Living Planet – Der WWF Podcast

Living Planet – Der WWF Podcast

Ein Podcast des WWF Deutschland zu Arten- und Naturschutz im 21. Jahrhundert.

Eisbären, Kronzeugen der Klimakrise

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Sie sollen den Verkauf von Hustenbonbons ankurbeln, müssen als Maskottchen für Sportvereine herhalten, sind Zuschauermagneten in Zoologischen Gärten und gelten nicht zuletzt als DAS Symboltier für die Klimakriese. In der neuen Episode von ÜberLeben dreht sich alles um Eisbären.

Zu Gast ist diesmal die Biologin Sybille Klenzendorf vom Arktis-Programm des WWF. Sie kümmert sich u.a. darum, dass Menschen und Bären rund um den Polarkreis einigermaßen miteinander klar kommen. Im Gespräch mit ihr gehen wir der Frage nach, wie schwarz die Zukunft des weißen Bären wirklich aussieht, wenn wir die Erderhitzung nicht in den Griff bekommen. Sie erzählt, was es mit „Capuccino-Bären“ auf sich hat und warum die neugierige Exemplare in Kanada gelegentlich ins Gefängnis müssen.

Wir schauen auch auf die dunkle Seite der des größten Raubtiers des Nordens, und versuchen zu klären, ob der eine oder andere von ihnen vielleicht doch schon mal einen Pinguin gefressen haben könnte, obwohl die tendenziell am anderen Ende der Welt zuhause sind.

Redaktion und Moderation Jörn Ehlers
Feedback: podcast@wwf.de

Living Planet Index: Tierwelt im freien Fall

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Es leert sich auf der Arche Noah. Das zumindest legt die neueste Ausgabe des Living Planet Reports nahe. Demnach ging der Bestand an Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien im Vergleich zu 1970 weltweit um fast 70 Prozent zurück. Der Report dokumentiert eine dramatische Entwicklung, über die wir in der heutigen Folge von #ÜberLeben sprechen. Zu Gast ist diesmal Günter Mitlacher, der die regelmäßige Bestandsaufnahme des Zustandes unseres Planeten für den WWF seit Jahren betreut.

Er erläutert wie die Daten zustande kommen, wie sie zu bewerten sind und vor allem was zu tun ist, um das Artensterbens auszubremsen und die bedrohliche Entwicklung umzukehren. Wir erfahren, welche Kontinente es besonders hart trifft und welche Ursachen des großen Sterbens als erstes angegangen werden sollten.

Es wird zugleich deutlich, dass nicht alle Tierarten auf der Verliererstraße sind. Wachsende Bestände beim Biber und regional bei einigen Populationen des Waldelefanten zeigen, dass der Negativtrend auch gestoppt werden kann. Mit mehr Schutzgebieten, einer Umstellung der Landbewirtschaftung und nachhaltigerem Konsum ließe sich der Verlust terrestrischer Biodiversität noch aufhalten.

Redaktion und Moderation: Niklas Kolorz
Feedback bitte an podcast@wwf.de

Corona: Ureinwohner Brasiliens in Gefahr!

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Brasilien ist von der Corona-Krise hart getroffen. Doppelt hart trifft es sie Ureinwohner des Landes. Goldgräber und Holzfäller nutzen die Gunst der Stunde und dringen vermehrt in Schutzgebiete ein, und viele von ihnen haben das Virus quasi im Gepäck. Die Bewohner des Waldes, vor allem die isoliert lebenden Völker, sind dadurch besonders in Gefahr. Durch eine fehlende Gesundheitsversorgung und virologische Anfälligkeit sind sie dem Corona Virus häufig schutzlos ausgeliefert. Drohen die indigenen Völker Brasiliens nun ganz zu verschwinden? Darüber sprechen wir heute, mit Roberto Maldonado, Südamerika Experte beim WWF.
Redaktionelle Anmerkungen: zu dem Aspekt „Chloroquin“ finden Sie weitere Informationen hier:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/COVRIIN_Dok/Antivirale_Therapien.pdf?__blob=publicationFile

Moderation: Anne Thoma
Redaktion: Anne Thoma
Feedback & Themenvorschläge an podcast@wwf.de

