürlich im Urlaub. Das heißt, wenn man da eine Wahl sich, weil Beobachtung stur bucht, dann sollte man zusehen, dass man eine gute hat. Also dass.
00:41:04: Sprecher 2 Wie kann man das von außen sehen? Gibt Zertifikate? Ja.
00:41:07: Sprecher 1 Ich glaube ja. Ich glaube, es gibt sehr. Es kommt darauf an, in welchem Land man ist, aber es müsste mindestens der Code of Conduct, also die Verhaltensregeln, ganz klar dargestellt sind. Man muss gebrieft werden, bevor man da auf ein Schiff geht. Und eine ganz wichtige Sache ist, dass das merkt man natürlich erst, wenn man an Bord ist, dass diese Schiffe nicht zu nah ran fahren und sich eben selber an die Regeln halten.
00:41:33: Sprecher 1 Und es gibt eben immer Abstände, die eingehalten eingehalten werden sollten. Ob sie immer das werden, das ist dahingestellt. Aber auch da sehen wir uns zum Beispiel auch in manchen Ländern, wo wir wissen oder in manchen Gegenden, da klappt das nicht so gut. Unsere Teams arbeiten dann auch dort mit manchen Gemeinden zusammen, dass sie das verbessern. Das haben wir zum Beispiel in Mexiko.
00:41:55: Sprecher 1 Da gibt es eben diese Grauwale, von denen ich erzählt habe vorhin, das ja jede Community kann da sozusagen ein paar, weil Operator irgendwie starten und da müssen sie es aber richtig machen und dazu schulen wir sie eben teilweise auch. Und ja. Also man muss. Es gibt viele Informationen im Internet dazu, im woran man sich halten soll und was gute Anbieter sind.
00:42:21: Sprecher 1 Und wenn da schon irgendwie was komisch erscheint, dann einfach die Finger davon lassen also und auch selber, wenn man Wahlen begegnet, nicht hinterherdüsen oder Delfinen. Auch der Finne darf man nicht anfassen. Also es sind Wildtiere, die können sehr leicht hautentzündung bekommen und wir haben ja manchmal hier den merkwürdigen kleinen Delfin irgendwie in der Kieler Förde oder so, Stimmt, der braucht seine Ruhe.
00:42:48: Sprecher 1 Also deswegen in Ruhe lassen und nur vom Land mit Fernglas beobachten, nicht hinterher und schon gar nicht ins Wasser gehen. Auch die können gefährlich werden. Sie können wirklich Menschen zusammenschlagen und auch unter Wasser ziehen. Also das sind keine Kuscheltiere.
00:43:06: Sprecher 2 Sind Wildtiere auf jeden Fall. Und wenn ihr den WWF unterstützen wollt bei der Wahl Arbeit. Wir haben auch eine Wahlpatenschaft. Das mache ich euch auch in die Shownotes mit rein. Da könnt ihr gerne draufklicken und uns unterstützen oder Heike unterstützen in ihrer Arbeit. Heike Zidowitz Senior Referentin Marina Artenschutz beim WWF Deutschland. Vielen, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, heute mit mir über Wale zu sprechen.
00:43:28: Sprecher 2 Das ist Living Planet, der WWF Podcast. Ich bin Eileen Wegner und wir hören uns wieder in zwei Wochen. Bis dahin. Ciao.
00:43:35: Sprecher 1 Tschüss. Vielen Dank.