Die Rückkehr des Europäischen Wisent in den Kaukasus

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Vor fast 100 Jahren wurde der letzte freilebende Wisent im Kaukasus erlegt. Hätten nicht einige der Tiere durch das Engagement von Wisent-Schützern in Zoologischen Gärten überbelebt und wären nicht frühzeitig aufwendige Nachzuchtprogramme und später Wiederansiedlungsprogramme gestartet worden, wäre das größte Landsäugetier Europas fast ausgestorben. Heute streifen wieder Wisent-Herden durch einige Schutzgebiete Polens, Weißrusslands, Russlands, Rumäniens und andern meist Osteuropäischen Ländern durch die Wälder (z.B. im Bialowieza NP/Polen). Seit 2019 kehrt der Wisent nun auch wieder nach Aserbaidschan zurück. In einem nationalen Wiederansiedlungsprogramm mit internationaler Beteiligung wurden im Frühjahr 2020 12 Wisente aus dem Europäischen Erhaltungszucht Programm in den Shahdag Nationalpark im östlichen großen Kaukasus transportiert. In kurzer Zeit haben sich die Wildrinder an ihren neuen Lebensraum gewöhnt und es wurden bereits 3 Kälber geboren. Im November 2020 sollen 5 weitere Tiere von Berlin die 4000 km weite Reise antreten.

Aurel Heidelberg, WWF-Experte für die Ökoregion Kaukasus, berichtet über seine Erfahrungen zum Schutz dieses beeindruckenden Großpflanzenfressers mit vielen Details und großen Herausforderungen bei der Rückkehr des Wisents in den Kaukasus.
- Moderation: Jürgen Matijevic
- Redaktion: Jürgen Matijevic, Jörn Ehlers
- Anregungen, Wünsche und Feedback: Podcas@wwf.de

Dürre, Durst und Donnerwetter

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Deutschland auf dem Trockenen

Sommer-Sonne-Hitzefrei. Es könnte so schön sein, doch etwas fehlt: Regen. Der Sommer 2020 ist erneut eher eine trockene Angelegenheit. Die Bauern fürchten magere Ernten, und auf die Borkenkäfer wartet angesichts der knochentrockenen Wälder ein regelrechtes Festmahl. Nun sind längere sommerliche Trockenperioden nicht ungewöhnlich, aber Deutschland erlebt nun schon den dritten Sommer in Folge mit sehr wenig Niederschlägen. Das Grundwasser, sinkt und mancherorts wird selbst Trinkwasser knapp.
Was das mittelfristig für den Umgang mit dem kostbaren Nass bedeutet, darüber reden wir in unserer heutigen Folge von ÜberLeben mit Philipp Wagnitz, der für den WWF eine ganze Reihe von Wasserprojekten in aller Welt koordiniert. Er liefert nicht nur eine Einschätzung zur aktuellen Lage hierzulande, sondern kann uns auch etwas erzählen über durstige Avocados, virtuelles Wasser und warum in einer Tasse Kaffee mehr als hundert Liter Wasser stecken.

Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Anregungen, Wünsche und Feedback: Podcas@wwf.de

Welch eine Nase - Die Saiga Antilope

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Sie sieht aus wie…
Es fällt einem auf Anhieb kein vergleichbares Huftier ein, das so eigentümlich wirkt. Die Saiga Antilope (Saiga tatarica), erinnert mit ihrer skurrilen Rüsselnase an den Fernseh-Alien Alf. Und doch hat alles an ihr einen evolutionären und praktischen Sinn für das Überleben in extremen Lebensräumen. Sie hat die letzten Eiszeiten überlebt und die erbarmungslose Jagd durch den Menschen. Vor einhundert Jahren war sie fast ausgestorben, dann erholten sich ihre Bestände und es schien das schlimmste überstanden. Doch die Freude der Artenschützer war verfrüht. Wegen ihrer begehrten Hörner nahm die Wilderei wieder zu und Epidemien, die wie aus dem Nichts auftauchten, schlugen schwere Schneisen in die Bestände. Heute wird die Saiga Antilope von der Weltnaturschutz Union IUCN als „vom Aussterben bedroht geführt“.
Markus Radday, WWF Experte für die Mongolei, berichtet über seine Erfahrungen zum Schutz dieser grazilen Antilopenart, die kaum jemand kennt, mit vielen Details und echter Bewunderung für ihre Überlebensfähigkeit.
Redaktion und Moderation: Jürgen Matijevic
Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de

Planet in Flammen

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Es raucht an allen Ecken und Enden: Fast 7000 Feuer loderten im Juli im Amazonasgebiet, und die Brandsaison ist noch lange nicht zu Ende. In Zeiten von Corona stehen die Feuer bislang weit weniger im Fokus der Weltöffentlichkeit als 2019. Doch es könnte sogar noch schlimmer kommen. Der Regenwald am Amazonas ist nicht der einzige Brandherd. Sibirien steht nach wie vor in Flammen. Es brennt in Neuguinea und weiten Teilen Afrikas. Und auch im Mittelmeerraum und in Portugal müssen wieder die Löschflugzeuge zum Kampf gegen die sommerlichen Brände ausrücken. Es scheint fast so, als stünde der halbe Planet in Flammen.

Die Brände, ihre Ursachen und Folgen sind auch das Thema dieser Folge unseres ÜberLeben Podcasts. Susanne Winter koordiniert bei WWF die Waldprojekte und hat lange Jahre an verschiedenen Unis über den Wald und seine Rolle für Biodiversität und Klimaschutz geforscht. Im Gespräch mit Jörn Ehlers wirft sie einen Blick auf ein brennendes Problem unseres Planeten.

Redaktion und Moderation Jörn Ehlers
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Fleisch

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Ratten in Kühllagern, Billigfleisch, Corona-Hotspots und Arbeitsbedingungen, die an eine moderne Form von Sklaverei erinnern: Die Schlachthöfe und die gesamte Fleischindustrie sind stark in Verruf gekommen. Und damit auch unser Lieblingskost: Das Fleisch! Wie konnte es dazu kommen? Wer sind die Übeltäter? Sind wir Verbraucher Schuld an dem Schlamassel oder ist es einzig die böse Fleischindustrie? Sind vielleicht künstlich hergestellte Burger aus 3-D Druckern die Zukunft oder ist eine „gute“ Massentierhaltung doch gar nicht so verkehrt?
Darüber sprechen wir in der neuen Folge unseres Podcasts „Überleben“.
Zu Gast ist heute ein Mann, der es wissen muss: Christoph Becker, Schweinehalter aus Reddingen in Niedersachsen. Als Landwirt kann er aus erster Hand berichten, was die Herausforderungen in der Schweinefleischproduktion sind, womit er als Bauer zu kämpfen hat und wie es den Tieren eigentlich geht. Er diskutiert mit den WWF-Kolleg:innen Tanja Dräger de Teran und Michael Berger aus dem WWF Landwirtschaftsteam über die Zukunft in unseren Ställen und auf unseren Tellern.

Moderation: Anne Thoma
Redaktion: Jörn Ehlers
Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de

Weltretten für Fortgeschrittene

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Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist! Ein Gedanke, der ganz besonders für erfolgreiche Kampagnen gilt. Manchmal können Aktivisten helfen, dass der richtige Zeitpunkt für überfällige Umweltschutzmaßnahmen ein wenig schneller kommt. In der neuen Folge von Überleben erfahren wir anhand von Tigerschutz, Fischereigesetzen und dem Verbot von Bleimunition, wie Naturschützer versuchen, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Im Gespräch mit Roland Gramling, Daniel Goliasch und Nehle Hoffer aus der Kommunikationsabteilung des WWF erfahren wir, dass eine gute Kampagne mehr ist als Plakate kleben und Unterschriften sammeln.
Die Kollegen berichten über den notwendigen langen Atem bei der mehrjährigen Begleitung politischer Prozesse und dass es manchmal aber auch gilt, die Gunst der Stunde zu nutzen. Naturschutzerfolge stehen oft am Ende einer Kette von Rückschlägen und Niederlagen. Die Berichte der Kollegen verdeutlichen, dass es oft alles andere als leicht ist die Öffentlichkeit für ein Thema zu begeistern oder auch nur zu interessieren. Zugleich wird aber deutlich, dass es sich lohnt, dran zu bleiben, um dem Ziel dem Erhalt eines lebendigen Planeten mit keinen Schritten näher zu kommen.

Redaktion und Moderation: Niklas Kolorz
Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de

Die Holzmafia, Interpol & ein Detektiv

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Der illegale Holzhandel gehört zu den größten Bereichen der Umweltkriminalität weltweit. Die Ausmaße sind vergleichbar mit der weltweiten Drogenkriminaltität und trotzdem weitestgehend unbekannt - und unbestraft.

Johannes Zahnen vom WWF gibt ungewöhnliche Einblicke in diese Schattenwelt. Als Deutschlands Holzdetektiv schlechthin ist es sein Job, illegales Holz ausfindig zu machen und die Spuren bis zum Tatort zurückzuverfolgen. Ein ungewöhnlicher Job, ein brisantes Thema und ein dringliches zugleich denn nicht zuletzt hat dies grosse Auswirkungen auf unsere Umwelt und die Klimakrise.

Mehr dazu in diesem Blog-Post: https://blog.wwf.de/holz-detektive-schweigen/

Redaktion & Moderation: Astrid Deilmann
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Über diesen Podcast

Komm mit in die faszinierende Welt des Natur- und Artenschutzes mit „Living Planet – Der WWF Podcast“!
Erfahre alle 14 Tage spannende Geschichten direkt aus dem WWF-Kosmos: von packenden Artenschutzprojekten über die Herausforderungen der Klimakrise bis hin zu inspirierenden Erfolgen und den Menschen, die tagtäglich für unsere Erde arbeiten.
Wir machen Natur- und Artenschutz greifbar und zeigen dir, wie wir gemeinsam eine lebendige Zukunft für unseren Planeten gestalten können.

von und mit WWF Deutschland

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